derStandard.at-Interview

"Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik"

03. Dezember 2009 10:55
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    Foto: israelitische kultusgemeinde

    Charlotte Knobloch, geboren am 29. Oktober 1932 in München, ist Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses sowie Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses.

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, über Merkels Israelpolitik und Henryk Broders Verbalangriffe

Mehr als 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wollten Deutschland und Israel zum ersten Mal in Berlin eine gemeinsame Kabinettssitzung abhalten. Geplant war dieses Treffen für vergangenen Montag. Wegen einer Erkrankung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurden die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen auf Anfang 2010 verschoben. Mit dem Treffen wollten beide Regierungen ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Bislang hatte es erst eine gemeinsame Kabinettssitzung gegeben, die am Rande eines Israel-Besuchs von Kanzlerin Merkel im März 2008 in Jerusalem stattfand. Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, im E-Mail-Interview darüber, was von Bundeskanzlerin Angela Merkels Knesset-Ansprache im März 2008 übrig geblieben ist, dass "in Deutschland wie in anderen Ländern ein latenter Antisemitismus auch in der Mitte der Gesellschaft vorhanden ist" und was sie zu Henryk M. Broders Verbalangriffen sagt. Die Fragen stellte Anna Giulia Fink.

***

derStandard.at: Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt in wenigen Feldern der internationalen Politik so viel Emotion wie in der Freundschaft zu Israel. Inwiefern kann es in den Beziehungen zu Israel Normalität geben?

Charlotte Knobloch: Angela Merkel genießt in Israel ein hohes Ansehen sowohl in der Politik als auch innerhalb der Bevölkerung. Ihre Ansprache in der Knesset im März 2008 ist in den Köpfen der Menschen noch heute präsent. Und ihre spürbare, als sehr ehrlich empfundene Verbundenheit mit dem jüdischen Staat hat das Bild Deutschlands in der israelischen Öffentlichkeit nachhaltig beeinflusst. Frau Merkel hat das vertrauensvolle Verhältnis beider Staaten gefestigt und ausgebaut.

derStandard.at: Erzwingt Deutschlands Verantwortung in der Politik Zurückhaltung oder verpflichtet sie zu Offenheit?

Charlotte Knobloch: Deutschlands Verantwortung gegenüber Israel beinhaltet ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des jüdischen Staates und eine unverbrüchliche Solidarität gerade in schwierigen Zeiten. In einzelnen Sachfragen kann es zwischen Staaten und auch innerhalb der Staaten selbst unterschiedliche Positionen geben. Pluralismus ist das Wesen von Demokratien. Selbstverständlich sind auch sachliche Anmerkungen und Kritik erlaubt - solange sie angemessen, konstruktiv und zielführend formuliert sind und solange sie nicht den politischen Gesamtkontext der Region und die Komplexität des Konflikts außer Acht lassen. Intellektuell redliche und sachliche Kritik von Freunden ist in Israel noch nie ein Problem gewesen.

derStandard.at: Außenminister Guido Westerwelle ist Ende November zu seinem Antrittsbesuch nach Israel und in das palästinensische Autonomiegebiet gereist. Generalsekretär Stephan Kramer hat gesagt, dass der Antisemitismusstreit von 2002 und die Affäre um Jürgen Möllemann in Israel nicht vergessen seien. Inwiefern gibt es Ihrer Meinung nach noch eine Hypothek bei Westerwelle und den Liberalen?

Charlotte Knobloch: Ich habe den Bundesaußenminister auf seiner Israel-Reise begleitet. In Yad Vashem zeigte er sich tief bewegt. Eine aufrichtige Verbundenheit mit dem jüdischen Staat - auch aufgrund der Vergangenheit - war deutlich zu spüren. In der Außenpolitik ist also mit Kontinuität zu rechnen. Positiv sind auch die jüngsten Absichtserklärungen von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, der eng mit Israel zusammenarbeiten will.

derStandard.at: Die Vertretung der Juden in Deutschland sei in einem "erbärmlichen Zustand", Sie seien als Präsidentin überfordert, Ihre Stellvertreter belauerten sich gegenseitig, wettert der Publizist Henryk M. Broder. Dem Zentralrat der Juden geht es nicht gut, treten seine Vertreter öffentlich auf, wird es manchmal peinlich, schreibt die Süddeutsche Zeitung als Reaktion auf Broders Verbalangriffe. Fühlen Sie sich überfordert?

