Belegschaft kämpft gegen aus für Shell in Wien

2. Dezember 2009, 15:49
2 Postings

Die Gewerkschaft bereitet Aktionen vor, Shell bleibt hart

Wien - Die schrittweise Schließung des Shell-Schmiermittelwerkes in der Wiener Lobau wird von der Belegschaft bekämpft. Es werden bereits "konkrete Aktionen vorbereitet", drohte am Mittwoch die Gewerkschaft. "Besonderer Unmut herrscht darüber, dass es von Seiten des Unternehmens bisher keinerlei Bereitschaft gibt, sich mit den Argumenten des Betriebsrats und der Belegschaft auseinanderzusetzen. Dies bestätigten auch die heute ergebnislos verlaufenen Gespräche mit der Geschäftsführung", hieß es in einer Aussendung.

Das Verhalten des internationalen Mineralölkonzerns widerspreche massiv den eigenen Unternehmensgrundsätzen, "in denen wörtlich davon die Rede ist, die Mitarbeiter in die Planung und Gestaltung der Arbeit einzubinden und Kommunikationskanäle zu schaffen, damit ihre Sorgen und Anliegen gehört werden". Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp haben bereits alle Beschlüsse für die Unterstützung von Kampfmaßnahmen getroffen, warnen der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, und der PRO-GE-Bundessekretär Manfred Anderle.

Shell wiederum betont, dass es keine Alternativen zur Schließung des Werkes gebe. Wie berichtet sollen durch das Zusperren 80 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Shell bleibt hart

Die Schließung sei unumgänglich, betont indes heute noch einmal der Mineralölkonzern. "Im Unternehmen gäbe es bereits seit 26.11. regelmäßig konstruktive Gespräche und man ist dabei selbstverständlich auf Vorschläge des Betriebsrats eingegangen. In dieser schwierigen Phase ist es unser oberstes Ziel den Übergang der Mitarbeiter bestmöglich zu gestalten. Daran wird die Geschäftsleitung gemeinsam mit dem Betriebsrat auch weiter arbeiten, ungeachtet etwaiger Zurufe von außen", so Shell.

Unterstützung für die Shell-Belegschaft kommt unterdessen von den Kollegen des Mitbewerbers OMV. Sie haben heute in einer Aussendung ihre "volle Solidarität" bekundet. "Die Art und Weise, wie das Unternehmen Shell mit den MitarbeiterInnen umgeht, widerspricht einer partnerschaftlichen Unternehmenskultur", hieß es. (APA)

Share if you care.