Selbstmordattentäter reißt Politiker in den Tod

1. Dezember 2009, 17:46
1 Posting

USA bieten Pakistan eine "erweiterte strategische Partnerschaft" mit stärkeren militärischen und wirtschaftlichen Hilfen an

Islamabad - Ein Selbstmordattentäter hat am Dienstag einen pakistanischen Abgeordneten mit in den Tod gerissen. Der Täter habe sich im Haus des Politikers während eines Empfangs in die Luft gesprengt, berichtete die Polizei. Die Attacke wurde im Swat-Tal verübt, in das die Streitkräfte vor zwei Monaten in einer Großoffensive eingedrungen sind, um die Aufständischen niederzuschlagen. Shamsher Ali war Mitglied der Awami-National-Partei, die Teil der Regierungskoalition in der nordwestlichen Grenzprovinz ist. Die Gegend ist eine Hochburg der Taliban.

Die USA bieten Pakistan eine "erweiterte strategische Partnerschaft" mit stärkeren militärischen und wirtschaftlichen Hilfen an. Ein entsprechendes Angebot habe der Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, James Jones, kürzlich dem pakistanischen Staatspräsidenten Asif Ali Zardari unterbreitet, berichtete die Washington Post am Montag. Dabei gehe es auch um mehr Zusammenarbeit bei der Bekämpfung islamistischer Extremisten. Die US-Strategen gingen davon aus, dass der Kampf gegen die Taliban in Afghanistan "ohne Pakistan nicht gewonnen werden kann" , schreibt das Blatt.

Für den Wiederaufstieg der Taliban in Afghanistan machen die USA zum Teil die Unfähigkeit der Führung in Islamabad verantwortlich, deren mächtiger Geheimdienst ISI von Islamisten unterwandert ist. Unter dem früheren Diktator Pervez Musharraf hatte Pakistan von den USA seit 2001 Zuwendungen von weit mehr als zehn Milliarden Dollar erhalten, um den Terrorismus von Al-Kaida und Taliban zu bekämpfen. (Reuters, dpa, AP, DER STANDARD, Printausgabe, 2.12.2009)

 

 

Share if you care.