Charlotte Knobloch: Von vielen Menschen in Deutschland und weltweit erfahre ich großen Zuspruch für meine ehrenamtliche Tätigkeit als Präsidentin. Auch Herr Broder war bei einer kurzen Begegnung unlängst voll des Lobes. Umso verwunderlicher waren seine darauffolgenden öffentlichen Aussagen, die ich gelassen zur Kenntnis genommen habe. Grundsätzlich kann Kritik auch positiv wirken, solange sie sachlich und adäquat formuliert ist und der Respekt voreinander gewahrt bleibt. Als Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland muss ich sowohl das Große und Ganze im Auge haben als mich auch unzähligen Detailfragen widmen. Das erfordert Augenmaß, Weitsicht und vor allem einen langen Atem. Das ist manchen, die dieses Amt und seine Inhaber beurteilen, vielleicht nicht immer ganz bewusst.

derStandard.at: Das Gremium ist die oberste politische Vertretung der 23 jüdischen Landesverbände mit 107 Gemeinden und 120.000 Mitgliedern; es vereint orthodoxe, konservative und liberale Juden. Kann man da überhaupt noch mit einer Stimme sprechen?

Charlotte Knobloch: In einer Demokratie wäre es vermessen zu glauben, dass man mit einer Stimme sprechen kann. Nehmen Sie zum Beispiel die politischen Parteien: Kann die ÖVP mit einer Stimme sprechen? Kann die SPÖ mit einer Stimme sprechen? Die Herausforderung des Zentralrats ist, die unterschiedlichsten Strömungen innerhalb des Judentums unter einem Dach zu vereinen und im weitesten Sinne allen gerecht zu werden. Hierzu sind die Bereitschaft aufeinander zuzugehen und die Fähigkeit zum übergeordneten Konsens über alle Partikularinteressen hinweg vonnöten. Im Zentralrat gibt es zwar verschiedene Meinungen über Einzelfragen, aber eine Übereinstimmung in der wesentlichen politischen Ausrichtung - ähnlich einer großen Partei. Der Erfolg der vergangenen Jahre gibt der Institution hier Recht.

derStandard.at: Generalsekretär Stephan Kramer hat Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin in eine Reihe mit Göring, Goebbels und Hitler gestellt - um sich bald darauf demütig zu entschuldigen. Sind das äußere Zeichen innerer Verunsicherung und Hilflosigkeit?

Charlotte Knobloch: Herr Kramer hat seine Aussage öffentlich bedauert und zurückgenommen. Mit innerer Verunsicherung oder gar Hilflosigkeit hat das allerdings nichts zu tun.

derStandard.at: Das Judentum in Deutschland steckt im Generationen- und Mentalitätenwechsel. In Deutschland leben rund 200.000 Juden. Viele von ihnen sind nach dem Ende des Kommunismus aus Osteuropa zugewandert. Gehen ihre Nachkommen unter in der Mehrheit der Zuwanderer aus Osteuropa?

