Ukrainische Tochter fixiert 150-Millionen-Dollar-Kredit

4. Dezember 2009, 11:17
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Wien - Die ukrainische Tochter der börsennotierten Raiffeisen International (RI), Raiffeisen Aval, hat ein Kreditabkommen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in der Höhe von 150 Mio. Dollar (99,2 Mio. Euro) unterzeichnet. Die Kreditlaufzeit beträgt zehn Jahre. Das Darlehen ist ein Bestandteil der Ende September 2009 vereinbarten Kreditlinie für die Ostholding der Raiffeisen Zentralbank (RZB) für die Ukraine, Rumänien und Russland im Ausmaß von 150 Mio. Euro, teilte die Bank in einer Aussendung am Freitag mit.

Wie Anfang Dezember bekannt wurde, setzt die ukrainische RI-Tochter den Stellenabbau fort. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im September 2008 bis Ende November 2009 wurden bereits 11 Prozent der rund 18.300 Mitarbeiter abgebaut. Die Unsicherheiten in dem osteuropäischem Land, das als "Sorgenkind" der Gruppe gilt, blieben weiter hoch, sagte RI-Finanzvorstand Martin Grüll. Mitte Oktober wurde eine Kapitalaufstockung um 76 Mio. Euro beschlossen. Laut dem Bericht für das dritte Quartal waren 20,9 Prozent der Kundenkredite ausfallsgefährdet ("Non-Performing-Loan-Ratio").

Der Kredit für die Raiffeisen Aval, die drittgrößten Bank der Ukraine mit über 1.000 Geschäftsstellen, ist ein Teil des Unterstützungspakets der EBRD für den infolge der Wirtschaftskrise angeschlagenen ukrainischen Bankensektor. Seit Anfang 2009 hat die Bank bereits 700 Mio. Dollar in die Ukraine gepumpt. Das europäische Finanzinstitut ist mit der größte Finanzinvestor in der Ukraine: Bis Anfang November 2009 hat die Bank 4,2 Mrd. Euro für 194 Projekte zugesagt. (APA)

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