Austria in Ried um Anschluss an Spitze bemüht

4. Dezember 2009, 14:54
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Innviertler bereits drei Spiele ohne Gegentreffer - Daxbacher: "Enttäuschung wegstecken und auf Ried konzentrieren"

Wien - Nach dem Aus in der Europa League richtet die Wiener Austria ihr Augenmerk wieder auf die heimische Meisterschaft. Mit dem Auswärtsspiel gegen die SV Ried wartet auf die Violetten am Sonntag (18.00 Uhr/live Sky Konferenz) die schwere Reise ins Innviertel. Will die Austria im Titelrennen auch im Frühjahr noch entscheidend mitreden, sollte der Drei-Punkte-Abstand auf das Führungsduo Rapid und Salzburg in der vorletzten Runde vor der Winterpause nicht anwachsen.

Nach sieben Zählern in den jüngsten drei Runden hat sich der Fünfte Ried in den vergangenen Wochen als erster Verfolger der "big four" der Fußball-Bundesliga etabliert. In den ausstehenden zwei Spielen 2009 sowie der ersten Frühjahrsrunde warten nun die drei topplatzierten Teams auf die Innviertler. "Gut, dass wir die nötigen Punkte haben. Nun wollen wir auch in den Spielen gegen großen Drei Stabilität beweisen. Wenn eine oder andere Punkt dazukommt, sind wir froh", stapelte Rieds Trainer Paul Gludovatz aber weiter tief.

Vor dem 50. Duell der beiden Mannschaften in Österreichs Oberhaus präsentierten sich die Rieder vor allem in der Defensive sattelfest. Seit dem 0:1 gegen Rapid sind die "Wikinger" drei Spiele und insgesamt 348 Minuten ohne Gegentreffer. "Momentan sind wir defensiv die beste Mannschaft, darauf kann man aufbauen", meinte Gludovatz, der bis auf den gelb-gesperrten Stefan Lexa alle Stammkräfte zur Verfügung hat. Oliver Glasner plagen zwar weiter Probleme mit den Adduktoren, der Verteidiger dürfte gegen die Wiener aber erneut die Zähne zusammenbeißen.

Auf die Austria wartet im Abschiedsspiel des Tiroler Schiedsrichters Konrad Plautz nach dem in jeder Hinsicht verpatzten Europa-League-Auftritt gegen Bilbao die nächste Bewährungsprobe. "Das wird ein schwieriges Spiel. Für uns ist es wichtig, die Enttäuschung wegzustecken und uns auf Ried zu konzentrieren", meinte Trainer Karl Daxbacher am Tag nach der 0:3-Pleite gegen die Basken. Dass die Austria nach drei Auswärtsniederlagen in Folge in der Liga auch in der Ferne wieder einmal anschreiben sollte, ist auch den Austria-Kickern bewusst.

"Wir sind drei Punkte hinter Rapid und Salzburg und müssen schauen, dass dieser Rückstand nicht größer wird. Deshalb gilt es auch gegen die heimstarken Rieder, so viele Punkte wie möglich zu machen", erklärte Torhüter Szabolcs Safar und der Linzer Florian Klein meinte selbstbewusst: "Natürlich ist die Meisterschaft wichtig. Wir fahren überall hin, um drei Punkte zu holen." Fraglich bei den Favoritnern ist abseits der bekannten Verletzten lediglich Emin Sulimani. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer Knöchelblessur, über seinen Einsatz wird nach dem Abschlusstraining am Samstag entschieden.

Trotz Rieds bekannter Heimstärke - in den jüngsten 26 Auftritten setzte es nur eine Niederlage - darf die Austria nicht ganz ohne Zuversicht in die Keine-Sorgen-Arena reisen. Obwohl der bisher letzte Erfolg des Cupsiegers im Innviertel vom 27. Juli 2007 (1:0 durch ein Kuljic-Tor) datiert, sind die Wiener der SV in den jüngsten neun Partien nur einmal unterlegen. (APA)

 

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