Charlotte Knobloch: Die Zuwanderer sind eine Bereicherung für unsere Gemeinschaft. Ohne sie hätten in den vergangenen Jahren nicht so viele neue Synagogen und Gemeindezentren eröffnet werden können. Daher überwiegen die Chancen die Herausforderungen. Erfolgreich können wir allerdings nur dann sein, wenn sich alle Seiten aktiv einbringen und trotz aller Unterschiede weiter zusammenwachsen. Als Minderheit können wir in diesem Land nur etwas bewegen, wenn wir mit vereinten Kräften in die Zukunft blicken. Das sollte allen bewusst sein - unabhängig vom Alter, der Herkunft und der religiösen Ausrichtung.

derStandard.at: "Juden fühlen sich in Deutschland zunehmend zu Hause", sagte Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats, und verwies als Beispiel auf die Identifikation jüngerer Juden in Deutschland mit der Fußball-Nationalmannschaft. So habe beispielsweise die erste Generation der Juden nach dem Zweiten Weltkrieg immer gehofft, dass die deutsche Mannschaft verliert. Überspitzt formuliert: Könnte man sich da nicht die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Zentralrats stellen, dessen Aufgabe es ist, Juden zu integrieren?

Charlotte Knobloch: Der Zentralrat ist eine Interessensvertretung für die jüdische Gemeinschaft und wird sich den Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft stellen wie der Integration der Zuwanderer, der Verständigung zwischen Juden und Nichtjuden und vielem mehr. Eine positive Entwicklung wie das steigende Zugehörigkeitsgefühl jüdischer Bürger in Deutschland ist doch als Erfolg zu werten und macht keineswegs eine Institution wie den Zentralrat überflüssig. Außerdem gibt es noch vieles, was angegangen werden muss. Leider lassen sich der Rechtsextremismus und der latente Antisemitismus - auch in linken und linksextremen Kreisen - nicht wegdiskutieren. Der Zentralrat sieht sich hier als Frühwarnsystem, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen.

derStandard.at: "Ich gebe zu, wir sind tatsächlich manchmal wie die Gänse auf dem Kapitol. Wir schnattern, wenn wir glauben, dass was los ist. Und manchmal schnattern wir vielleicht einmal zu viel", sagte Korn auch. Besteht hier die Gefahr einer Inflationierung?

Charlotte Knobloch: Dieses Zitat kann aus dem Kontext gerissen missverständen werden. Herr Korn hat in dem Interview die Instrumentalisierung des Zentralrats für unbequeme Moralthemen beklagt und den Wunsch geäußert, dass die Medien auch andere Institutionen bei gesellschaftlich relevanten Themen kontaktieren sollten. Medien fragen in der Regel zunächst beim Zentralrat an, wenn es zum Beispiel um rechtsextreme Straftaten geht. Dabei ist das ein Thema, das doch wirklich alle, die an einem Fortbestand einer freien und demokratischen Gesellschaft interessiert sind, angehen sollte.

derStandard.at: Kramer fordert stärkere Gegenmaßnahmen gegen Antisemitismus? Wo sehen Sie die Gefahr und wie soll dagegen angekämpft werden?

Charlotte Knobloch: Der Zentralrat macht seit langem darauf aufmerksam, dass in Deutschland wie in anderen Ländern ein latenter Antisemitismus auch in der Mitte der Gesellschaft vorhanden ist. Stammtischparolen, Schmähbriefe, die in den Gemeinden eingehen, oder der Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik sind nur die Spitze des Eisbergs. Im Kampf gegen den Antisemitismus ist Aufklärung im Geiste der Demokratie ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. Letztlich ist jeder Einzelne gefordert, tagtäglich dem Antisemitismus im Alltag zu widersprechen und dadurch zu einer toleranteren Welt beizutragen. Das Problem kann nicht auf die Politik und Expertengremien abgeschoben werden. Das ist die Aufgabe eines jeden, der sich eine freie und pluralistische Gesellschaft wünscht. (derStandard.at, 3.12.2009)

