"Ein Einschlafen der Aktion wäre eine Katastrophe"

3. Dezember 2009, 16:58
2 Postings

Immer weniger Besetzer in der Aula der Sowi, Abstimmungen werden "geradezu lächerlich"

Daniel, der Mann am Besetzer-Presse-Handy, wirkt leicht genervt. Ja, das Angebot von Rektor Karlheinz Töchterle sei vom Plenum abgelehnt worden, es gebe also keine extra Räume oder extra Lehrveranstaltungen. Es warte ein neuer Termin für ein Treffen mit der Uni-Führung, neue Forderungen müssten ausgearbeitet werden. Noch vor einer Woche wären die Vorschläge des Rektors von den Besetzern angenommen worden, mittlerweile aber hätten sich die Fronten unter den Besetzern verhärtet. Da seien die mit "immer denselben Argumenten" und die "Realistischen", die begriffen hätten, dass der Rektor nicht alles versprechen könne.

Zudem seien immer weniger Besetzer in der Aula der Sowi, Abstimmungen wären geradezu lächerlich. "Mit 20 Leuten über die Forderungen aller Studierenden abzustimmen geht eigentlich gar nicht", sagt Daniel, aber "ein Einschlafen der Aktion wäre eine Katastrophe." Dann würde keine einzige Forderung erfüllt. Töchterles Angebot läuft am 19.Dezember aus. Uni-Sprecher Uwe Steger hofft bis dahin auf eine "vernünftige Lösung", also auf eine Einigung. (Verena Langegger, DER STANDARD, Printausgabe, 4.12.2009)

Share if you care.