Mehr Sicherheit mit Flexray

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Nach dem 7er-BMW erscheint nun auch der neue Audi A8 mit einer neuen Daten-Kommunikationsarchitektur namens Flexray

Die am weitesten verbreitete Technik hieß bisher CAN-Bus. Flexray ist nicht nur zehnmal schneller, sondern auch wesentlich sicherer. CAN-Bussysteme sind nämlich ausschließlich ereignisgesteuert, während Flexray auch zeitgesteuerte Funktionen enthält, wie etwa in der Luft- und Raumfahrt schon länger üblich.

Zeitgesteuert heißt, dass sich das System im Millisekundentakt ständig überwacht und auch dann Fehler entdecken kann, wenn eine Funktion gerade nicht abgerufen wird. So kann etwa eine Fehlfunktion des ABS bereits erkannt werden, noch bevor man das nächste Mal auf die Bremse tritt.

Das Wesentliche an Flexray ist der weite Spagat zwischen hoher Funktionssicherheit und großer Bandbreite, also Datenübertragungsmenge, sodass diese Elektronikarchitektur vorzugsweise in der Motor- und Fahrdynamiksteuerung eingesetzt wird. Im Bereich des Infotainment arbeitet man mit noch größeren Bandbreiten, dort stehen aber die Sicherheitsanforderungen nicht dermaßen zwingend im Vordergrund.

Anders bei den Assistenzsystemen, wo bereits an einer sehr sicheren Elektronikarchitektur mit größerer Bandbreite als Flexray gearbeitet wird. Bei der Entwicklung des Flexray-Systems im Audi A8 war auch die TTTech maßgeblich beteiligt, ein Wiener Unternehmen, dessen Gründer, Hermann Kopetz, als großer Pionier in Sachen zeitgesteuerte Systeme gilt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/4.12.2009)

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