"Schlechtester Sex in der Literatur" gekürt

1. Dezember 2009, 16:12
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"Literary Review" vergibt die "Auszeichnung" an Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten"

London - Der französisch-amerikanische Schriftsteller Jonathan Littell hat für seinen Roman "Les Bienveillantes" (deutscher Titel: "Die Wohlgesinnten"), der 2006 den Prix Goncourt erhielt, eine weitere literarische Auszeichnung gewonnen: Die fiktive Beichte eines SS-Manns erhielt am Dienstag den Preis für "den schlechtesten Sex in der Literatur" des Londoner Magazins "Literary Review"; der Roman war heuer unter dem Titel "The Kindly Ones" auch auf Englisch erschinen.

Zwar bescheinigten die Juroren des Literaturmagazins Littells Roman, in Teilen "das Werk eines Genies" zu sein. Doch seine Sex-Szenen, in denen Gefühle unter anderem mit dem Auslöffeln von Eis verglichen werden, bezeichneten sie als ziemlich misslungen.

Immerhin befand sich Littell in illustrer Gesellschaft. Im Rennen um die goldene Himbeere der Literatur schlug er namhafte Autoren wie Philip Roth und Paul Theroux sowie Rockstar Nick Cave aus dem Feld. Littells Agent nahm stellvertretend für den Schriftsteller die Auszeichnung entgegen. (APA/red)

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    Jonathan Littell

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