"Das Finale lockt"

3. Dezember 2009, 12:46
4 Postings

"Bild": "Der HSV erholt sich in Europa von der Krise in der Bundesliga (6 Spiele ohne Sieg), steht nach dem 2:0 gegen Rapid Wien in der nächsten Runde der Europa League. Die Hamburger ohne Zehn, deshalb spielt Labbadia mit nur einer Spitze Berg. Der wird gleich zweimal bejubelt: Bei seinem 2:0 (53.) und bei seiner Auswechslung (76.). Denn für ihn kommt Petric - Comeback achteinhalb Wochen nach Knöchel-OP. Das 1:0 durch Jansen (47.), Ösi-Verteidiger Jovanovic hatte ihm den Ball aufgelegt. Rapid (vor 8.500 eigenen Fans) hatte vorm Spiel Probleme mit dem Bus. Verspätete Ankunft im Stadion, dann Abflug aus der Europa League."

"Hamburger Abendblatt": "2:0 gegen Wien! Im siebten Spiel kam das Glück zurück. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit trafen Jansen und Berg für die Hamburger zum 2:0-Sieg. Die Fans feiern Petrics Comeback. Der HSV kann doch noch gewinnen! Nach einem am Ende ungefährdeten Sieg, der von den HSV-Fans überschwänglich gefeiert wurde, sah es indes in der ersten Halbzeit nicht aus. Das vorsichtige Abtasten zu Beginn ging fließend in einen gegenseitigen Belauerungszustand über. Dabei herrschte auf den Rängen wunderbare Europapokal-Atmosphäre. Dem gewohnt stimmgewaltigen Anhang auf der Nordtribüne standen 8.500 Grün-Weiße gegenüber, sodass mindestens so viel gesungen wurde wie nebenan bei Paul McCartney in der Color-Line-Arena."

"Hamburger Morgenpost": "Soviel in der Bundesliga derzeit auch schief gehen mag - in der Europa League lässt sich der HSV die Butter nicht vom Brot nehmen. Der Traum vom Finale im eigenen Wohnzimmer (12. Mai 2010) lebt! Der HSV tat sich zunächst schwer. Rapid, von 8.000 Österreichern in der mit 45.737 Fans gefüllten Arena gefeiert, igelte sich ein. Jovanovic ließ Pacults Mauertaktik scheitern, bediente mit allerfeinstem Patzer Jansen, der aus elf Metern zur Führung traf. Die Rapidler, die allein durch Heikkinens Pfostenschuss gefährlich wurden, ergaben sich ihrem Schicksal. Leicht besorgt waren die Anhänger in die Arena gepilgert. Träumend fuhren sie wieder nach Hause. Das Finale lockt."

"Frankfurter Allgemeine Zeitung": Der Hamburger SV kann sich auf eine entspannte Weihnachts-Reise ins gelobte Land freuen. Wenn der HSV am 17. Dezember zum letzten Gruppenspiel der Europa League bei Hapoel Tel Aviv antreten muss, wird es nur noch um die Ehre gehen. Nach zähem Beginn genügte der Hamburger Mannschaft ein Doppelschlag durch Marcell Jansen und Marcus Berg, um den schwachen Gast aus Wien 2:0 zu besiegen. Der Sinn stand dem HSV nach Revanche - das 0:3 in Wien war eine peinliche Angelegenheit, die noch dadurch verstärkt wurde, dass der Wiener Trainer Peter Pacult sich danach sehr despektierlich über den HSV geäußert hatte. Eine erste Halbzeit mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz brachte dem HSV wenig mehr als ein Gefühl der Hilflosigkeit." (APA)

Share if you care.