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Lécollier Emmanuel
 
08.12.2009 19:51
Klarheit

Vielleicht würde Klarheit und Ehrlichkeit seitens Israel helfen. Das Problem besteht darin, dass die Aussagen der einanderfolgenden israelischen Regierungen mit den vollendeten Tatsachen nicht übereinstimmen. Einerseits wird die Schaffung eines palästinensischen Staates befürwortet, andererseits geht die Besiedlung des Westjordanlands weiter. Das geht nicht. Wenn Israel klar handelte, wäre es einfacher dazu Stellung zu nehmen. Entweder sind die Israelis mit dem Aufbau eines palästinensischen Staates einverstanden und unternehmen das Nötige dazu, oder sie planen die Vertreibung der Palästinenser vor und haben die Pflicht, sie dafür zu entschädigen und ihre Niederlassung in den herumliegenden arabischen Ländern zu finanzieren.

dr. kokos
 
09.12.2009 14:22

die klarheit ist, dass israel seinen (vermeintlich) göttlichen auftrag weiter verfolgt, egal was die welt davon hält. mit den palästinensern und der internationalen gemeinschaft wird nur zum schein verhandelt. wer das ändern wollte, war rabin. wie sein ende war, ist bekannt.

Eberndorfer0
 
09.12.2009 00:53
Entweder sind die Israelis mit dem Aufbau eines palästinensischen Staates einverstanden und unternehmen das Nötige dazu, oder sie planen die Vertreibung der Palästinenser

Die Israelis gehen schon seit Jahrzehnten einen klaren Mittelweg. Wem das nicht gefaellt, der ist selbst schuld.

dr. kokos
 
09.12.2009 14:25

der "klare mittelweg" bedeutet nun schon generationen von palästinensern die kein anderes leben mehr kennen als eines in flüchtlingslagern, auch wenn sie zuvor auf israelischem territorium haus und hof hatten.

wem das nicht gefällt, der ist sicherlich selber schuld, klar.

Eberndorfer0
 
07.12.2009 01:24
Letztlich ist jeder Einzelne gefordert, tagtäglich dem Antisemitismus im Alltag zu widersprechen und dadurch zu einer toleranteren Welt beizutragen.

Um an den Antisemitismus heran zu gehen, muss einmal von beiden Seiten darueber Uebereinstimmung herrschen, was Antisemistmus ist und was nur Angst vor Kritik.
Denn nicht alles, worauf von juedischer Seite mit Keulen geschlagen wird, ist Antisemitismus.
Solange dies nicht geschieht, ist der Antisemitismus nicht aus der Welt zu schaffen, zumindest jener Teil nicht, und der ist der wichtigste, der nur in den Koepfen mancher Menschen existiert.

Eberndorfer0
 
07.12.2009 01:02
Letztlich ist jeder Einzelne gefordert, tagtäglich dem Antisemitismus im Alltag zu widersprechen und dadurch zu einer toleranteren Welt beizutragen.

Stimmt.
Aber man kann nur etwas widersprechen, wovon man ueberzeugt ist. Wenn aber schon diese Feststellung allein fuer antisemitisch gehalten wird, wird Selbstkritik nur von einer Seite verlangt.
Dann stimmt da was nicht.

Hamit_Hatemi
06.12.2009 15:49

"Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik"

Es ist ein Armutszeugnis, wenn man keine Kritik verträgt.

Makronaut
07.12.2009 00:14

und es ist ehrenvoll, gegen a s zu sein.

oder?

trestigres
05.12.2009 16:43
Die Antisemitismus-Keule ist ein eingespieltes Muster, eine Legende nach alle Israelkritik mundtot gemacht werden soll. Dass man keine Israelkritik üben kann, hält keiner Überprüfung stand. "Kritik an Israel sei nicht möglich" - ist inzwischen selbst

zur Keule geworden, mit der unliebsame Kritik an der Kritik an Israel weggewischt werden soll. Der Antizionismus hat den Antisemitismus nach 1948 modernisiert, indem er Elemente des alten, ursprünglichen Judenhasses auf Israel übertragen hat. Die alte Mär vom Juden, der mit seinem kriegerischen Wesen und Tun die ganze Welt ins Verderben stürze bekommt einfach eine Neuformulierung, anstatt Jude / Israel. Und wenn behauptet wird, die Juden seien kein (Staats) Volk und auch nie eines gewesen, dann wiederholt sich die antisemitische Erzählung von der jüdischen Wurzellosigkeit und Künstlichkeit. Die Dinge sind also komplexer - wie so oft. Fazit: Kritik ja, aber nicht transformierter Antisemitismus.

