Österreich

Fekter verweist auf Religionsfreiheit und Bauordnung

30. November 2009, 10:39

Innenministerin: In Österreich ist Bau Ländersache - Sehen uns Schweizer Ergebnis an

Brüssel - Innenministerin Maria Fekter (V) hat im Zusammenhang mit dem Nein der Schweizer zum Bau von Minaretten darauf verwiesen, dass in Österreich "grundsätzlich Religionsfreiheit" herrsche. Auf der anderen Seite "obliegt die Entscheidung, inwieweit Minarette ins Landschaftsbild passen, der Raumplanung" und damit den Bundesländern, sagte Fekter am Montag vor Beginn des Rats der EU-Innenminister in Brüssel.

Die Ministerin unterstrich, dass es in Österreich die "verfassungsrechtlich anerkannte Religionsfreiheit" gebe. Das Ausgestalten von Gebäuden wiederum sei Angelegenheit der Bundesländer. Man werde sich das Schweizer Abstimmungsergebnis ansehen, fügte die ÖVP-Politikerin hinzu. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 127
1 2 3 4
Gerick LaCross
00
30.11.2009, 19:16
Schweiz du hast es gut..

Die Schweiz mit ihrer Direkten Demokratie ist den Bürgern des Landes näher als es in anderen Europäischen Ländern der Fall ist

Norbert Krommer
00
30.11.2009, 18:51
Gebäude mit Minaretten und Frau Fekter

Zur Zeit und mit dieser Regierung hat Österreich Religionsfreiheit (und anscheinend Gebäude dazu).
Ich glaube es gab eine Zeit wo nur Kirchengebäude der Staatsreligion einen Turm haben durften (oder mit Turm gebaut werden durften). Andere mussten sich mit Gebetshäusern begnügen.
Also nicht zu selbstgerecht sein!

die naive
10
30.11.2009, 18:08

...und im übrigen, Frau Fekter, will ich in Österreich auch keine Burka´s mehr sehen müssen! (Und schon überhaupt und gar nicht im Tiergarten Schönbrunn.....war für mich und meinen kleinen Enkel ein Schock!)

super web checker
03
30.11.2009, 17:20
Fekter verweist auf Religionsfreiheit und Bauordnung

Na zum Glück verweist sie nicht auf Verstand und Grundwerte einer entwickelten Gesellschaft. Das dürften für sie Fremdwörter sein.

Clemens Gruber1
 
13
30.11.2009, 17:16
Vorschlag

Fest steht, dass ein Minarett ebenso wie ein Kirchturm ein religiöses Machtsymbol darstellt, welches in unserer heutigen demokratisch-säkularen Weltordnung nichts mehr verloren hat.
V.a. wenn man erkennt, dass der praktische Sinn dahinter, nämlich zu erfahren wann das Gebet beginnt, heute vollkommen nichtig geworden ist, da bei uns wirklich jeder im Besitz einer Uhr ist.

Mein Vorschlag wäre daher folgender:
Ab sofort Verbot jeglicher religiöser Symbolbauten (Kirchtürme, Minarette) und Repräsentation religiöser Symbole in öffentlichen Gebäuden (v.a. in Schulen).

Alle bisher bestehenden Kirchen/Minarette werden wegen dem Denkmalschutz zwar bestehen bleiben, aber es wäre mal ein Anfang.

Freie Religionsausübung ist auch ohne Türme möglich!

kapitän nemo
01
30.11.2009, 19:02

und was ist mit einem TV-sendeturm?
einem bürohochhaus für eine investment-bank?
(sind ja auch nicht gerade wohltäter an der menschheit)
ist nicht jedes besonders hohe oder große gebäude als machtsymbol geeignet ?
warum sollte dies nur religiösen organisationen vorenthalten sein?
warum darf sich der herr georg stumpf den 200m hohen millenium-tower bauen, die islamische gemeinde aber nicht einmal ein 40m hohes minarett?
ich wünsche mir zwar nicht, dass der islam sich in europa ausbreitet und ich bin auch froh dass die kirche mittlerweile relativ wenig zu melden hat, aber die angehörigen dieses glaubens verdienen eine faire gleichberechtigte behandlung, auch wenn ich ihre religion ablehne.
das gilt auch bei der bewiligung von bauvorhaben.

