Private Themse-Brücke für eine Million Pfund versteigert

3. Dezember 2009, 19:42
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Neue Besitzer dürfen weiter Maut fordern

London - In Großbritannien ist eine private Themse-Brücke für gut eine Million Pfund versteigert worden. Ein anonymer Bieter habe bei der Auktion am Donnerstag mit seinem Gebot von 1,08 Millionen Pfund (1,2 Millionen Euro) den Zuschlag erhalten, erklärte der Vertreter der bisherigen Besitzer, Michael Hawley. Damit lag der Kaufpreis für die Brücke von Swinford, für deren Überquerung eine Maut entrichtet werden muss, zwar deutlich über dem Mindestgebot von 800.000 Pfund. Die Verkäufer hatten sich allerdings eine höhere Summe versprochen. Schließlich hatten sich Interessenten aus Europa, den USA, Australien und Jamaika gemeldet.

Die Steinbrücke in der Nähe der britischen Universitätsstadt Oxford wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Der Bauherr, der Graf von Abingdon, erhielt im Gegenzug das Recht, eine Maut zu nehmen. Dieses Recht gilt für die Brücke weiterhin. Autofahrer zahlen allerdings nur fünf Pennies, Lastwagenfahrer ein halbes Pfund. Pro Jahr ergibt das Einnahmen von rund 100.000 Pfund. Bei Anwohnern und Pendlern stößt das alte Maut-Recht auf Kritik. Fast 800 Kritiker unterschrieben eine Petition, in der die Abschaffung der Gebühren gefordert wurde. (APA)

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