Türkei

Minister: Muslime werden Geld aus der Schweiz abziehen

2. Dezember 2009, 12:42

Nach Minarett-Votum wirbt Egemen Bagis für Vermögenstransfer in die Türkei

Istanbul - Nach dem Minarett-Votum in der Schweiz hat der türkische Europaminister die Meinung geäußert, wohlhabende Muslime in aller Welt würden wohl ihre Vermögen aus der Alpenrepublik abziehen und in der Türkei anlegen. Schließlich habe der türkische Bankensektor der jüngsten Finanzkrise unbeschadet widerstanden, sagte Minister Egemen Bagis laut dem Massenblatt "Hürriyet". Zugleich rief Bagis die Schweizer auf, die "fehlerhafte Entscheidung" des Referendums vom vergangenen Sonntag zu korrigieren.

Erdogan: Wachsende Islamophobie

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Schweizer Entscheidung am Dienstag als Zeichen einer wachsenden Islamophobie in Europa gewertet. Auch die Opposition in Ankara kritisierte den Ausgang des Referendums. Das Ergebnis zeige, dass westliche Werte lediglich im Rahmen des Christentums verstanden würden, sagte der Chef der nationalistischen Partei MHP, Devlet Bacheli. Der Vorsitzende der linksnationalen CHP, Deniz Baykal, forderte, die Türkei müsse Europa mit Fragen nach dem europäischen Druck auf den Islam konfrontierten. (red/APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 81
1 2 3
Cet
00
7.12.2009, 16:00
Schweizer Uhr verkauft, Grand Seiko gekauft

Jeder, der sich mit Uhren auskennt, wird wissen, dass selbst die besten Schweizer Uhren es nicht mit den besten Japanischen Uhren aufnehmen koennen, siehe diesen fundierten Test:
http://www.pmwf.com/Watches/R... mpared.htm

IsI
 
11
5.12.2009, 21:29
ich habe vor 4 wochen ....

bei der schweizer firma mettler toledo eine juwelier feinwaage bestellt ! diesen kauf in höhe von 600 euro bereue ich heute ! warum soll ich als moslem einem land meine geld in den rachen werfen und waren und dienstleistungen kaufen, wenn bürger dieses landes mir und meiner konfession haSS entgegenbringen !!!

P11
10
7.12.2009, 18:54

Wieso brauchen sie zum beten ein Minarett ?
Wo schieben sie sich das hin ?

feurio
 
00
10.12.2009, 11:08
die sinnentfremdeten zensur der standard.at wird schon langsam fad

naja mein lieber, standard zensurierte leider gottes meine antwort

ich fragte mich auch, wieso dieses oder jenes gemacht wird.

ich fragte auch, ob demnächst in der türkei das khalifat ausgerufen wird. aber auch das wurde zensuriert, dabei war meine frage gerechtfertigt. ich meine der minister sagt "muslime werden geld aus der schweiz ziehen" und nicht etwa, "muslime sollten das geld aus der schweiz ziehen".

ich bin ein moslem und hätte ich das geld in der schweiz würde ich es sicher nicht zurückziehen. ich lass mir sicher nicht von einem türkischen minister sagen, was ich zu tun habe oder nicht. die sollten vor der eigenen türe kehren (stichwort: unterdrückung der kurden seit 1923)

auch das wurde zensuriert

4green2
01
5.12.2009, 20:39

ich schlage vor das die kirchen die kaum noch besucht werden, und das sind ziehmlich viele, ihre gebetsräume für die moslime zumindens freitags und an anderen feiertagen unter einer kleinen spende zu verfügung stellen. somit hätten wir das problem gelöst mit den minaretten. freitags gebete werden dann mit der kirchenglocke ausgerufen. ebend ein teppisch ausgerollt und schon können die katholiken mit stolzer brust behaupten das man endlich wieder gläubige beherbergen darf.

