Kostenreduktion - aber nicht um jeden Preis

Maria Kapeller, 8. Dezember 2009, 16:54
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    foto: pixelio.de/s. hofschläger

    Beim Delegieren von Aufgaben im Personalmanagement an externe Dienstleister sollte man nicht nur die Kostenreduzierung im Auge haben. Ein möglicher Verlust von Qualität, Wissen oder Kontrolle sollte bei den Entscheidungen berücksichtigt werden.

HR-Outsourcing wird gerne genutzt, um Geld einzusparen - Wichtig ist aber auch, auf die Qualität zu achten - Wissen und Kontrolle dürfen nicht verloren gehen

Die Reduzierung der Kosten steht beim Outsourcing häufig im Vordergrund. So auch bei der Ausgliederung von Arbeitsprozessen im Bereich Human Resources (HR), also im Personalmanagement. In der Studie "Business Process Outsourcing Human Resources in Österreich" (2008) der effect Personalmanagement GmbH und der FHWien-Studiengänge der WKW nennen über 26 Prozent der 120 befragten Unternehmen die Kostensenkung als Hauptziel von HR-Outsourcing.

Neben der Reduzierung der Kosten gibt es weitere Gründe für Outsourcing im HR-Bereich. Laut der oben genannten Studie ist es heimischen Unternehmen vor allem wichtig, externes Know-How zu nutzen (24,2 Prozent), sich durch die Auslagerung bestimmter Prozesse besser auf das Kerngeschäft fokussieren zu können (19,2 Prozent), die Qualität zu verbessern (12,8 Prozent) oder Arbeitsvorgänge zu beschleunigen (7,8 Prozent).

Verlässliche Partner

"Den Unternehmen ist es laut einer von uns durchgeführten Befragung vor allem wichtig, verlässliche Partner zu finden", erklärt Wolfgang Elsik, Vorstand des Instituts für Personalmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien. Viele Personalleiter seien skeptisch, ob die Auslagerung von Aufgaben im Personalmanagement die gewünschte Qualität erreichen könne.

Elsik: "Es gibt eine goldene Regel die besagt: Nur Dinge, die nicht betriebsspezifisch sind, sollten ausgelagert werden." Ein Beispiel: Dem Auslagern der normalen Lohnverrechnung stünde nichts entgegen. Wenn es sich aber um einen Betrieb mit speziellen Bedinungen - zum Beispiel mehrere unterschiedliche Kollektivverträge - handle, dann sei eine Auslagerung nicht ratsam.

Der Studie zufolge lagern heimische Unternehmen derzeit vor allem das Seminarmanagement (10,5 Prozent), die Lohn- und Gehaltsabrechnung (8,2 Prozent) sowie das Bewerbermanagement (4 Prozent) aus.

Auch die Qualität berücksichtigen

Dass es wichtig ist, beim Outsourcen nicht nur auf die Kosten zu achten, erklärt auch Beate Huber, Leiterin des Instituts für Personal- und Wissensmanagement der FH Wien-Studiengänge der WKW: "Man sollte im Auge behalten, dass die Kostenfrage allein nicht entscheiden darf, sondern immer auch die Qualität mit berücksichtigt wird." Man müsse sich ansehen, welche Prozesse ohne Qualitätsverlust ausgelagert werden könnten, sodass die internen Mitarbeiter in der HR-Abteilung dann mehr Zeit für die Arbeit mit den Menschen, etwa in der Personalentwicklung, hätten. "Man sollte auch keine Prozesse oder Aufgaben outsourcen, die zu einem erheblichen Wissensverlust betragen", sagt Huber, "etwa jene Prozesse, in denen man Informationen über die Kompetenzen einzelner Mitarbeiter sammelt."

Verlust von Qualität, Wissen und Kontrolle

Worauf man beim Outsourcen achtgeben sollte, fasst Huber mit den drei Schlagworten Qualitäts-, Wissens-, und Kontrollverlust zusammen. Ein Beispiel: Das Outsourcen der operativen Tätigkeiten dürfe nicht dazu führen, dass auch die strategischen Überlegungen ausgelagert würden. Generell sei es außerdem wichtig, eine Schnittstelle zwischen den internen HR-Mitarbeitern und der Outsourcing-Firma gut zu definieren. "Man sollte sich gut kennen und auf einander abgestimmt sein", so Huber.

Kleine Unternehmen delegieren nicht gerne

Ab welcher Mitarbeitergröße Unternehmen bestimmte Aufgaben oder ganze Arbeitsprozesse auslagern, ist schwer zu sagen und hängt vom jeweiligen Arbeitsbereich ab. Die Personalauswahl wird bei kleineren Unternehmen nicht gerne delegiert, weiß Hermann Frank vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der Klein- und Mittelbetriebe der Wirtschaftsuniversität Wien. Fragen wie "Passt der Mitarbeiter zu uns?" oder "Passt der Bewerber zur Kultur unseres Unternehmens?" stünden neben der Kostenfrage häufig im Vordergrund. "Wenn man weniger Mitarbeiter hat ist die Bedeutung jeder einzelnen Personalentscheidung umso höher", sagt Frank. Das "Ich kann am besten einschätzen wer zu uns passt" werde in Klein- und Mittelbetrieben (bis 249 Mitarbeiter; Anmerkung) häufig praktiziert.

