Fruchtbare Pandaweibchen setzen auf "sexy Stimme"

2. Dezember 2009, 12:32
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Tiefere Stimmlage und ein deutliches Vibrato bringen Männchen in Wallung

London - Die recht territorial veranlagten Weibchen des Großen Panda machen sich in ihren Revieren sowohl durch Duftmarken als auch durch zirpende Rufe bemerkbar. Dass ihre Stimmlage sich mit dem Fruchtbarkeitszyklus ändert, fand nun ein US-Forscher heraus: Werden die Weibchen bereit zur Empfängnis, so ändern sich ihre Laute in charakteristischer Weise, wie in den "Proceedings" der britischen Royal Society berichtet wird.

Ein Team um Benjamin Charlton vom Zoo in Atlanta hatte im chinesischen Panda-Forschungszentrum Wolong die Laute von 14 Pandaweibchen aufgenommen und mit deren Hormonspiegel verglichen. Ergebnis: Bei empfängnisbereiten Weibchen war das typische Zirpen länger, etwas tiefer und enthielt weniger Obertöne, dafür aber ein deutlich stärkeres Vibrato. Spielten die Forscher die aufgenommenen Laute Männchen vor, so wurden diese immer dann unruhig und bewegten sich mehr, sobald sie das Zirpen von Weibchen im empfängnisbereiten Punkt ihres Zyklus hörten.

Bei vielen Tieren und gerade bei solchen, die wie Pandas meist als Einzelgänger leben, ist es wichtig, den kurzen Zeitpunkt für Sex zu finden, der zu einer Befruchtung führen kann - erst recht bei einer Spezies, die nicht für ihre Vermehrungsfreudigkeit bekannt ist. Geruch ist ein gut dokumentiertes Signal für den Zustand des Weibchens. In dieser Studie konnten die Forscher allerdings erstmals bei einem Säugetier außer dem Menschen nachweisen, dass auch die Stimme unverwechselbare Zeichen gibt. Denn Frauen sprechen an ihren fruchtbaren Tagen mit einer höheren Stimme als sonst, hatten unter anderem Forscher an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) 2008 herausgefunden. (APA/red)

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    "Ready when U R!"

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