Google schränkt Zugriff auf kostenpflichtige Artikel ein

2. Dezember 2009, 12:32
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Verlage sollen entscheiden, ob News gefunden werden - Zugang kann auf fünf Artikel beschränkt werden

Die Drohung von Medienmogul Rupert Murdoch, das Wall Street Journal und andere Verlagsprodukte vollkommen aus Google und anderen Suchmaschinen auszusperren, hat Google offenbar dazu veranlasst einen andere Kurs im Umgang mit Verlagen einzuschlagen. Der Suchmaschinenprimus hat als Reaktion auf Murdochs Pläne bereits wissen lassen, dass Verlage ihre kostenpflichtigen Inhalte jederzeit gerne aussortieren lassen können. Nun hat Senior Business Product Manager Josh Cohen in einem Blog-Eintrag weitere Möglichkeiten für Verlage angesprochen.

Maximal fünf Artikel pro Tag

Verlage müssten ihre kostenpflichtigen Inhalte nicht vollkommen aus Google aussperren. Das Unternehmen arbeite dafür mit Medien zusammen, damit auch Abo-Inhalte gefunden werden. Mit dem First Click Free-Programm kann Google auch Artikel finden, die sich hinter kostenpflichtigen Zugängen befinden. Damit gelangen User beim ersten Klick auf einen Bezahl-Artikel zum vollen Inhalt, beim Aufruf weiterer Artikel derselben Seite landen die Nutzer auf der Registrierungsseite. Suchen Nutzer weitere Artikel jedoch wieder direkt über Google konnte sie sie bisher ebenfalls kostenlos lesen. Das hat Google nun geändert, sodass pro Tag maximal fünf kostenpflichtige Artikel über Google Suche oder News in vollem Umfang aufgerufen werden können. Voraussetzung ist, dass die Verlage an dem Programm teilnehmen.

Inhalte Kennzeichnen

Zudem will Google kostenpflichtige Artikel in seiner Google News-Ergebnisliste kennzeichnen. Überschrift und Titel sollen normal angezeigt werden. Auch das Ranking soll dadurch nicht beeinflusst werden. Cohen betont, dass es in jedem Fall wichtig sei, dass die Inhalte überhaupt gefunden werden, egal ob kostenpflichtig oder gratis. Mit diesen und weiteren Möglichkeiten will das Unternehmen Verlagen nun aber stärker entgegenkommen. Sich der Suchmaschine vollkommen zu verweigern und stattdessen einen exklusiven Deal mit Microsofts Suche Bing auszuhandeln, wie Murdoch offenbar vorhat, dürfte jedenfalls die schlechteste aller Optionen sein, meinen Kritiker. (br)

 

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    Google bietet Verlagen mehr Möglichkeiten für kostenpflichtigen Inhalte an

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