Reiche in der Schweiz werden immer ärmer

4. Dezember 2009, 13:48
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Ikea-Gründer Kamprad bleibt Reichster im Land der Banken, Uhren und des Käses

Zürich - Ikea-Besitzer Ingvar Kamprad bleibt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise der Reichste in der Schweiz. Allerdings haben die 300 Reichsten der Schweiz seit Dezember 2008 rund 10 Mrd. Franken (6,6 Mrd. Euro) verloren. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Wirtschaftsmagazins "Bilanz" hervor, die alljährlich zum Jahresende zusammengestellt wird.

Das Vermögen Kamprads, der am Genfer See wohnt, wird auf bis zu 36 Mrd. Franken geschätzt. Am Reichsten der Reichsten scheint das ganze Auf und Ab spurlos vorbeigegangen zu sein. Ingvar Kamprad, der mit Ikea zunehmend auch asiatische Wohnungen ausstattet, gehört zu den fünf Reichsten der Welt.

Zusammen kommen die Superreichen nach Ermittlungen der Zeitschrift immer noch auf stolze 449 Mrd. Franken Vermögen. Nach dem Gründer des schwedischen Möbelunternehmens folgen die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren. Ihr Vermögen schätzt das Wirtschaftsmagazin auf bis zu 16 Mrd. Franken. Auf dem dritten Rang mit bis zu 11 Mrd. Franken kommen die Familie von Biotech-Unternehmer und Segler Ernesto Bertarelli sowie die Brenninkmeijers, Besitzer der Kleiderladen-Kette C&A.

Geradezu bescheiden sieht es im Vergleich dazu mit dem Vermögen des "pensionierten" Formel-1-Piloten Michael Schumacher aus, der sich seit drei Jahren eine Luxusvilla in Gland an den Ufern des Genfer Sees fertig baut. Er soll 850 Mio. Franken besitzen, 100 Mio. Franken weniger als im Jahr zuvor. Schätzungsweise mehr als 35 Mio. Franken hat das riesige Anwesen mit Einrichtungen wie Sporthalle oder Fußballfeld gekostet.

Prominente Abgänge

Unter den Top Ten gab es prominente Abgänge: So schafften es die mit Baumaschinen reich gewordenen Liebherrs (etwa 5 Milliarden) oder der russischstämmige Düngemittel-König Dmitry Rybolovlev (6 Milliarden) nicht mehr unter die ersten Zehn. Neu dabei sind dafür mit jeweils bis zu 7 Mrd. Franken der AMAG-Autoimporteur Walter Haefner und der deutsche Transportunternehmer Klaus-Michael Kühne. Dagegen schmolzen die Vermögen der Reederfamilie Latsis und des russischen Investors Viktor Vekselberg um je 3 Mrd. Franken. (APA)

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    Kamprad hat in der Schweiz die Nase vorn.

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