"Intelligente" Blutkonserven entwickelt

3. Dezember 2009, 10:07
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Gerät zur automatischen Temperatur-Überprüfung von Blutkonserven stellt Unterbrechung der Kühlkette fest

Erlangen - Forscher des Fraunhofer-Instituts haben gemeinsam mit Partnern intelligente Funkknoten zur Überprüfung der Temperatur von Blutkonserven entwickelt. Werden die Konserven bei einer Operation nicht benötigt, können sie nur dann wiederverwendet werden, wenn die Kühlkette eingehalten wurde. Bisher war es jedoch schwierig, dies zu überprüfen. Der entwickelte Funkknoten am Blutbeutel prüft ständig die Temperatur - so lasse sich das kostbare Blut größtenteils weiterverwenden, hieß es in einer Aussendung.

Auch die Sicherheit sollen die Funkknoten erhöhen: Wird bei einer Bluttransfusion versehentlich zur falschen Blutkonserve gegriffen, kann das für den Patienten fatale Folgen haben. Funkknoten an der Blutkonserve und an einem Armband, das der Patient trägt, tauschen Informationen aus. Passt das Spenderblut nicht zu dem des Patienten, ertönt ein Warnsignal. Störungen der medizinischen Geräte im Krankenhaus seien durch die intelligenten Funkknoten laut den Wissenschaftern nicht zu erwarten. 

Die Funkknoten optimieren auch das Gerätemanagement in Krankenhäusern, da Geräte, die mit den Funkknoten versehen werden, automatisch ihre Position melden. Im Januar 2010 wird ein halbjährlicher Testbetrieb in der Universitätsklinik Erlangen gestartet. In etwa zwei Jahren könnte das System Opal-Health einsatzbereit sein. (red)

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    Kann nicht sichergestellt werden, dass Blutkonserven jederzeit gekühlt wurden, verwendet man sie zur Sicherheit des Patienten nicht weiter.

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