Wien verabschiedet sich einmal mehr von Wienux und Openoffice

02. Dezember 2009 15:42
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    Wienux

Stadt kauft Microsoft-Office-Lizenzen um rund eine Million Euro

"Wienux" statt Windows, OpenOffice statt Microsoft Office und als Internetbrowser Mozilla Firefox: Seit dem Jahr 2005 experimentiert die Stadt Wien mit Open-Source-Software auf Desktop-Rechnern. Damit sollten Kosten gesenkt und für mehr Unabhängigkeit gesorgt werden. Auf den Servern der Bundeshauptstadt kommt seit Jahren Linux zum Einsatz.

Office für eine Million Euro

Das Desktop-Experiment muss nun einen herben Rückschlag einstecken. Am Mittwoch wurde im zuständigen Gemeinderatssausschuss beschlossen, dass man weiter auf Microsoft Office setzt und "für die nächsten drei Jahre Lizenzen" erwerben werde. Die Kosten dafür liegen bei rund einer Million Euro.

Auf WebStandard-Anfrage betonte Vera Layr, Pressesprecherin der für IT-Magistratsabteilung 14, dass diese Entscheidung notwendig war, da "es für einige Arbeitsbereiche keine Open-Source-Alternative am Markt" gebe. Die Mitarbeiter der Verwaltung können allerdings weiterhin Wienux oder Openoffice nutzen - wenn sie das wollen.

Wienux?

Bereits 2008 wurden drei Viertel der rund 1.000 bisher auf Linux umgestellten Computer wieder mit Microsoft-Lizenzen ausgestattet. Grund dafür war der Einsatz einer Software, die nur mit dem Internet Explorer von Microsoft genutzt werden kann. Seit Ende 2008 ist Wienux, die von der Stadt entwickelte Linux-Version, nicht mehr zum Download erhältlich.

Open Source für Wien

In einer Aussendung betont die regierende SPÖ allerdings, dass man weiterhin "Open-Source-Anwendungen unterstützen" will. Etwa mit dem Förderungsprogramm "Open Source für Wien". Damit sollen für den Desktop notwendige Open-Source-Anwendungen entstehen. Erste Ergebnisse sollen noch 2009 präsentiert werden.  (sum)

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Wienux

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Milli hat es eilig
01.03.2011 07:19
Was, glaube ich, beim Vergleich von OS immer unterlassen wird:

die Unterscheidung nach betroffenen Personen-Gruppen.
Kann ich, darf ich den Benutzern Freiheiten geben? Was „kostet“ das? Habe nur alte Vergleichssituationen von der Uni: Windows war nicht so abzusichern, dass nicht beinahe jeder Österreicher (bei denen ja unter zwölf zufällig anwesenden Exemplaren elf Fußballtrainer, zwölf Börsenkenner, 14 Netzwerkadmins sind und mindestens acht Weltmeister im Verdrängen) binnen der ersten 20 Minuten einer Sitzung vor dem PC den für den nächsten Benutzer unbrauchbar verstellt hatte.
Was ich sagen will: Was soll/muss/darf der Mensch zw. Sessel und Bildschirm ausser Solitärspielen können und tun? Und, falls der Benutzer nicht kann, was er soll, wie hoch sind die HD-Kosten?

Milli hat es eilig
01.03.2011 07:24
…dann kann ich schauen: was kostet es, den normalen Betriebszustand (wieder-) herzustellen

und kann beginnen, mich mit eventuellen Produktivitätsunterschieden zu befassen.

Kluger Hans
01.03.2011 08:24
in klein- und mittelbetrieben

stellt sich vor allem auch die frage: was kostet einrichtung und betrieb (inkl. wartung - im zusammenhang mit den clients und ihren benutzern) einer serverumgebung; wieweit passen „dumme“ anwender zu „klugen“ servern?

nachtflug71
28.02.2011 09:47
auch wenn es die linux-fangemeinde ...

