Aus für Edelmode aus dem Hause Lacroix

1. Dezember 2009, 16:17
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Das Pariser Handelsgericht billigte einen Sanierungsplan, der das Aus für den Haute-Couture- und Pret-a-Porter-Bereich bedeutet

Paris - Mit Luxusmode aus dem französischen Haus Christian Lacroix ist es nun endgültig vorbei: Das Pariser Handelsgericht billigte am Dienstag einen Sanierungsplan für das zahlungsunfähige Unternehmen, der das Aus für den Haute-Couture- und Pret-a-Porter-Bereich bedeutet. Von bisher rund einhundert Stellen soll nur ein knappes Dutzend übrigbleiben. Diese Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass die Einnahmen aus Lizenzverträgen für Accessoires und Parfüms unter dem Namen Christian Lacroix weiterfließen. Mit dem Geld sollen die Gläubiger der Firma bezahlt werden.

Christian Lacroix hatte schon bei den Pariser Modeschauen im Oktober gefehlt. Ohne die Marke bleiben nur noch vier französische Edelschneider übrig, die offiziell zur "Haute Couture" zählen und auch im Ausland einen Namen haben: Chanel, Christian Dior, Givenchy und Jean Paul Gaultier.

Lacroix selbst wird aber nicht arbeitslos. Der Unternehmensgründer, der seinen Namen vor Jahren an das frühere Mutterhaus LVMH verkauft hatte, arbeitet längst unter anderem Namen. Er entwirft unter anderem die Einrichtung für Hotels.

Das nach ihm benannte Modehaus hatte sich im Juni für zahlungsunfähig erklärt, nachdem es im vergangenen Jahr einen Verlust von zehn Mio. Euro gemacht hatte. Neben einem Ölscheich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte auch die Unternehmensberatung Bernard Krief Consulting (BKC) ein Kaufangebot vorgelegt; sie brachten aber nicht die nötigen finanziellen Garantien bei.

Das Unternehmen gehört seit 2005 der US-Gruppe Falic. Der derzeitige Lacroix-Firmenchef, Nicolas Topiol, zeigte sich nach dem Urteil des Handelsgerichts "erleichtert": Möglicherweise werde aus dem Angebot von Scheich Hassan bin Ali el Naimi doch noch etwas, sagte er. (APA)

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