Pointner ortet deutliche Steigerung

3. Dezember 2009, 11:39
1 Posting

"Es hat sich sehr viel getan" - Schlierenzauer und Morgenstern zählen für ÖSV-Cheftrainer in Lillehammer wieder zu den Sieganwärtern

Lillehammer - Der Skisprung-Weltcup wird ab Freitag (Qualifikation) mit zwei Bewerben in Lillehammer fortgesetzt. ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner durfte sich schon beim Auftakt in Kuusamo/Finnland u.a. über einen Mannschaftssieg und Rang drei durch Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl freuen. Nach drei Trainingstagen im winterlichen Lillehammer blickt Pointner optimistisch auf die kommenden Konkurrenzen.

Denn die Trainingstage in Lillehammer haben vor allem bei Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern, für die es in Kuusamo noch nicht optimal gelaufen war, zu einem Leistungssprung geführt. Nicht unbedingt überraschend, weil die ganz eigene Schanze in Kuusamo nur bedingt als Gradmesser gilt. "Es hat sich sehr viel getan. Ich bin überzeugt, dass nicht nur bei unseren Leuten, sondern auch von den anderen Nationen zusätzlich ein paar andere Springer vorne sein werden."

Pointner spricht damit etwa Adam Malysz oder auch Janne Ahonen an, meinte aber auch Gesamt-Weltcupsieger Schlierenzauer und Doppel-Olympiasieger Morgenstern. "Es gab ein ganz klares Bild. Gregor ist wieder dort, wo er im Sommer bei den Wettkämpfen aufgehört hat. Er hat die letzten zwei Tage Einheiten gehabt, wie man es von ihm gewohnt ist." Schlierenzauer habe viel Sicherheit aufgebaut, ähnliches gilt auch für Morgenstern. Dieses Duo hat bereits am Montag in Lillehammer trainiert, der Rest der Mannschaft pausierte und stieg erst am Dienstag ins Training ein.

Das Leistungniveau in seinem Team habe sich definitiv zusammengeschoben. "Wir werden mit einem sehr starken Team in Lillehammer auftreten", betonte Pointner. Trainiert wurde bei sehr guten, windstillen, aber mit rund minus 10 Grad Celsius schon sehr winterlichen Bedingungen.

Neben Schlierenzauer, Morgenstern, Loitzl, dem wieder erstarkten Andreas Kofler und Martin Koch bleibt auch Manuel Fettner im Team. Das derzeitige Kontingent von sechs Leuten soll bis zur Tournee durch gute Leistungen der zweiten Mannschaft im kommende Woche beginnenden Kontinentalcup durch einen Mann ergänzt werden. "Ich möchte, dass sich die Spitzenleute in der zweiten Reihe den Tourneeplatz ausspringen. Jener Mann, der die Quote holt, wird auf jeden Fall bei der Tournee dabei sein." Was freilich nicht gleichbedeutend damit ist, dass die sechs derzeitigen Weltcupstarter schon fix für den ersten Saisonhöhepunkt sind.

Pointners Erwartungen für die zweite Weltcup-Station? "Schlierenzauer und Morgenstern zählen zu den Sieganwärtern, das werden wir in Lillehammer sehen." Erleichtert ist Pointner übrigens, dass das bei den Kombinierern bereits voll eingesetzte neue Regulativ bei den Springern noch sehr vorsichtig ausprobiert wird. "Ich bin froh, weil es definitiv zu wenig getestet worden ist. Das Produkt Skispringen ist einfach viel zu wertvoll, dass man nach einer so kurzen Testphase mit so einem massiv neuen Reglement in den Winter startet."

In der Nordischen Kombination könne man dies nun beobachten, bei den Kombinierern werde der Sieger aber immer noch als Erster durch die Ziellinie laufen. "Es soll keine Unsicherheit geben beim Athleten, wenn er runtergesprungen ist, und er sich auf den Computer verlassen muss." (APA)

ÖSV-Team in Lillehammer: Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern, Martin Koch, Andreas Kofler, Manuel Fettner

Share if you care.