Mit-Initiator der Volkabstimmung

"Es braucht kein Minarett zum Ausüben der Religion"

30. November 2009 13:19

Walter Wobmann, SVP-Abgeordneter und Mit-Initiator der Volkabstimmung, im derStandard.at-Interview

Der 52-jährige SVP-Abgeordnete Walter Wobmann ist Mitinitiator der Volksabstimmung über das Minarett-Verbot. Im Interview mit derStandard.at erklärt er, was ihn an Minaretten stört, warum er sich nicht vor einem Urteil des Europäische Menschenrechtsgerichtshof fürchtet und warum die Volksabstimmung dem Ansehen der Schweiz im Ausland nicht schaden wird.

***

derStandard.at: Was hat Sie veranlasst, eine Volksabstimmung gegen die Minarette zu initiieren?

Wobmann: Vor circa drei, vier Jahren gab es plötzlich vier oder fünf Baugesuche für Minarette. Daraus entstand in den Regionen Widerstand dagegen. Die Leute haben sich zusammengetan und ein Komitee gegründet: Das Egerkinger-Komitee hat die Initiative lanciert und jetzt zur Abstimmung gebracht.

derStandard.at: Würden Sie sich als Populist bezeichnen?

Wobmann: Nein, überhaupt nicht.

derStandard.at: Die unmittelbaren Folgen der Abstimmung werden sich in Grenzen halten: Bestehende Moscheen sind nicht betroffen und neue sind nicht in großer Zahl zu erwarten. Ist die Initiative deswegen nicht als populistisch zu bezeichnen?

Wobmann: Nein, überhaupt nicht. Es gab vier oder fünf Baugesuche und das war ein ganz klares Zeichen, dass mehr geplant sind. Und jetzt zu sagen, es hätte nicht mehr gegeben ist eine reine Mutmaßung. Man sieht ja in Europa in vielen Städten, dass es immer mehr Minarette gibt. Das ist eine Entwicklung, die belegbar und beweisbar ist. Wir werden das in der Schweiz verhindern. Das hat nichts mit Populismus zu tun.

derStandard.at: Warum sehen Sie Minarette als Problem?

Wobmann: Das Minarett ist einerseits die Plattform für den Muezzin. Andererseits ist es klar ein Machtsymbol für den Islam, für die Scharia, das islamische Recht und für den politischen Islam. Das wollen wir verhindern. Diese ganze Kombination - das wollen wir nicht. Man sieht das auch in anderen europäischen Ländern und Städten, die diese Entwicklung schon haben. Zuerst das Minarett und der Muezzin und dazu kommt immer mehr Parallelrecht: Das heißt Schariarecht hält Einzug. Das wollen wir in der Schweiz nicht. Und das Volk hat jetzt ja gesagt zu dieser Haltung.

derStandard.at: Muss man sich in der Schweiz wirklich vor der Einführung der Scharia fürchten?

Wobmann: Sie kommt nicht von heute auf morgen, aber teilweise haben wir diese Entwicklung heute schon. Es gibt immer mehr Sonderrechte, es gibt in den Schulen immer mehr Forderungen für Sonderrechte. Wir haben heute tausende Zwangsehen. Das Problem der Beschneidung kommt immer mehr. Das alles müssen wir verhindern. Das ist mit unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung absolut nicht vereinbar. Es wäre ein Schritt zurück ins Mittelalter, wenn wir solche Sachen zulassen würden.

derStandard.at: Ist ein Minarett-Verbot der richtige Weg, bestehende Integrationsprobleme zu lösen?

Wobmann: Das ist ein zentraler Schritt, aber er löst nicht alle Probleme. Wir haben so ein starkes Zeichen gesetzt und müssen jetzt bei den anderen Sachen weiterschauen. Da sind sich viele Parteien einig, dass man verschiedene Probleme jetzt anpacken muss. Diese Initiative hat die Diskussion in Gang gesetzt.

derStandard.at: Sind Sie gegen die Religionsfreiheit?

