Vorweihnachtliche Gaben für Forscher

4. Dezember 2009, 18:35
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Private und institutionelle Förderer helfen nach - in unterschiedlichsten Höhen

Wien - Es mutet an wie ein vorweihnachtlicher Gabentisch: Dieser Tage häuften sich Anerkennungs- und Förderungspreise für (Nachwuchs-)Wissenschafter, abseits der großen jährlichen Vergaben wie die des FWF oder der Akademie, aber für die Betroffenen ebenfalls willkommen.

Drei Preise der Ersten Bank gehen in den medizinischen Bereich: einer an Nikolaus Binder von der Rheumatologie der Wiener Uni-Klinik, für eine Forschung über den Knochenabbau bei Osteoporose. Eine weitere Auszeichnung bekam Nika Skoro-Sajer von der Kardiologie, die über den Verlauf von Lungenerkrankungen arbeitet. Den dritten Preis erhielt Tropenmediziner Michael Ramharter, AKH Wien, für die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Malaria.

Die Wissenschafter wurden von der Wiener Ärztekammer ermittelt, die auch - von derselben Jury bestimmt - ihre eigenen, die Billroth-Preisträger vorstellte: Die Pathologin Renate Kain arbeitet an seltenen, aber schwer schädigenden Gefäßerkrankungen; Eva Zebedin-Brandl erforscht mögliche Inhibitoren bei Krebserkrankungen; und Paul Amminger konnte nachweisen, dass die Behandlung von Jugendlichen mit Fischöl das Risiko einer Psychose senkt.

Sowohl Erste-Bank- wie Billroth-Preise sind mit 3000, 2500 bzw. 2000 Euro dotiert. 20.000 Euro, den Buchbinder-Preis, benannt nach dem Welser Autoverleiher, erhält hingegen die Grazer Dissertantin Rita Maria Strohmeier für ihre Studie über den Einfluss von neuen Kommunikationstechnologien auf die Gesellschaft.

Gaben ganz anderer Größenordnung wurden soeben in der Schweiz präsentiert: Die private Jacobs-Stiftung honorierte erstmals besondere Leistungen in der Jugendforschung. Der Hauptpreis ging an Laurence Sternberg, der Best Practice Award an Pater Johann Cassutt; Höhe: eine Million bzw. 200.000 Franken. (APA, mf/DER STANDARD, Printausgabe, 5./6. 12. 2009)

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