h 90
00
30.11.2009, 17:49

Da bin ich als Atheist vollkommen Ihrer Meinung.
Als Atheist wuerde ich die Kirche am liebsten enteignen, aber andererseits kann ich auch mit denen leben.
Alternativ kann ich mir noch vorstellen:
Man darf die Tuerme bauen, aber fuer alle bestehenden 5 Euro pro Kubikmeter Turm und Jahr Turmsteuer.
Fuer Neubauten Bausteuer 5000 Euro pro Kubikmeter.
Das Geld wird zweckgebunden fuer Aufklaerungsunterricht den es statt Religionsuntericht gibt.

us&at
00
30.11.2009, 17:47

Da Religion eine Privatsache ist muesste man auch
alle christlichen Feiertage abschaffen.
Anstatt dessen, fuer alle, freie Religionstage
einfuehren, die je nach Orientierung konsumiert
werden koennen.
Ich persoenlich bin aber fuer die Beibehaltung
unserer Tradition und verlange von Immigranten
sich anzupassen.

ano xxo
00
30.11.2009, 17:29
was für ein machtsymbol`???

schau dir die mickrigen "stäbchen" doch an, die die bauordnung zulässt, ich SCHÄME mich doch für diese architektonische SCHANDE....am liebstens sollte die bauordnung sowas nicht zulassen....das minarett hatte früher einen praktischen nutzen, und mit der zeit ist es zu einem stillelement geworden, dass den eigentlichen SINN in der ästhetik hat und nicht mehr im praktischen nutzen.............im gegenteil, das letzte wort sollte hier wirklich die MA 19 haben, und schandflecken wie es manche hier und da gibt verbieten, aber nicht auf so eine primitive hinterwäldlerische art wie in der schweiz....pfui teufel...minaretten ja, aber solche die auch entsprechen....dagegen würde nur ein strache was haben, oder das schweizer volk....sonst keiner...

Tascehnrechner
00
30.11.2009, 16:58
...Man werde sich das Schweizer Abstimmungsergebnis ansehen, fügte die ÖVP-Politikerin hinzu.

Hoffentlich bebt sie da auch vor Zorn wie kürzlich in einer anderen Angelegenheit...

neuer weg
00
30.11.2009, 16:49
jaja, die fekter mizi - diesmal diplomatisch

raumplanung liegt in den Händen der Länder.

und wie sagte erst unlängst der mächtigste Landesfürst Erwin Pröll ?

Minarette sind etwas artfremdes in der Österreich.

Wir brauchen keine Abstimmung, bei uns ists eh klar, dass "wir" keine wollen...

und wenns zu einer Abstimmung kommt, wird der Boulevard, Övp, Bzö und Fpö und vielleicht auch Spö schon dafür sorgen, dass bei uns eine 2/3 Mehrheit dagegen wählt...

jaja... die alpenrepubliken sind halt anders...

hoff, dass der hc hier nicht auf den Geschmack kommt und was in österreich lostritt...

RoGo
00
30.11.2009, 17:15
Ananas und Kiwi sind auch "artfremd"

Obwohl die auch in der "Alpenrepublik"gerne gegessen werden bleibt es für Österreich doch "artfremdes" Obst.

neuer weg
00
1.12.2009, 00:08
aha und ?

artfremd wurde hierzulande in der Na*izeit jüd. kunst diffamiert - sie verstehen ?

der begriff ist eindeutig vorbelastet.

Wussten sie das nicht ? oder wollens einfach nur blödeln ?

