Facebook, Twitter und Co: Internetfalle Arbeitsplatz

03. Dezember 2009 10:09
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    Foto: standard/cremer

    Facebook kann zu beruflichen Zwecken genutzt werden. Wer aber in der Arbeit spielt, bietet dem Dienstgeber Angriffsfläche.

Wer es mit sozialen Netzen übertreibt, kann aber Probleme mit dem Arbeitgeber bekommen, warnen AK und Gewerkschaft

Soziale Netzwerke wie Facebook oder My Space sind so manchem Arbeitgeber ein Dorn im Auge. Immer wieder kommen Meldungen aus dem Ausland, dass die Online-Aktivitäten der Mitarbeiter zu Problemen führen. In der Schweiz wurde eine Versicherungsangestellte, die im Krankenstand auf Facebook aktiv war, gekündigt. In den USA haben laut einer Umfrage bereits 50 Prozent der größeren Firmen soziale Netzwerke komplett gesperrt. Und wie verhält es sich in Österreich?

AK und Gewerkschaft mahnen zur Vorsicht

Die große Beschwerdewelle ist noch nicht ausgebrochen, aber Arbeiterkammer und Gewerkschaft mahnen zu Vorsicht. Wer sich beispielsweise auf Facebook abfällig über seinen Chef äußert, könnte auch hierzulande seinen Job verlieren, erklärt Gerda Heilegger von der AK-Wien im Standard-Gespräch. Konkret gibt es im Angestelltenrecht den Entlassungsgrund "erhebliche Ehrverletzung" - und der kann genauso auf das Internet angewendet werden. Ihr Appell an die Mitarbeiter: Stets überlegen, was man online stellt. Vielen sei gar nicht bewusst, wie leicht jeder auf die Daten zugreifen kann.

Hacker im Betriebsratsblog

Bei der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) hat man laut Experten Thomas Kreiml bereits Erfahrungen mit überkritischen Arbeitgebern gemacht. Ein Betriebsrat hatte sich zur besseren Information einen Weblog eingerichtet, auf den nur die anderen Mitarbeiter zugreifen konnten. Dem Firmenchef war das nicht geheuer, er engagierte einen Hacker. Die Inhalte des Weblogs waren ihm so zuwider, dass er die Kündigung über den Betriebsrat aussprach. Vor Gericht kam er damit freilich nicht durch. Dennoch gebe es laut den Erfahrungsberichten der Betriebsräte eine zunehmende Skepsis so mancher Firmenbosse vor allzu viel Information, meint Kreiml.

Vorsicht im Krankenstand

Zurückhaltung empfiehlt er auch beim Twittern und Facebooken im Krankenstand. Eine ausjudizierte Rechtsprechung gebe es in Österreich noch nicht. Vieles hänge von der Unternehmenskultur ab. "Aber ich wäre sehr vorsichtig", sagt Kreiml. Sowohl er als auch Heilegger raten ihren Mitgliedern, Betriebsvereinbarungen für die Nutzung von Online-Aktivitäten in den Firmen abzuschließen. So könne man sich einige Streitfälle ersparen. Die gesetzlichen Bestimmungen lassen nämlich Interpretationsspielraum offen. Die Nutzung für private Zwecke ist "im üblich angemessenen Umfang" erlaubt, erklärt Heilegger.(Günther Oswald/DER STANDARD, Printausgabe vom 3.12.2009)

Kommentar posten
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meineMeinung1969
26.12.2009 10:43
Facebook und ...

... sonstige Spielereien haben in der Dienstzeit gar nichts verloren! Der Chef bezahlt einen für´s Arbeiten, nicht für´s Chatten!

mM

Harbachoed K.
10.12.2009 17:03
solche machenschaften sind NIE

„sozial“

vi-de dot com
 
09.12.2009 10:27
wie alles ...

... kann man es so oder so nutzen: es ist ein unterschied ob man in branchengruppen liest oder spiele spielt. die plattform mag beides anbieten, es liegt in der verantwortung jedes einzelnen was man nutzt und was nicht.

pez derflotte
08.12.2009 21:59
welcher depp...

...lässt denn bitte fremde in seinen postings wühlen???

privatsphäreeinstellungen: nur für freunde

problem gelöst

Max User
04.12.2009 10:32
derStandard.at: Internetfalle Arbeitsplatz

Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
04.12.2009 10:06

Steht da eine Rolle Häuslpapier am Schreibtisch?
Wahrscheinlich ist er nicht nur auf Facebook unterwegs...

johann potakowskyj
 
04.12.2009 01:59
man rät zur selbstzensur

erinnert mich sehr an die konservative wertvoprstellung der meinungsfreiheit ... der journalisten. da hängt dann immer was mit eigenverantwortung und selbstkontrolle dran.

so eine linke zeitung, wie der standard kann das natürlich so nicht bringen. also warnt ma vor konsequenzen ... vom chef!

freie meinungsäusserung kann zu jahrelöanger arbneitslosigkeit führen. die strafen der westlcihen freine gesellschaft sind ja nciht immer gleich gefängnis. viel härter ist die strafe in freiheit zu leben, sich wohung und energie schon vom munde abzusparen zu müssen und an der freiheiti sich alles, was man möchte, kaufen zu können, nicht teilhaben darf.



