Malaiischer Oppositionschef erneut wegen Homosexualität vor Gericht

1. Dezember 2009, 11:52
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Anwar Ibrahim spricht von politischer Verschwörung

Kuala Lumpur- Malaysias Oppositionsführer Anwar Ibrahim wird zum zweiten Mal wegen angeblich homosexuellen Verhaltens der Prozess gemacht. Ein Gericht wies am Dienstag seinen Antrag zurück, die Anklage nicht zuzulassen. Der Prozess soll am 25. Jänner beginnen. Anwar, der eine politische Verschwörung wittert, drohen 20 Jahre Haft. Homosexualität ist im mehrheitlich muslimischen Malaysia verboten.

Der Politiker war schon einmal vor elf Jahren wegen Korruption und Homosexualität angeklagt worden. Damals war er stellvertretender Regierungschef und hatte sich mit seinem Chef überworfen. Er kam nach sechs Jahren frei. Die Anklage wegen Homosexualität wurde später aufgehoben. Menschenrechtsorganisationen haben beide Anklagen als politisch motiviert scharf kritisiert.

Dieses Mal hat ein 23-jähriger Mitarbeiter hatte Anwar (61) wegen sexueller Übergriffe verklagt. Er beriet sich mehrfach mit Politikern der Regierungspartei, ehe er Anklage erhob. Anwar hat alle Vorwürfe zurück gewiesen. Seine Anwälte argumentieren, dass ein Arzt bei dem 23-Jährigen im August vergangenen Jahres keinerlei Anhaltspunkte für die angebliche Tat festgestellt habe. (APA)

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