Aber gerade für kleinere Betriebe sei das Outsourcing sinnvoll, so Elsik. "Je größer eine Organisation, desto weniger ist Outsourcing notwendig, weil mehr in Eigenregie gemacht werden kann", sagt er. Wichtig sei in jedem Fall, sich die Frage zu stellen: Habe ich die Kompetenzen im eigenen Haus? Wenn dies nicht der Fall sei, liege es nahe, diese zuzukaufen.

Mitarbeiter übernehmen Zusatzaufgaben

Typisch für kleinere Unternehmen sei auch, dass bestimmte Aufgaben - vor allem aus Kostengründen - nicht ausgelagert sondern von den eigenen Mitarbeitern übernommen würden, so Frank. "Wir haben über einen Betrieb mit 80 Mitarbeitern geforscht. Der Lehrling hatte Probleme mit Rechnen und Rechtschreiben. In diesem Fall übernahm die Dame aus der Lohnverrechnung quasi die Aufgaben der Personalentwicklung - sie stellte ihm übers Wochenende Hausaufgaben." (mak, derStandard.at, 7. 12. 2009)

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11 Postings
you dont see me
01
9.12.2009, 13:20

die eigentliche frage wird sein:

brauche ich einen mitarbeiter (kommt von mit arbeiten)
oder nur menschenmaterial (die bezeichnung wo es einem die haare aufstellt) ?

fussgängerüberführung
00
8.12.2009, 20:27
Blubber?

Peter_23
00
8.12.2009, 20:16
Vielleicht sollte jener Herr Wolfgang Elsik einen Deutschkurs besuchen?

Dieses Deunglisch ist entsetzlich zu lesen. Wenn Sie es in Deutsch nicht schaffen, dann schreiben Sie doch bitte den ganzen Artikel in Englisch.

Alkolix
01
8.12.2009, 18:43
idiotie

"Wichtig sei in jedem Fall, sich die Frage zu stellen: Habe ich die Kompetenzen im eigenen Haus? Wenn dies nicht der Fall sei, liege es nahe, diese zuzukaufen."

der Autgesorste personalvermittler hat doch wenn er z.b. technisches personal sucht keinen plan von der materie - wie soll er da besser beurteilen können wer geeignet ist und wer nicht?

die einzige aufgabe von diesen firmen besteht darin die leute mit grenzwertigen methoden zu durchleuchten - ob das so eine tolle sache ist wage ich zu bezweifeln

Ausgeflippter Lodenfreak
00
9.12.2009, 12:43

Die HR-Abteilung einer Firma hat auch keine Ahnung von der technischen Materie. Die gehen auch nur nach einem Anforderungs- und Qualifikationsprofil vor, genauso wie die externen. Die fachliche Beurteilung erfolgt dann erst im Einstellungsgespräch mit dem zukünftigen Vorgesetzten.

-!?-
00
9.12.2009, 15:00

Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass bei outgesourctem Recruiting oft gar kein Vertreter der Fachabteilung/Vorgesetzter die fachlichen Qualifikationen eines Bewerbers (zB hinsichtliche spezifischem,technischen Know-How) überprüft.

Dazu kommt, wenn ein externer Personalist ein erstes Gespräch mit einem Bewerber führt und dann dieser Bewerber im zweiten Gespräch ins Unternehmen kommt zwecks ebendiesem fachlichen Check, dann kann man im Prinzip schon gleich alles selbst machen.

Cerberus303
20
8.12.2009, 23:07

na, du scheinst aber auch keine ahnung von recruiting zu haben, hm?

Chocoholic
02
8.12.2009, 17:28
Alleine schon zur Bewaeltigung des 'Fachvokabulars' muss man heute schon outsourcen,

sonst findet man weder den front desk manager noch den office floor manager noch andere Spezialisten in HR (oh sorry Personalmanagement)

-!?-
00
9.12.2009, 15:09

Das ist halt der meschliche Drang nach Geltung und Ansehen. Was früher die Sekretärin war, ist heut die Office Managerin oder Personal Assistant...eigentlich sollten aber grade die titelsüchtigen Österreicher gut damit zu recht kommen. Die Einführung der Amtstitel unter Maria Theresia war im Prinzip auch nichts anderes.

Eva Hexe
 
00
9.12.2009, 10:46
sprachsalat

*G* da muß ich ihnen vollkommen rechtgeben: war ich zuvor in einem rechenzentrum beschäftigt weiß ich jetzt nicht was ich mit der bezeichnung ICT verbinden soll....

Chocoholic
00
9.12.2009, 13:13
Es klingt aber soooo kompetent und andere, die nicht eingeweiht wurden,

was die gerade ueblichen Kuerzel in einer Branche, Firma, Abteilung sind, koennen ganz leicht als Aussenseiter dargestellt werden und als nicht kompetent.... ;)

Typisch fuer Besserwisser ;o)

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