Wobmann: Nein, ich bin ganz klar für die Religionsfreiheit. Aber es braucht kein Minarett zum Ausüben der Religion. Jahrzehntelang haben die Muslime in der Schweiz kein Minarett gehabt - mit einer Ausnahme in Zürich. Sie haben freiwillig darauf verzichtet. Auch im Koran wird das Minarett mit keinem Wort erwähnt. Das hat mit der Religion nichts zu tun, außer als Symbol für den ganzen Islam, für das Scharia-Recht, für den politischen Islam.

derStandard.at: Was ist für Sie der Unterschied zwischen Kirchtürmen und einem Minarett?

Wobmann: Der Kirchturm ist kein Symbol für ein anderes Recht. Unsere Landeskirchen respektieren und akzeptieren unserer Verfassung und Gesetzgebung voll und ganz. Also wir haben dort die Trennung von Kirche und Staat. Und das kann man so beim Islam nicht sagen, weil das Minarett das Machtsymbol schlechthin ist, für das andere Recht.

derStandard.at: Das heißt, Sie fürchten sich vor dem Islam und glauben nicht, dass der Schweizer Rechtsstaat in der Lage ist negativen Integrationstendenzen entgegenzuwirken?

Wobmann: Ja, in gewissem Sinne ganz klar. Man sieht auch in anderen Ländern oder Großstädten, dass das nicht mehr aufzuhalten ist - Berlin-Kreuzberg zum Beispiel. Wir wollen das verhindern, das ist ein Schritt dazu, aber nicht der einzige - das ist schon richtig.

derStandard.at: Könnte es durch das Minarettverbot zu einer Radikalisierung der Muslime kommen?

Wobmann: Nein, das glaube ich überhaupt nicht. Denn man sieht, dort wo Minarette sind oder der Islam viel weiter fortgeschritten ist, hat man viel mehr Extremisten. Also in Deutschland sind es etwa 34.000 gewaltbereite Islamisten. Das haben wir zum Glück in der Schweiz noch nicht. Und die Islamisierung ist noch nicht soweit fortgeschritten. Damit können wir sagen, dass wir diese Entwicklung, wie sie anderswo passiert, nicht wollen. So gesehen ist das ein Beitrag gegen die Radikalisierung.

derStandard.at: Wie stellen sie sich Integration von Muslimen in der Schweiz generell vor?

Wobmann: Wie bei anderen ausländischen Leuten auch. Wenn man in ein anderes Land geht, hat man sich an die entsprechende Gesetzgebung anzupassen. Sonst muss man nicht in dieses Land. Da sind vor allem die Muslime gefordert sich besser zu integrieren. Es ist sicher nicht so, dass wir Einheimische uns integrieren müssen. Die Abstimmung ist auch ein Zeichen, dass die Bevölkerung sagt, Integration ja, aber die muss von den Einwanderern kommen.

derStandard.at: Das Minarett-Verbot könnte im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention stehen. Ist Ihnen das egal?

Wobmann: Wir sind ein souveräner, eigenständiger Staat und unsere Initiative ist ganz klar verfassungskonform und wurde jetzt vom Volk gut geheißen. Das Volk ist der Souverän und da hat niemand dreinzureden, sonst wären wir kein eigenständiger Staat. Das ist jetzt ein Test, ob wir noch ein freier, demokratischer Staat sind, oder nicht.

derStandard.at: Laut dem Kruzifix-Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes dürfen keine Kreuze in öffentlichen Schulen aufgehängt werden. Was halten Sie davon?

Wobmann: Das ist ein riesiger Skandal. Wir leben in einer christlich-abendländischen Kultur. Wenn man solche Entscheide fällt, zeigt das was ein solcher Gerichtshof eigentlich wert ist - nämlich absolut nichts.

derStandard.at: Wird das Ergebnis dem Ruf der Schweiz im Ausland schaden?

Wobmann: Nein, wir zeigen einfach, dass wir einen starken Freiheitswillen haben und bereit sind für unsere Sache einzustehen.

derStandard.at: Sie arbeiten als Technischer Kaufmann in der Werkzeugbranche. Haben Sie auch Kunden in islamischen Ländern?

