FIFA-Exekutivkomitee berät am Mittwoch über irisches Ersuchen nach irregulärem Ausscheiden gegen Frankreich
Johannesburg - Irland hat den Weltfußballverband
(FIFA) darum gebeten, als 33. Mannschaft an der WM 2010 in Südafrika
teilnehmen zu dürfen. Dies gab FIFA-Präsident Sepp Blatter am Montag
auf einer Pressekonferenz in Johannesburg bekannt. "Eine Delegation
aus Irland war bei der FIFA. Ihre Mitglieder haben keine Sanktionen
für Spieler oder Schiedsrichter gefordert, aber sie haben sehr
demütig gefragt, ob sie Team Nummer 33 bei der WM sein können",
erzählte der Schweizer.
Das Ansuchen der Iren wird schon am Mittwoch behandelt. "Ich werde
es dem Exekutivkomitee vorlegen. Ich kann nicht sagen, was passieren
wird", sagte Blatter.
Im entscheidenden Qualifikationsspiel der Franzosen gegen Irland
in Paris-St. Denis hatte Thierry Henry den Ball mit der Hand
mitgenommen, ehe er ihn zum Torschützen William Gallas passte. Mit
dem dabei erzielten 1:1 und ihrem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel in Dublin
war Frankreich für die WM qualifiziert.
Blatter erwägt Einsatz von Torrichtern
Die bereits in der Europa League zum
Zug kommenden Torrichter könnten auch bei der Weltmeisterschaft in
Südafrika eingesetzt werden. Wie Blatter erklärte, denkt der
Weltfußballverband über eine diesbezügliche Aufstockung der
Schiedsrichterteams nach. Grund für den Vorstoß ist das durch ein
Handspiel von Thierry Henry entschiedene Playoff-Duell Frankreichs
mit Irland.
Die Einführung des Video-Beweises zur Unterstützung der Referees
ist für Blatter aber nach wie vor kein Thema. Die Frage der
zusätzlichen Schiedsrichter soll laut dem Schweizer auf einer Sitzung
des FIFA-Exekutivkomitees am Mittwoch in Kapstadt neben anderen
Themen diskutiert werden. (APA/Reuters)