RZB will Kathrein-Bank nicht hergeben

3. Dezember 2009, 13:45
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Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) hat keine Absicht, ihre Tochter Kathrein-Bank zu verkaufen. Pläne, die Kathrein mit der Constantia Privatbank zu fusionieren, wie dies laut "Format" die neuen Constantia-Eigentümer vorhaben, seien der RZB nicht bekannt und man habe auch keine Trennung von der Bank vor, sagte ein RZB-Sprecher am Donnerstag zur APA. Laut dem Magazin sollen Strabag-Boss Hans Peter Haselsteiner und Donau-Chemie-Eigentümer Alain de Krassny, die je 48 Prozent an der Constantia Bank halten, innerhalb von zwei Jahren eine solche Verschmelzung vorhaben.

In der Umgebung von Haselsteiner konnte man am Freitag derartige Pläne zunächst nicht betätigen, sowohl auf Seiten der Strabag noch auf Seiten der den Bau-Tycoon betreuenden Agentur. Im Moment stehe wohl die Restrukturierung und Neuausrichtung der Constantia Privatbank im Vordergrund, hieß es dort.

Der Vorstandschef der Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank AG, Christoph Kraus, bestreitet das angebliche Vorhaben von Haselsteiner und de Krassny laut "Format" nicht: "Ich habe von diesen Plänen gehört, weiß aber nichts Konkretes, weil ich nicht involviert bin", wird Kraus zitiert. Vor Monaten war die Kathrein-Bank selbst einmal an der Constantia Bank interessiert gewesen, zog sich aber dann zurück. Und Kraus saß einmal im Chefsessel der Constantia Bank, ehe ihn dort 1998 Norbert Gertner bzw. Karl Petrikovics ablösten. (APA)

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