Wobmann: In anderen Ländern nicht, aber in der Schweiz habe ich Werkzeughändler, die Muslime sind. Die sind sehr begeistert und sagen, zum Glück machen wir das. Die gemäßigten, normalen Muslime wollen den Islam in der Form, die wir ablehnen, auch nicht. Viele sind sogar geflohen wegen dess politischen Islams. Die sagen ganz klar, ein Minarett braucht es nicht. Man kann den gleichen Glauben auch ohne Minarette leben. (Michaela Kampl, derStandard.at, 30.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1146
ingrid ingrid
02.12.2009 12:18
Wer sich über Scheiz aufregt -

der soll das lesen:
http://de.news.yahoo.com/2/2009120... 625d2.html
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

säbTig
02.12.2009 16:13

Hab nur die Schlagzeile gelesen, der Rest ist sicher schlimm genug!
Da fällt mir wieder eine alte Frage ein:
Soll Unrecht mit Unrecht vergolten werden?
Ich bin konfessionslos und halte Religionen grundsätzlich für Unsinn.
Jedoch: Menschen tendieren seit Jahrtausenden dazu, ihren Glauben zu reglementieren und istutionalisieren, was ich AKZEPTIERE!
Blasphemischer Vergleiche zu beispielsweise sexuell abschweifenden oder süchtigen Menschen fallen mir dazu ein,
die oft nette und liebe Mitmenschen oder (seltener) FreundInnen von mir sind!
Ich toleriere nicht nur, ich aktzeptiere die Vielfalt des Lebens!
Und ich liebe sie!
Nicht tolerieren kann ich -logo- pauschale Anfeindungen unserer Kultur durch andere Ideologien! Da sind wir uns einig!
FG!

positivist1
 
05.12.2009 15:26
Die Vielfalt des Lebens akzeptieren ist richtig und gut

Nur kann eben nicht jeder, nicht jede Person und nicht jede Bevölkerungsgruppe alles akzptieren was anderen möchten.

Und im Falle der schweizer Abstimmung ist es eine sehr große Gruppe, die etwas ablehnt.

Das sollte man nicht einfach wegreden oder verdrängen, weil sonst nur neue und größere Probleme daraus entstehen werden.

Wenn Sie möchten, können sie es mit einem Kessel vergleichen, in dem Dampf entsteht, diese Kraft muß umgewandelt werden können ... einfach wegsehen und darauf warten, daß sich eh alles irgendwie einrenken könnte, wird nicht funktionieren.

ingrid ingrid
02.12.2009 13:29
SchWeiz

miraculix66
 
01.12.2009 15:32

was ist eigentlich gegen qualifizierte einwanderung einzuwenden? wenn man ein gscheites punktekriterium akzeptiert, wie es auch die grünen vorschlagen oder australien oder kanada hat, wären doch die meisten probleme gelöst. dann kämen doch sicher eher integrationswillige einwanderer, die gar keine zeit haben sich dauernd mit religion oder sonstigem zu beschäftigen , weil sie sich um ihre selbsterhaltung kümmern müssen. und objektive kriterien wären es obendrein...

Chien de Pique
05.12.2009 00:14

Es wäre eine gute Sache, aber dann müsste man andere Quellen trockenlegen, was beim grünen Modell definitiv nicht der Fall wäre.

numeris
02.12.2009 23:16
Wie viele sind aber qualifiziert?

Der Wiener IV-Präsident Kapsch fordert weitere Einwanderung, weil die bisherige ihm anscheinend zu unqualifiziert war. Man muß einmal vor die Arbeitsämter im 20. Bezirk gehen - lange Schlangen, lauter Ausländer. Und die Arbeitsplätze werden immer weniger. Eine Katastrophe! Das kann man doch nicht mit Menschen anstellen, sie herlocken und dann ein paar Monate beschäftigen und sie danach dem Staat ins Sozialsystem überantworten.

positivist1
 
01.12.2009 18:49
Gar nichts ist dagegen einzuwenden

gegen die "qualifizierte" Einwanderung.