... nicht gerne hört:
die supportkosten fressen den scheinbaren preisvorteil ganz rasch auf. es geht nicht darum ideologisch motivierte entscheidungen zu treffen, sondern wirtschaftliche.
wenn liniux so toll wäre, würden mehr unternehmen (die rechnen müssen) darauf setzen....

Martin Wildam
28.02.2011 18:05
Supportkosten

Support-Kosten sind bei Windows auch enorm. Und bei Linux IMHO nur dann höher, wenn die Leute halt wenig KnowHow haben. Wenn man natürlich mit der bestehenden Crew, die nur Windows kennt, Linux anfängt, wird man halt länger brauchen, Probleme zu lösen - am Anfang zumindest.

kenzo mongi
08.12.2009 19:33
Das ganze ist ein reiner Kostenfaktor

http://futurezone.orf.at/stories/2... 45/?page=2

Strategische Entscheidung

Ohne diese Grundsatzeintscheidung sieht Gillich den Einsatz von Wienux in Wien auf sehr dünnen Beinen, auch wirtschaftlich: "Die Lizenzen für Windows und Office kosten pro Arbeitsrechner 93 Euro - inklusive aller anderen Lizenzen wie SAP belaufen sich die Kosten allerdings auf um die 1.500 Euro, da fallen die 93 Euro nicht mehr ins Gewicht."

Für 93 Euro eine Umstellung eines APL's + die entsprechende Schulung wird sich nicht ganz ausgehen, oder?

STiAT
15.12.2009 17:00

Also es sollten 4.800 Rechner umgestellt werden, rechnet man die 93 Euro Lizenzkosten ist man bereits bei 446.400 Euro.

Und das war nur der "erste" Plan. Bei 32.000 Rechnern wären wir bei knapp 3 Millionen einsparungspotential, wobei man die Updates gratis bekommt, und nicht alle paar Jahre bezahlen muss.

Die Masse macht es aus, und es geht nicht darum, dass nach dem Umstieg auf Linux alles gratis ist, sondern um Geld zu sparen.
Mit dem Geld lässt sich einiges schulen und umstellen.

natoll
07.12.2009 10:39

das hat nix mit linux zu tun. auch nicht wirklich mit ms office. und schon gar nix mit den funktionalitäten.

mit der wischi-waschi-begründung wollten sich wohl wiedermal ein paar einkäufer a bisserl urlaubsgeld verdienen.

Graph Bobby
07.12.2009 14:15
derartige Projekte...

...scheitern selten an der Technik, sondern viel öfter an den Menschen, die sie verwirklichen sollen.

Ich würde vor allem einmal davon ausgehen, dass hier sehr viele Leute involviert sind, die bisher wenig oder nichts mit Linux zu tun hatten, und jetzt plötzlich bei der Administration oder gar Entwicklung helfen sollen.

Diese Leute interessieren sich aber oft auch gar nicht dafür, wie das System funktioniert. Dank guter Allgemeinkenntnisse kriegen sie zwar vieles irgendwie hin - aber eben nur irgendwie und nicht ideal.

Es ist generell schwierig, heutzutage Leute zu finden, die überhaupt etwas anderes als Windows wirklich gut kennen. Für die meisten ist Computer gleichbedeutend mit Windows-PC, anderes interessiert die leider auch nicht.

TRON++
07.12.2009 09:14
Linux pfui pfui pfui

werwolfi
08.12.2009 17:12

geht's noch dümmer?

TRON++
08.12.2009 17:40
Ich versuche auf ihre Niveau Stufe zu kommen

Sie sind echt der Core !!!

werwolfi
08.12.2009 21:00
*sfg*

wer?
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Core

oder was wolltest du uns damit sonst sagen?
softcore-TROLL++ versus hardcore-auskenner?

d'accord!

da core.

;oP

alt-heli .
06.12.2009 16:50
Könnte es da "verdiente" Entscheidungsträger geben?? ;-))

Vaterland blaue Schand!
06.12.2009 16:11
Einfach deppert!

Außeseng tan sa sie net!
Dumpfkörper!
Hau ma halt statt einer Ausbildung die Million ausse!