mnemonick
01
2.12.2009, 20:26
Steilvorlage

Wenn die Schweizer mit ihrer Abstimmung eine Steilvorlage bieten, so darf man sich nicht wundern, dass ein Politiker wie Erdogan sein nutzen daraus zieht. Blendet man einfach mal seine Herkunft aus, so erkennt man durchaus das Bild eines konservativen Politkers, der auch aus Kärnten stammen könnte. Sie schlagen einfach Kapital aus Vorurteilen. Das Stammtisch-Wahlvolk folgt willig. Erdogan schwingt sich zum Sprecher der muslimischen Welt auf. Ob es dem Westen gefällt oder nicht, stärkt er damit seine Machtbasis und wird so zu einem strategischen Player. Die Aufforderung muslimisches Geld aus der Schweiz abzuziehen, muss man daher mehr rhetorisch als ernst nehmen.

Sven Doleschal
10
2.12.2009, 18:27
Ach ja!

Da wird sich die Schweiz aber fürchten!

OfficerX
12
2.12.2009, 17:44
Der Schweiz drohen -

das sieht ihm ähnlich, dem Mustereuropäer.
Herr Erdogan - lassen Sie Ihre Bajonette in den Kasernen und besuchen Sie ein Seminar zur Konfliktbewältigung in Verbindung mit einer Anti-Aggressions-Therapie.

wireman
00
4.12.2009, 10:33

:=))

Robert Blum
 
02
2.12.2009, 17:23
das schau ich mir an ...

... auch wenn jetzt mancher muslim meint, er müsse gegen die schweiz stimmung machen ... beim geld hört sich der religiöse fanatismus sehr schnell auf.

NONE
00
2.12.2009, 17:21

Ich hätte nicht gedacht das es positive Auswirkungen geben wird aber es scheint so als ob sich die Türkei aus der EU zurückzieht, und ich muss ehrlich sagen das ich das als nicht negativ empfinde.

gays-come-first
03
2.12.2009, 16:42

die türkei droht der schweiz??? lächerlich, glaubt der typ wirklich noch, dass in der heutigen zeit einzelne geldstücke den reichtum eines landes ausmachen? ich glaube niemand hat auch nur eine geringe ahnung davon, wo wieviel schweizer einfluss steckt.
denke lediglich der vatikanstaat kann da ernsthaft mithalten. hehe vielleicht gibts deswegen immer noch die schweizer garde dort.

an kog
01
2.12.2009, 16:38
die Meinung geäußert



Wohl eher die Hoffnung geäußert...

Kubilay Aslan
00
2.12.2009, 16:27
Geschäftstüchtig wie eh und je.

Aus Türkischer Akp sicht konnte es gar nicht schöner kommen als das was sich in der Schweiz abgespielt hat.

Er kann endlich mal zurückschlagen und einige Europäer über Europäische Werte aufklären. Und die meisten irren wenn sie glauben dass dies keine Wirkung entfallten wird. Es wird eine starke Abwertung der Wertigkeit europäischer Kritik auf Internationaler Ebene geben.
Gleichzeitig versucht er die Scheichs dazu zu bewegen ihre Gelder als Vergeltung in türkische Banken anzulegen.
Das wird Erdogan sicher werbewirksam in den VAE verbreiten lassen. Ein leichter Druck vom Volk gegen die Scheichs hilft ja bekanntlich immer.
Ob es wirkt keine Ahnung. Der versuch kostet ja nichts.
Ob Erdogan sich irgendwann bei den Schweizern bedanken wird?

tartaros
01
2.12.2009, 16:14
...sagte jemand aus einem land, indem 150% muslime leben

Al Winter
01
2.12.2009, 16:08
Moscheen dürfen weiterhin gebaut werden

Um ein krasses Missverständins auszuräumen: in der Schweiz dürfen weiterhin Moscheen gebaut werden und die Religionsfreiheit ist per Verfassung garantiert. Nur die kleinen Türmchen, auch als Minarette bekannt, sind verboten worden, weil die nur von politischen Hardcore-Islamisten gefordert wurden. Was ist daran so skandalös?