Zaubersalz
01.12.2009 14:11
"Es braucht kein Minarett zum Ausüben der Religion"

Tja... dazu braucht es aber auch keine Kirchtürme und Kreuze in Klassenzimmern... trotzdem gibt es sie - und das auch in Zukunft. Daß die Argumentationen immer so inkonsequent und blöd sind ist fast schon nerviger als das Überhandnehmen von Verboten!

t-bonesteak
01.12.2009 13:39
die saat geht auf

gratulation an die hetzer. endlich gibt es wieder einen feind, dem man alles böse auf dieser welt anlasten kann. bemerkenswert, wie wenig lernfähig der mensch ist.

Zweitaccount dank Zensur
01.12.2009 18:26

Es lenkt vor allem so schön von den wahren Problemen ab.

the observer
01.12.2009 15:36
nichts geht auf

haste nicht verstanden, der Islam bzw. Sharia trennt nicht Staat von Religion, also keinen Rückschritt in die Vergangenheit, der politische Islam ist eine radikale Organsiation.

t-bonesteak
01.12.2009 21:31
wurde hier die sharia verboten

oder das minarett?

wieviele moslems in europa wollen denn die sharia einführen? wieviele von denen sind auch nur annähernd so fanatische islamisten wie unsere rechten fanatische rechtsextremisten sind?

was soll dieser ganze blödsinn?

Chien de Pique
05.12.2009 00:22

In Österreich wollen ca 50% der Leute aus der (laizistischen, modernen, (halb)europäischen!) TR zumindest zivilrechtlichen Elemente aus ihr übernehmen.
- siehe http://diepresse.com/home/pano... 125&page=4

In der Schweiz wird es ganz ähnlich sein.
Wie es bei Leuten mit einem außereuropäischen, nichtlaizistischen Hintergrund aussieht, will ich mir lieber gar nicht vorstellen, in den Genuss kommen Briten und Niederländer.
Man muss davon wegkommen, dass es sich da um eine verschwindend kleine Minderheit handle, das ist ein gefährlicher Irrtum.

Ich korrigiere obiges Posting
 
01.12.2009 23:34

sehr viele wollen das.
es gibt auch sehr viele die die demokratie ablehnen.

t-bonesteak
02.12.2009 10:52
und das wissen sie. weil? woher haben sie infos?

von h.c., dem blauäugigen, arischen farbballspieler? von diversen websites, die ihnen auch erklären, dass hitler den zweiten weltkrieg aus notwehr begonnen hat?

wie tief muss man sinken, um solchen schmähbrüdern auf den leim zu gehen?

dr. kokos
 
01.12.2009 13:24
schon über 1000 postings bei so einem schas-thema!


leute, geht's euch noch gut? wen interessiert es in wirklichkeit, ob da in der schweiz jetzt 4 oder 8 minarette herumstehen? das ist doch dermaßen egal!

haben wir auf dieser welt keine anderen sorgen? täglich verhungern 25.000 menschen, jede sekunde verhungern ein paar kinder, während gleichzeitig die milliarden von börse zu börse jagen.

wir sind schlusslicht in der europäischen klimabilanz und in 50 jahren wird holland unter wasser sein.

klimaerwärmung, luftverschmutzung, bevölkerungsexplosion, ernährungskrise, kriege, rüstungsspirale, wachsende soziale ungleichheit, darüber sollten wir nachdenken!