Harbachoed K.
10.12.2009 17:05
auch *deine freiheit

geht nur bis zur nasenspitze des nächsten, johannes

*woo *draw
03.12.2009 17:08
es gibt einen ausweg!

es gibt ein kleines tool welches zumindest die lästigen kollegen im nacken aufzeigt!
also lasst euch nicht mehr länger ausspionieren ... ;-)

http://apps.facebook.com/driving_mirror

cheers

martin.marcher
05.12.2009 22:36

Es gibt einen Ausweg!

Ich arbeite in der Arbeit und widme mich den privaten Interessen in der Freizeit. Das soll Wunder bewirken hab ich gehört...

Lugh Nasad
04.12.2009 08:25

was macht diese app oder wie heißt die eigenltich genau? denn tippe ich die url ein kommt ein fehler, dass diese app nur mit einer installierten und aktivierten webcam funktioniert (was mich verwundert hat) - sonst keine weitere info finden können....

*woo *draw
09.12.2009 11:47
webcam erforderlich ...

es ist ein online rückspiegel!
hier kann man mit der webcam über die schulter gucken ...

LEIDER nur mit webcam, weil sonst hätt des ja keinen sinn! ;-)

MRBK
04.12.2009 07:31
es gibt noch einen ausweg

FB gibts ja auch am handy, einfach in den handybrowser m.facebook.com eingeben und los gehts:-) farmville kann man bei der variante halt nicht spielen, aber sonst geht einiges...

freakn easy
03.12.2009 19:54
der is super.

hab ich auch schon.

Calimero22
03.12.2009 16:24

einen hacker engagieren und dann auch noch den unkündbaren betriebsrat kündigen? beim austeilen der weisheit hat sich der chef wohl mit der gabel angestellt ...

Roman Bichler
 
03.12.2009 16:21
sperren & gut is.

Andreas Schmidt
03.12.2009 16:10
Der Wappler schreibt mit der Nina über Facebook, denn das kostet nichts

Also immer aufpassen, was man schreibt

Ka :: www.ninc.at
 
03.12.2009 16:10

spiele wie farmville schlucken einfach ab einem gewissen level viel zu viel zeit. was anfangs eh ganz nett war artet dann in klickarbeit aus. darum:
www.givebacktonature.com

und wenns den einen oder anderen job rettet ists auch gut:)

Fips Stein
03.12.2009 13:48
kann mir wer vernüftig erklären bitte

warum ich im stand ned ins fb darf??
wenn ich krank zu hause bin,werd ich dich machen dürfen was ich will,solang die aktivität den kranksverlauf ned verlängert,oder?!!und im netz sein,wird mei grippe auch ned verlängern oder?
mfg

Angelika70
04.12.2009 08:59

Sie dürfen eh. Die genannte Dame hat halt wilde Partyfotos ins FB gestellt, während dem Stand.

Das kommt halt nicht gut, was verständlich ist.

wordslinger
03.12.2009 17:15

Auf den Vorfall mit der Versicherungsangestellten, der im Artikel erwähnt wird, kann ich mich noch erinnern. Da gab es glaub ich auch einen Artikel im Webstandard.
Ich glaube sie war wegen Migräne im Krankenstand, hat dann aber auf Facebook gepostet. Und ich schätze mal, wenn man wirklich Migräne hat, dann setzt man sich nicht freiwillig vor einen Bildschirm.

Corpo
04.12.2009 13:17

Die Mitarbeiterin war seit über einem Jahr mit Depressionen krank geschrieben, auf Facebook hat sie aber Fotos von einer Feier hochgeladen, wo sie lachte. Der Arbeitgeber hat sie nicht alleine aufgrund dieses Fotos gekündigt, das war nur ein Mosaiksteinchen.

masterjo
03.12.2009 15:25

"Im stand" klingt recht routiniert.
ist mir nur so aufgefallen :)

Fips Stein
04.12.2009 06:08
hat einen feinen klang,g

im heurigen jahr warens bei mir 3 krankeitstage,also von routine keine spur :-)
mfg

Jene Grüne Straßenkatze
03.12.2009 15:04
...

Naja, mit etwas Phantasie kann ich mir schon vorstellen, wie das als gerechtfertigt betrachtet werden könnte: Nehmen wir an, die Angestellte würde eine Arbeit ausführen, die nicht viel mehr verlangt, als am Computer zu sitzen - ein besserer PraktikantInnenjob halt. Auf Facebook kommen am Tag des Krankenstandes nun 42 Einträge, die ihren Tagesablauf beschreiben, und 967 Erfolgsmeldungen von Farmville - also insgesamt mehr "Arbeit" am Computer als normal in der Firma verrichtet. Wenn die fiktive Angestellte nun auch noch neben der Firma wohnt, würde sich der Chef wohl begründet ver*****t fühlen.

Natürlich ist das eher unwahrscheinlich.

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