IsI
 
11
5.12.2009, 21:25
die gebäude ........

ohne minarette sind keine moscheen! kirchen ohne turm sind auch keine kirchen ! ich habe eine bitte als moslem an solche "WAS IST DARAN SO ANRÜCHIG" typen ! entweder wird erlaubt eine moschee zu bauen so wie eine moschee auch sein sollte ! oder sie verbieten es komplett ! aber eine "PRIVILIGIERTE MOSCHEE" gibt es nicht !

01052004
18
2.12.2009, 15:21
netter versuch...

in ein paar hundert jahren ist die türkei vielleicht soweit...es sei denn die fundamentalisten kommen langsfristig ans ruder...

aber als witz echt gut!!!

jaein
 
121
2.12.2009, 15:00
berechtigter Angst or Islam(isierung)?

nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den westlichen EU-Staaten (Betonung auf 'westlich', um von östlichen EU-Staaten zu differenzieren) herrscht ein pauschales "Gegen den Islam".
Die islamfeindlichen Politiker schüren Angst unter der Bevölkerung durch schockierende Werbeplakate und/oder durch unwahre Behauptungen, wie "in x Jahren haben die Islamisten in unserer Heimat ..." Unter solchen Bedingungen stattfindende Volksbefragungen können nicht von demokratischer Natur sein.

Die Bedrohung geht allein von rechtspopulistischen Politikern aus!!! Das Volk kann, soll, muss diesen Politiker Einhalt gebieten.

Chien de Pique
00
2.12.2009, 19:40
Es ist wohl eher umgekehrt, Politiker greifen, zum Teil zögerlich, zum Teil eifrig (Populisten vor allem) bestehende Ängste und wachsendes Unbehagen der Bevölkerung auf,

um daraus Kapital zu schlagen (sicher oft auch aus echter, eigener Überzeugung).
Es ist nicht so, dass da die böse Politik das arme Volk verführt, schon gar nicht ein demokratiegeübtes und selbstbewusstes wie die Schweizer, sondern eher umgekehrt.

Ausagen über die Zukunft sind immer spekulativ und nur mehr oder minder riskant oder unwahrscheinlich, ob sie sich als zumindest zum Teil wahr oder vollends falsch erwiesen haben, weiß man, wenn die x Jahre um sind. Häufig kommt es ja anders, als man denkt.
Ich hätte es vor 25 Jahren für völlig ausgeschlossen gehalten, dass in Westeuropa ernsthaft - und gerade in England, einer Wiege der modernen Demokratie, schon erfolgreich - die Einführung der Scharia betrieben würde.

NONE
01
2.12.2009, 17:22

Blödsinn. Das geht übergreifend, das kann man nicht in "links vs rechts" festmachen.

33O1
02
2.12.2009, 16:42

ganz grosser irrtum

die zweifel an der demokratiefähigkeit des islam gehen weit in linke kreise hinein .
erst so weit links , dass es rechts schon wieder überschwappt , wird kritik unmöglich .

hamstertier
32
2.12.2009, 14:41
hahaha, ja klar,

viel spaß beim anlegen des geldes in der türkei....
jeder der wirklich reich ist, und die absicht hat, das auch zu bleiben, wird dem ruf gaaaanz sicher folgen.

IsI
 
00
5.12.2009, 21:32
wieso denn nicht !

die türkei strotzt nur vor bonität in der derzeitigen krise ! gerade hat die fitsch die BONI um ZWEI !!!! punkte erhöht auf BB+ !!!
ERST BILDEN DANN POSTEN !!!

BELEG :

http://kurse.focus.de/news/Fitc... 46398.html

hamstertier
00
11.12.2009, 21:14
an isi, zu ihrem unveröffentl. post an mich:

mit "gehen" meinte ich natürlich nicht wirklich, dass man sich physisch irgendwo hinbewegt, sondern ich meinte damit, dass sie ihr geld in der türkei anlegen sollen, wenn es ihr brennender wunsch ist, ich lasse meines in der schweiz liegen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 81
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.