dr. kokos
 
05.12.2009 22:29

wer sagt denn, dass israelkritik nicht möglich ist? sie ist natürlich möglich, im standard braucht es halt öfter mehrere versuche dafür, nur nutzen tut sie nix und einbringen tut sie einem nur die antisemitismuskeule. wie man an frau knobloch sieht sogar präventiv. und das ist die größtmögliche ausformung der keule.

A.B. Artig
 
05.12.2009 15:44
Für diejenigen, die immer noch Probleme damit zu haben scheinen, dass Israelkritik nicht gleich Israelkritik sein kann

Ich kritisiere jetzt SIE persönlich als Mitglied der katholischen Kirche, dass die Orden in Irland Kinder missbraucht und getötet haben.

Was, das stört Sie? Sie haben nix damit zu tun? Sind gar nicht katholisch? Leben gar nicht in Irland?!
Aber Ihr Name klingt so und ausserdem halten diese Katholen eh weltweit zusammen.

Also, nun die erste Frage: Ist die Kritik am Missbrauch in der Irischen Kirche berechtigt?
Ja.
Ist es berechtigt, Sie dafür zu beahnden und zu kritisieren?
Beantwortens sich das bitte selber.

Mario Rutar
08.12.2009 08:56

Verraten Sie mir die Adresse von Ihrem Dealer? Das Zeug muss ja extrem einfahren...

A.B. Artig
 
05.12.2009 17:24

p.s. Falls Sie jetzt allerdings aufschreien, diese Kritik an Ihnen sei nicht gerecht, das solle man sich bitte nochmal überlegen-
dann schwingen Sie jetzt die Keule des absoluten Kritikverbotes an der katholischen Kirche.

Eberndorfer0
 
07.12.2009 15:09
Woher nehmen sie diesen unlogischen Schluss?

Ein "absolutes Kritikverbot an der katholischen Kirche" waere es nur dann, wenn Katholiken, wie aufgescheuchte Huehner(sic), jede solche Kritik als Anti-Katholizismus bezeichnen wuerden.

A.B. Artig
 
07.12.2009 19:46
In dem Moment, indem Sie als Unbeteiligter darauf hinweisen würden, unbeteiligt zu sein, wäre ja diese Ihre Reaktion bereits der Beweis Ihrer Schuld. Nicht verstanden? Ist auch absurd.

Ach ja, die aufgescheuchten Hühner der Katholiken. Wäre mir doch sehr neu, dass Kritik am Vatikan oder an der Kirche herself auch nur einen Moment lang geduldet würde? Sie wissen um anderes?

Eberndorfer0
 
07.12.2009 23:43
In dem Moment, indem Sie als Unbeteiligter darauf hinweisen würden, unbeteiligt zu sein, wäre ja diese Ihre Reaktion bereits der Beweis Ihrer Schuld.

Sie sprechen von daemlichen Antworten daemlicher Foristen in daemlichen Foren. Da haben Sie recht. Ich sprach davon, dass Ihr Beispiel nicht logisch ist.
Die katholische Kirche nimmt erwiesene Anklagen gegen ihre Mitglieder sehr wohl ernst. Sonst waere sie nicht schon um Milliarden Dollar aermer geworden, wogegen Israel in solchen Faellen, als Zufluchtsort, immer reicher wird.