Vaterland blaue Schand!
06.12.2009 16:08
Arividertschieee Wienux!

Was das überhaupt sollte möchte ich wissen?
Es gibt so viele Linux Varianten und am liebsten habe ich Ubuntu, dass ist wirklich das sicherste System am Markt und fetzt dahin das es eine Freude ist!
Da werde ich sicherlich mit nichts tauschen und arbeite dort eben mit!
http://neues4you.12see.de/ ist kein Zwang aber informiert einmal damit man sich etwas vorstellen kann und auch ausprobieren kann!
Einmal Ubuntu immer Ubuntu, dass versprech ich jeden!

Walter J. Ferstl
06.12.2009 12:22
Gescheitert an einer Applikation für die Kindergärten.

... die es nur für Windows gibt, weil sie den Internet Explorer voraussetzt - angeblich:

Die IT-Firma in Rostock, die die Software erstellt hat, hätte kein Problem, eine entsprechende Version zu entwickeln, die auf Linux läuft. Laut Aussage des Geschäftsführers wurde ein solche aber (von Wien) nicht verlangt, in seinen Worten

"Ich bin völlig technologieneutral, ich habe meinen Kunden auch schon Linux-basierte Systeme angeboten, aber die wollten das nicht haben"
und noch einmal
... Allerdings wurde eine solche Version laut Rossa auch nicht insistierend nachgefragt.

http://futurezone.orf.at/stories/2... 45/?page=2

K. Weber
06.12.2009 15:11

Kann bestenfalls ein Vorwand gewesen sein, denk ich mir jetzt.

auf dem Gletscher liegt Schnee
06.12.2009 12:27

der trick, wie schon mehrmals dargestellt: die bestellung lief unabhängig und möglicherweise *vor* dem bekanntwerden des os beschlusses;
heute dürfte die geschichte von damals keine rolle mehr spileen, mmn.
zum teufel sollen die geschickt werden, die sich immer noch auf ie (6) vesteifen..... nicht zum krampus, der ist eine gute seele.

Martin Wildam
05.12.2009 22:43
Einiges sehr komisch

Wenn ich schon auf alternative Systeme setzen will, dann sollte ich das vielleicht auch bei Auftragsvergaben berücksichtigen.

Ich hätte mir eher an anderer Stelle Probleme erwartet, zB bei Softwareteilen wie einer Buchhaltungssoftware etc. - Aber Office? - Ich habe schon lange vor meinem Umstieg auf Linux nur mehr Open Office verwendet...

werwolfi
05.12.2009 18:50
Wien muss Wine werden! ;o))

werwolfi
05.12.2009 04:25
p.e.i.n.l.i.c.h.

schlicht unfähig - die art und weise wie Wienux vorangetrieben wurde ("freiwillige installation", uralte codebasis etc.), war zum scheitern verurteilt.
dass eine einzige kindergartenanwendung (im wortsinne!) für den IE ausgereicht hat, ein solches projekt endgültig abzuschießen, sagt so ziemlich alles.

eine große chance vertan.
dass es anders ginge, beweisen allen voran die Münchner.

aber wurscht, der steuerzahler drückt die kohle schon ab, er kann es sich ja schließlich nicht aussuchen...

TRON++
08.12.2009 17:33
jaja wiedermal der Egozentriker

Alle sind unfähig.

werwolfi
08.12.2009 19:25

nein, alle nicht, aber es fallen mir schon ein paar ein... ;oP

»Pythagoras«
05.12.2009 00:44
lizenzen für 3 jahre?

so recht langfristig scheint man sich da wohl nicht festgelegt zu haben. es könnte sein, dass da eine andere strategie dahintersteckt und ich fürchte, dass man die stadt münchen nebenbei ihr spezial-stadtverwaltungs-linux fertigentwickeln lässt, damit sich wien zeit und arbeit an einer eigenen implementierung spart.

wenn dem so sein sollte, sollte sich wien zumindest finanziell an limux beteiligen, statt den münchner_innen auf der tasche zu liegen. ;)

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