Theron-Scherz schockt FIFA

2. Dezember 2009, 11:39
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Bei Auslosungs-Probe in Kapstadt nannte die Schauspielerin Irland statt Frankreich - Am Freitag werden die Gruppen ausgelost - Frankreich in Topf vier und nicht gesetzt

Kapstadt - Hollywood-Star Charlize Theron hat den Weltfußballverband FIFA am Mittwoch mit einem spontanen Scherz gehörig aus der Fassung gebracht. Als die gebürtige Südafrikanerin bei einer Probe für die WM-Gruppenauslosung die letzte Kugel aus der Schüssel holte, nannte die 34-Jährige zum Entsetzen der FIFA-Verantwortlichen nicht den Namen des noch fehlenden WM-Teilnehmers Frankreich, sondern den des in der Relegation unterlegenen "Irland".

"Ja, das stimmt, aber es war nur ein Scherz", bestätigte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke am Mittwoch in Kapstadt. Frankreich hatte sich in den Entscheidungsspielen gegen Irland durchgesetzt, nachdem Thierry Henry mit einem Handspiel das entscheidende 1:1 in der Verlängerung vorbereitet hatte. Irland hatte daraufhin die FIFA gebeten, wegen der umstrittenen Entscheidung als 33. Land an der WM teilnehmen zu dürfen, was jedoch abgelehnt wurde.

Frankreich in Gruppe vier

Die französische Nationalmannschaft wird bei der Gruppenauslosung  nicht gesetzt. Der Weltmeister von 1998 und Finalist von 2006 wird somit wie Portugal gegen eines der acht gesetzten Teams gelost werden. Diese sind nach Mitteilung des Organisationskomitees des Weltverbandes (FIFA) vom Mittwoch Gastgeber Südafrika sowie Brasilien, Italien, Spanien, Deutschland, Argentinien, England und die Niederlande.

Die acht Vierer-WM-Gruppen werden am Freitag (18.00 Uhr) in Kapstadt ausgelost. Nur Lostopf 1 wurde vom Organisationskomitee nach sportlichen Verdiensten eingeteilt. Einzige Grundlage war dabei der Stand der FIFA-Weltrangliste im Oktober 2009. Wäre das Ranking vom November herangezogen worden, wären Frankreich und Portugal gesetzt gewesen. Früher hatte auch das Abschneiden bei vergangenen WM-Turnieren als Kriterium für die Topf-Einteilung gegolten. FIFA-Chef Joseph Blatter merkte an, dass dies keine "Retourkutsche" an Frankreich wegen der Hand-Vorlage von Thierry Henry zum entscheidenden Play-off-Tor gegen Irland sei. Der Grund für die Heranziehung des Oktober-Rankings war, weil im November nicht mehr alle in Frage kommenden Teams in der WM-Qualifikation im Einsatz waren.

Jedenfalls erhielten nun die besten fünf Europa-Teams und zwei aus Südamerika den Zuschlag. Gastgeber Südafrika wurde als Kopf A1 gesetzt und bestreitet am 11. Juni in Johannesburg das Eröffnungsspiel. Die anderen drei Töpfe wurden nach regionalen Aspekten gebildet. In Topf 2 befinden sich die Mannschaften aus Asien (Australien, Japan, Nordkorea und Südkorea), der Ozeanien-Vertreter (Neuseeland) und die drei Teams aus Nord- und Mittelamerika (Honduras, Mexiko, USA). In Topf 3 sind die fünf Afrika-Vertreter (Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria) und die restlichen Südamerika-Teams (Chile, Paraguay, Uruguay). Topf 4 wird von den Europäern gebildet (Dänemark, Frankreich, Griechenland, Portugal, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien). (APA/AFP/Reuters)

Lostöpfe für die Gruppenauslosung der Fußball-WM 2010 in Südafrika am Freitag (18.00) in Kapstadt:

Topf 1: Südafrika, Brasilien, Spanien, Italien, Deutschland, Argentinien, England, Niederlande

Topf 2: Japan, Südkorea, Nordkorea, Australien, Neuseeland, USA, Mexiko, Honduras

Topf 3: Nigeria, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Algerien, Paraguay, Chile, Uruguay

Topf 4: Frankreich, Portugal, Dänemark, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Griechenland, Serbien

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    Charlize Theron "verpatzte" eine Probe für die Gruppenauslosung. Gespannt darf man sein, ob sich dieses bewusste "Hoppala" auch am Freitag wiederholen wird.

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