Elisa Orlando
05.12.2009 08:00
listen to great Prof. Shlomo Sand

http://palestinenote.com/cs/media/... /1352.aspx

great historical stuff on Israel and Palestine

A.B. Artig
 
04.12.2009 21:13
Entweder jemand hat soviel Geifer im Gesicht, dass er nicht mehr lesen kann oder einige hier können wirklich nicht lesen...Wunder und Grübel

Interessantes Experiment:

1X deutlich gepostet, dass Kritik an Israel genauso wie an jedem anderen Staat völlig berechtigt und normal ist, das Miteinbeziehen aller Menschen weltweit, die jüdische Nachnamen tragen (ungeachtet des Wohnorts und der Religion) aber nicht.

Daraufhin

5X zensierte Rüpeleien erhalten, die mir vorwerfen, Israelkritik unterbinden zu wollen.

A.B. Artig
 
05.12.2009 10:07

P.s. Es wär echt mal was, wenn zu dieses Argument wenigstens 1(!!) fundierte bzw. Wenigstens irgendeine Antwort käme statt Mehrfachaccountrotgestrichel.

Leute, so zieht Ihr euch ja öffentlich die Hosen selber aus...

exilkaerntner
05.12.2009 09:34
was die these wieder bekräftigt,..

dass es sich bei "isrealkritik" doch nur um plumpen antizionismus handelt, der nur in antisemitismus endet.

frei nach joshka fischer!

A.B. Artig
 
05.12.2009 10:58

Nicht bei jeder Kritik kann man das sagen, aber bei so mancher. Ich kritisiere Israel ebenfalls, und zwar zu Recht, wie ich meine.

exilkaerntner
05.12.2009 17:17
auch wenn ich dazu in diesem forum den advokatus diavoli gespielt habe..

gebe ich ihnen insofern recht, dass kritik grundsätzlich erlaubt sein muss! nur hin und wieder frag ich mich echt ob hier einige ihr hirn einschalten? meist wird nur sehr einseitig- und zum vorteil der palästinenser- argumentiert. obwohl deren leut um keinen deut besser sind.
israel muss sich in einem sehr feindlichen umfeld behaupten. und was wichtiger ist seine bürger-und nicht alle bürger sind juden- schützen.
ich finde es nur meist sehr belustigent wenn leute, die wegen einem kratzer am auto einen kleinkrieg mit ihren nachbarn hier in österreich anfangen ( das ist ja deren einziges problem) , israelis gute ratschläge im umgang mit terroristen geben.

Eberndorfer0
 
07.12.2009 15:17
zum vorteil der palästinenser- argumentiert. obwohl deren leut um keinen deut besser sind.

Es geht bei diesem Problem nicht darum, wer von beiden einen Deut besser oder schlechter ist als der andere (das ist die typische gezielte oder oberflaechliche Kurzsichtigkeit bei diesem Problem!) sondern darum, wer das Voelkerrecht auf seiner Seite hat, dem trotzdem nicht zu seinem Recht verholfen wird und der deshalb schon jahrzehntelang unmenschlich leidet.

Elisa Orlando
04.12.2009 20:03
sehr bezeichnend

3 x gepostet - kein einziges Mal erschienen (dies ist ein weiterer Versuch): http://www.youtube.com/watch?v=-zZhVekDq5Y Vorsicht! Versteckter Antisemitismus

Ernst Guevara
04.12.2009 17:40
was ist "österreichkritik"?

"österreichkritik" im sinne der "israelkritiker" läuft auf folgendes hinaus: angenommen, völlig durchgeknallte tiroler schützen und naziburschenschafter fordern öffentlich die abschaffung der österr. demokratie und stattdessen einen völkisch-rassistischen gottesstaat und verleihen ihrer forderung mit terroristischen aktionen nachdruck. "österreichkritik" bedeutet dann, dass dem staat nicht erlaubt wird, angemessen darauf zu reagieren. die "österreichkritiker" würden das existenzrecht österreichs in frage stellen und dazu aufrufen, mit den nazis verhandlungen aufzunehmen. wenn der staat recht durchsetzt, würden die "österreichkritiker" schreien,dass österreich eine diktatur sei, wo man seine meinung nicht sagen dürfe. ist doch ein alter hut!

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