Montanuni Leoben arbeitet an neuem Erdölförderungssystem

4. Dezember 2009, 13:01
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Projekt gewinnt Unterstützung beim Wettbewerb "Prize 2009"

Graz - Für den Prototyp-Bau eines neuen Erdöl-Fördereinrichtungssystems hat ein Forschungsteam der Montanuniversität Leoben beim Wettbewerb "Prize 2009" des Austria Wirtschaftsservices gewonnen. Das von der Uni eingereichte Patent wird nach der Entscheidung der international besetzten Kommission mit mehr als 86.000 Euro gefördert. Mit der Unterstützung für das mit 270.000 Euro veranschlagte Projekt wird ab Jänner 2010 die Entwicklung des Prototyps in Angriff genommen, so die Universität in einer Aussendung.

Das "Sucker Rod Anti Buckling System" schiebt im Gegensatz zum herkömmlichen Fördersystem ("Sucker Rod Pumps") nicht mit Druck der Kolben von oben nach unten, sondern eine darunter liegende Kraft zieht das oft mehrere Kilometer lange Gestänge nach unten. "Die Wechsel-Biege-Beanspruchung und damit die Ursache für die permanente Zugspannung, die für die Verformung des Stahls und in Folge Abnutzung des Systems verantwortlich ist, konnte auf diese Weise ausgeschaltet werden", erklärte Herbert Hofstätter, Leiter des Lehrstuhls für Petroleum Production and Processing. Damit könne eine wesentliche Erhöhung der Lebensdauer und damit auch der Wirtschaftlichkeit erzielt werden, hieß es von Uni-Seite.

In eineinhalb Jahren sollte die Konstruktion für den Testeinsatz fertig sein. (APA/red)

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    Erdölförderung in Sakhir (Bahrain)

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