Lumitech wächst mit Licht

3. Dezember 2009, 17:23
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Burgenländer exportieren LED-Technologie

Wien - Der Rückzug der Glühbirne holt junge Hightech-Betriebe ins Licht. Hotels, Restaurants, Museen und Shops rüsten zunehmend von Halogenlampen auf die LED-Lichttechnologie um: "In der professionellen Beleuchtung tut sich ein großer Markt auf" , sagt Günther Leising. Der steirische Physiker hat den Lichtspezialisten Lumitech gemeinsam mit Stefan Tasch gegründet. Gut zwölf Jahre nach der Gründung setzen knapp 20 Mitarbeiter drei Mio. Euro um. Ziel sei es, den Umsatz in zwei Jahren auf zehn Mio. zu heben. Gewinn erziele das Unternehmen seit dem ersten Jahr.

Lumitech steht, anders als am 6. November 2009 im Standard berichtet, nach wie vor zur Gänze in Privateigentum. Die Holding ist mit einem Anteil von fünf Prozent an einem Joint Venture-Unternehmen mit Zumtobel beteiligt, an Lumitech selbst hält der Vorarlberger Leuchtenproduzent keine Anteile.

Bis zu 20 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Die Zweifel mancher Unternehmer an der Sinnhaftigkeit von Patenten kann Leising nicht nachvollziehen. Sie seien der Naturalienreichtum eines Betriebs. Er selber habe bisher 16 angemeldet.

Chancen sieht er vor allem in individuell zugeschnittenen Lichtlösungen. Die entwickelte Technologie ermögliche es zudem, mehr als 85 Prozent des Energieverbrauches einzusparen. Lumitech entwickelt und fertigt in Jennersdorf. Lichtlösungen der Burgenländer kommen europaweit zum Einsatz. Sie finden sich in LED-Lampen etwa für das Wiener Konzerthaus und das Salzburg Museum, aber auch in Anwendungen in der internationalen Automobilindustrie und Medizintechnik. (vk, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 4.12.2009)

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