Neue Rollenbilder braucht die Leinwand

1. Dezember 2009, 21:09
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Dass Cornelia Heine (32), die Siegerin des BMWF-Drehbuchpreises 2009, aus der Forschung kommt, konkret aus den Neurowissenschaften, ist natürlich kein Zufall. Der Preis (8300 Euro) wurde ja vom Wissenschaftsministerium ausgeschrieben, um ein neues Rollenbild der Wissenschafterin im Film zu entwickeln, abseits von Klischees. Wer wüsste besser, wie die Realität aussieht, als eine Praktikerin. Heines Treatment handelt von einer Molekularbiologin, die das Speichermedium der Zukunft sucht.

Keine naturwissenschaftliche Karriere hatten die beiden Sieger des Sonderpreises "Technikerin im Film" (6000 Euro, gestiftet vom Infrastrukturministerium): Die Linzerin Ulrike Schweiger und Nikolai Kanow erzählen die Geschichte von Vera Lucanova, einer Pionierin der russischen Fernsehforschung. Eine Geschichte, die in Leningrad 1937 beginnt und zeigt, wie Wissenschaft zum Spielball der Politik werden konnte. (red//DER STANDARD, Printausgabe, 2.12.2009)

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