Das Potenzial von Cannabinoiden

4. Dezember 2009, 01:01
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US-Forscherinnen: Umfangreiches therapeutisches Potenzial - Einsatz bei Multipler Sklerose empfohlen

New York - Die als "Cannabis sativa" bekannte Hanfpflanze hat neben ihrer berauschenden und betäubenden auch eine nervenheilende Wirkung, hatte eine italienische Studie ergeben. Eine weitere Bestätigung für den Einsatz von Wirkstoffen der Pflanze kommt nun aus den USA: Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien ausgewertet. Demnach können Extrakte der Cannabispflanze die Symptome von Multipler Sklerose lindern. Eine bestimmte Kombination der Extrakte reduziere spastische Muskelbewegungen und verbessere die Mobilität der Patienten. "Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden", schreibt Lakhan im US-Fachmagazin "BMC Neurology".

Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte. Auch die Cannabis-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. "Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen", empfehlen die Forscherinnen. (APA/red)

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