Stress macht keine grauen Haare

1. Dezember 2009, 11:19
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Genetische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle - Umwelt und Lebensstil stehen mit dünnem Haupthaar in Zusammenhang

London - Die Gene einer Frau sind viel eher als der Lebensstil, Stress oder Ernährung dafür verantwortlich, dass die Haare grau werden. Wissenschaftler von Unilever untersuchten mehr als 200 ein- und zweieiige dänische Zwillingsschwestern zwischen 59 und 81 Jahren.

Bei eineiigen Zwillingen gab es kaum Unterschiede. Bei zweieiigen Zwillingen, deren Gene unterschiedlich sind, waren auch die Unterschiede größer. Die in PLoS One http://www.plosone.org veröffentlichte Studie legt zudem nahe, dass auch der Haarverlust mit zahlreichen genetischen Faktoren in Zusammenhang steht.

Dünn und grau

Werden die Haare oben auf dem Kopf dünner scheint das jedoch mit Umwelt und Lebensstil in Zusammenhang zu stehen. Der leitende Wissenschaftler David Gunn erklärte, dass es für die zahlreichen Theorien über das unterschiedliche Grauwerden von Haaren kaum wissenschaftliche Beweise gebe.

Die aktuelle Studie liefere Einblicke, in die Gründe warum die Haare von Frauen grau werden und lege nahe, dass Umweltfaktoren nicht so wichtig seien wie bisher angenommen. "Egal wie stressig das Leben einer Frau ist, es gibt andere Faktoren, die eine entscheidend wichtigere Rolle spielen."

Kaum identifizierbare Umweltfaktoren gefunden

Nina Goad von der British Association of Dermatologists erklärte, dass frühere Studien nur wenige identifizierbare Umweltfaktoren bei Menschen gefunden hatten, die viel früher ergrauten als ihre Verwandten. Das bedeute, dass für den Großteil der Menschen, das Grauwerden der Haare nicht auf etwas zurückzuführen ist, das dieser Mensch getan hat, sondern auf genetische Faktoren, die nicht unserer Kontrolle unterliegen. Es gebe natürlich auch Ausnahmen erklärte die Wissenschaftlerin. (pte)

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