Oberösterreichische Petition gegen Absagen

1. Dezember 2009, 16:00
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An Schmied übergeben

Linz - Eine Abordnung oberösterreichischer Bezirksschulinspektoren und 55 Vertreter von Hauptschulen wollen die Ablehnung der eingereichten Schulversuche zur Neuen Mittelschule (NMS) nicht akzeptieren. Sie überreichten Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) anlässlich ihres Oberösterreich-Aufenthaltes eine Petition, in der man ihr "eine willkürliche Verteilung der Standorte im Bundesgebiet" vorwirft. Das gab der oberösterreichische Landesschulrats-Präsident, Fritz Enzenhofer, in einer Presseaussendung am Dienstag bekannt.

55 Schulen mit 128 Klassen wollten das "Schulmodell OÖ" verwirklichen, nur 66 Klassen wurde es genehmigt. Das Land soll nun entscheiden, welche Schulen zum Zug kommen. Die Schulen seien sehr verunsichert und in eine unerträgliche Situation gebracht worden, heißt es in der Petition. Weiters wird die Aufnahme von Gesprächen und das Suchen einer Lösung gefordert. Außerdem müsse eine transparente Kommunikation in allen Bundesländern herrschen, so die Verfasser der Petition.

Derzeit ist im Gesetz eine Zehn-Prozent-Klausel verankert, die vorsieht, dass bundesweit maximal zehn Prozent der Pflichtschulen in NMS umgewandelt werden dürfen. Schmied will diese auf 20 Prozent anheben, die ÖVP hingegen erst nach einer Evaluierung zustimmen. Schmied würde in der Causa auf den Finanzminister verweisen, sie habe die Petition zwar angenommen, aber gebeten, diese doch auch Josef Pröll zukommen zu lassen, so der Sprecher des Landesschulrates. (APA)

 

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