RoGo
00
3.12.2009, 07:32
Definition Duden

art|fremd <Adj.> (bes. Biol.): der eigenen Art fremd: -es Eiweiß; -e Verhaltensweisen; -e Sitten

kasimir!
00
30.11.2009, 16:37
Christen in islamischen Ländern?

Wenn Christen in islamischen Ländern auch Kirchen mit Glockentürmen bauen dürfen und geachtet und respektiert werden, ist gegen Minarette in Europa nichts einzuwenden.

super web checker
00
30.11.2009, 17:26

Ihr Vergleich mit islamischen Ländern geht davon aus, dass unser Land genau so gut oder schlecht wie diese Länder sein sollte. Aber auf keinen Fall toleranter. Entspricht das ihrem Anspruch an eine entwickelte Gesellschaft in Europa?

Dubi Schlau
24
30.11.2009, 16:57

nichts einzuwenden? Brauchen Sie 5 mal am Tag "Allah akbar" durch die ganze Stadt zu hören und das in Dolby Sorround? Ich ehrlich gesagt nicht. Jede Religion soll sich so verhalten, das sie den anderen nicht mitaufgezwungen wird.

olalaa
13
30.11.2009, 17:23

ich brauche stündliche Kirchenglockenlaute genauso wenig, warum werde ich gezwungen mir diese anzuhören?
zudem dient das Minarett nur als Symbol zur Anerkennung und die Bedeutung dessen ist, das Moslems aus Weite erkennen können, wo sich ein Gebetsraum befindet... weitere Bedeutung des Minaretts ist, dass Allah Eins ist...
Aufrufe zum Gebet aus den Minarettentürmen wird in Österreich sowieso nicht durchgeführt und wird auch nicht geduldet...
das mal zur Aufkilärung....

MagnaMater
02
30.11.2009, 16:13

Naja, vielleicht lasst ihn der pfarrer ja auf den kirchturm...

us&at
01
30.11.2009, 15:41

solange der Muetzin Alphorn blaest und jodelt
habe ich nichts dagegen

elisabeth harrer
513
30.11.2009, 14:35
natürlich

ist "religions"freiheit wichtiger als frauenrechte, kinderrechte, menschenrechte, tierschutz und demokratie - eh klar.

mullahs, die "religionsfreiheit" fordern, sind so glaubwürdig wie nazis, die für "meinungsfreiheit" eintreten.

beten kann der mensch überall, dazu braucht es keine protzbauten.

Einer der Unsren
20
30.11.2009, 16:44

>"religions"freiheit wichtiger als frauenrechte..
Tja, das eine schwierige Frage manchmal. Da Frauen und Männer ja oft in getrennten Räumen in Moscheen beten, hätte man zumindest für den Frauen"flügel" der Moscheen die Minarette gestatten können - da haben Sie durchaus recht mit diesem Hinweis.


valentinapuma
00
30.11.2009, 16:16
@elisabeth harrer

Ich schließe mich APPLAUDIEREND vollinhaltlich an.

TheMentat
25
30.11.2009, 16:07
Was ist Demokratie?

Wenn Sie die Religionsfreiheit in Frage stellen, dann stellen Sie auch die Demokratie in Frage. Und damit natürlich alle mit der Demokratie verbundenen Rechte un Pflichten. Mir scheint Europa ist mit Volldampf unterwegs populistisch reaktionäres Gedankengut wieder Salonfähig zu machen. Gut, dass wir da in Österreich schon etwas vorgearbeitet haben, und vor allem so erfolgreich in Kärnten.

Wenn man sich die virtuelle Zustimmung zu solchen Aussagen ansieht, wird einem klar, dass Österreich keinen Religionsunterricht braucht, sondern Ethikunterricht. An Moral mangelt es in diesem Lande hinten wie vorne, vor allem rechts, aber auch links.

die naive
11
30.11.2009, 16:42

Wie kann eine Religionsgemeinschaft, welche noch nicht einmal an der Aufklärung gerochen hat, unser Demokratieverständnis nachvollziehen?!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 127
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.