Chien de Pique
05.12.2009 00:43

Lustig finde ich Ihr "wen interessiert's? das ist doch egal", weil es ja von jemandem kommt, der den Großteil seiner Aufmerksamkeit und Zeichen bekanntlich am liebsten noch so unbedeutenden Details der Medienpolitik wohlhabender südamerikanischer Ölstaaten oder dem Wohlergehen der greisen Herrscher unwichtiger karibischer Bananenrepubliken zuwendet - und nicht etwa dem Hunger oder dem Klima.

dr. kokos
 
07.12.2009 14:49
Großteil seiner Aufmerksamkeit...


das ist eine sehr grobe fehleinschätzung. ich habe schon vor 30 jahren über umwelt- und entwicklungsthemen publiziert, aber natürlich nicht unter meinem derstandard-pseudonym. also bitte keine solchen unterstellungen, das ist ja wohl nicht nötig von einem der wenigen, ich sag's mal so, konservativen hier im forum, mit denen man trotz aller idologischer unterschiede wenigstens zeitweise vernünftig diskutieren kann.

Chien de Pique
05.12.2009 00:36
Es ist - nicht zuletzt durch die Stellungnahmen aus dem Nahen Osten, von der EU, der UNO usw. - leider ein zentrales Thema der interrnationalen Politik und Diplomatie, als solches ist es zur Kenntnis zu nehmen, so grotesk es ist, dass sich ganze

Kontinente über die Bauordnung eines Zwergstaats ereifern.

Ob der Zwergstaat Österreich nun Klima-Schlusslicht ist oder Musterschüler (nach selbstgewählten, fast willkürlich gesetzten Kriterien), das ist nun wirklich irrelevant und wird Holland nicht retten (und falls der Klimawandel primär Produkt von veränderten Sonnenaktivitäten ist, gleich doppelt nicht).
Was in Europa in diesen 50 Jahren sonst so alles passieren wird, ist mindestens ebenso wichtig wie der nicht berechenbare und nur bedingt erklärbare und beeinflussbare Klimawandel (im Falle einer irgendwann eintretenden neuen Eiszeit wären wir wahrscheinlich dankbar für jedes künstlich geschaffene Grad mehr) und betrifft zumindest jene von uns, die über 15 sind, unendlich stärker.

dr. kokos
 
07.12.2009 15:01

es ist leider der nationalismus, obschon ein obsoletes konstrukt vergangener jahrhunderte, für viele noch immer so ein beherrschendes denkschema, dass derartige randnotizen tatsächlich zu einem diskussionspunkt internationaler politik werden können, wenngleich: ein zentrales thema ist es sicher nicht! dabei sollte angesichts gewaltiger globaler bedrohungen klar sein, dass wir heute alle in einem boot sitzen und uns kleinlicher hick-hack über randthemen nicht im geringsten weiterbringen wird. gespannt blicken wir nach kopenhagen, wo in diesen tagen über unsere zukunft entschieden wird. dabei ist es keineswegs egal, welchen beitrag jeder einzelne staat leistet. das wäre ja immer so, da bräuchte ein einzelner dann auch nicht wählen zu gehen!

ABC123
01.12.2009 20:04

ich finde des ist ein gutes thema!

das volk müsste viel mehr befragt werden!

dr. kokos
 
07.12.2009 15:33

es stehe jedem frei, ein volksbegehren zu initiieren. dieses instrument ist von der verfassung vorgesehen.

positivist1
 
01.12.2009 18:58
Daß es schon soviele Postings zu diesem Thema gibt zeigt, daß es sich nicht

um ein Thema handelt, das dermaßen egal ist. Im Gegenteil, es geht um etwas, das bei einem Großteil der Menschen ein tiefempfundenes Unbehagen auslöst und das man nicht so einfach wegwischen sollte, mit welchen Argumenten auch immer.

Klimawandel, Hunger und Verhungern, das sind Themen die erschüttern, aber die haben jetzt und hier nichts verloren.

Und nur mit dem Hinweis auf die großen Übel in dieser Welt kann man nicht alles andere, das ein weniger großes Übel ist abtun.
Wenn dem so wäre, dann dürfte sich keiner von uns beschweren, wenn er z.B. seine Arbeit verliert, nicht genug Geld hat um Miete zu bezahlen, delogiert und in weiterer Folge krank wird.
Oder wenn jemand schlicht und einfach nur Zahnschmerzen hat.
Denn es gibt .....

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