Mehrheit glaubt, dass Finanzminister nicht für die Verhinderung von Steuerhinterziehung bei Wertpapierspekulationen sorgt - Umfrage im Auftrag der SPÖ
Wien - 70 Prozent der ÖsterreicherInnen befürchten, dass
Finanzspekulanten die Weltwirtschaft und damit auch Österreich in eine
weitere Wirtschaftskrise stürzen könnten. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts "ifes" im Auftrag der SPÖ-Bundesgeschäftsführung. 500 Personen wurden im Zuge der Erhebung vom 26. November, die derStandard.at exklusiv vorliegt, befragt.
Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten glauben, dass der österreichische Finanzminister nicht ausreichend dafür sorgt, dass Steuerhinterziehungen in Zusammenhang mit Wertpapierspekulationen verhindert werden. Die Mehrheit spricht sich für Steuern auf Finanztransaktionen aus:
62 Prozent sind für die Einführung einer europaweiten Steuer auf Finanztransaktionen, 57 Prozent befürworten das auch für Österreich alleine.
Schärfere Regeln für Finanzmärkte
Eine überwiegende Mehrheit der ÖsterreicherInnen (80 Prozent) ist für schärfere Regeln auf den Finanzmärkten. Nur eine Minderheit (15 Prozent) hält das für überflüssig.
SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann hat sich in der Vergangenheit für Steuern auf Finanztransaktionen ausgesprochen. Am Mittwoch hält er eine Rede anlässlich des ersten Jahrestages der Bundesregierung und will dabei das Thema neuerlich ansprechen und zur Debatte stellen, heißt es aus SPÖ-Kreisen. (rwh, derStandard.at, 29.11.2009)