Pandora

Open-Source-Spielehandheld ist startbereit

28. November 2009, 16:48
  • Artikelbild
    foto: hersteller

    So soll die Pandora letzlich aussehen.

Leistungsstarke Linux-basierte Internet-Konsole setzt auf Community

Das Linux-basierte Spielehandheld Pandora des Projekts OpenPandora steht kurz vor dem Marktstart. Dabei verspricht es mehr als nur eine tragbare Konsole. "Da alle Entwickler große Amiga-Anhänger waren, wollten wir zumindest die Leistung haben, einen Amiga zu emulieren", betont Michael Mrozek, Geschäftsführer der OpenPandora GmbH.

Surfen mit dem Firefox

Dadurch entstand ein Gerät, das nicht nur für Games bis hin zu 3D-Shootern sondern auch zum mobilen Surfen geeignet ist. Zwar ist das Gerät mit einem 4,3-Zoll-Touchscreen kompakter als Netbooks. "Eine komplette Desktopoberfläche, wie man sie von Netbooks her kennt, ist jedoch kein Problem", betont Mrozek. Zum Surfen etwa könne der vom Desktop bekannte Firefox genutzt werden. "Aus einer kleinen Spielekonsole wurde so ein kleines Multifunktionstalent", so der Pandora-Mitentwickler.

Leistungsfähiges Mischgerät

Eine bereits bestehende Community soll bei der weiteren Optimierung helfen. Pandora ist etwas größer als Nintendos DS, passt den Entwicklern zufolge im Gegensatz zu Netbooks aber noch in die Hosentasche. Der Mischling bietet neben Konsolen-Kontrollern auch ein 43-Tasten-Keyboard. Für den Internet-Zugriff ist WLAN integriert, die Akkulaufzeit liegt laut den Machern bei über zehn Stunden. Als CPU nutzt das den Entwicklern zufolge "derzeit leistungsstärkste Spielehandheld" einen ARM-Cortex-A8-Prozessor mit nominell 600 Megahertz (MHz) Taktung.

Vergleich mit iPhone oder N900

"Sehr gut vergleichen kann man das mit der neuesten Generation des iPhones oder mit dem Nokia N900. Diese bieten den gleichen Prozessor, doch ist die Pandora durch die zusätzliche GPU noch ein wenig besser", meint Mrozek. Zwar gibt es mittlerweile Smartphones, die Gigahertz-Taktungen vorweisen können, doch tragbare Konsolen großer Hersteller sticht die Pandora aus. "Eine PSP läuft standardmäßig mit 333 MHz. Nintendos DS ist da sogar nochmals deutlich drunter", sagt der Pandora-Mitentwickler.

Techlastig, aber massentauglich

Als Betriebssystem setzt die Pandora auf eine Abwandlung der Linux-Distribution Ångström. "Das Betriebssystem ist bei den ersten Geräten noch quasi im Beta-Status", meint Mrozek. Zwar laufe es stabil, doch müssten etwa verschiedene Sprachen und effizientes Power-Management erst umgesetzt werden. Doch warte bereits eine technikbegeisterte Community darauf, mit den ersten 4.000 Geräten zu Verbesserungen beizutragen. "Wir gehen davon aus, dass zum nächsten Batch das System auch für den normalen Endkunden geeignet ist", so der Pandora-Projektmitarbeiter. Denn zum Anwenden des Open-Source-Geräts müsse man definitiv kein Tech-Geek sein. "Spiele und Programme kann jeder installieren: einfach herunterladen und auf eine SD-Karte kopieren, fertig", sagt Mrozek.

Quelloffene Spiele

Dabei geht es freilich nicht um aktuelle PSP-Games, sondern quelloffene Spiele - zu denen beispielsweise der Shooter-Klassiker Quake 3 zählt. Dieser laufe auf der Pandora bei voller Auflösung - 800 mal 480 Pixel - ruckelfrei. Kleinserien-Start In den nächsten Wochen sollen die Gehäuse für 4.000 Geräte gefertigt werden, sodass der Verkauf beginnen kann. Dass die erste Serie klein ausfällt, ist leicht erklärt. "Das besondere an diesem Projekt ist, dass es von einem Kernteam aus fünf Mann und einer großen Community ohne Kreditfinanzierung gestemmt worden ist", betont Mrozek. Daher muss die Stückzahl zunächst begrenzt bleiben. Bei entsprechendem Erfolg sollen aber weitere Produktionschargen folgen. Die Pandora wird in einer Reihe von Webshops erhältlich sein, darunter in Deutschland der von Mrozek betriebene gp2x Shop. Als Verkaufspreis sind 299 Euro vorgesehen.(pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2
Der Österreicher
40
29.11.2009, 15:01

Was soll das sein? Schaut aus wie klobiger, tragbarer DVD Player...

fizcaraldo
12
29.11.2009, 15:27

Was soll das sein? Schaut aus wie ein sinnloses Kommentar....

Atrus
00
29.11.2009, 10:30

Vorweg: Ich bin grundsätzlich für solche Projekte, also bitte meine Frage als konstruktive Kritik verstehen.

Wo ist - abgesehen von der Größe - der Unterschied zu einem Netbook?

Snake9802
00
29.12.2009, 16:10

ein netbook bekommst du nicht in die hosentasche

fizcaraldo
01
29.11.2009, 12:29

Das Ding verfügt im Gegensatz zu einem Netbook über Game Controls und einen Touch Screen.

Außerdem ist kein x86 Prozessor sondern ein ARM Prozessor eingebaut. Dadurch ergibt sich praktisch keine Abwärme und eine Akkulaufzeit von >10 Stunden.

Gargan G
02
29.11.2009, 11:39
es ist als konsole ausgelegt

also findest du digitales und analoges pad, knöpfe für spiele (also A,B,...) und vorinstalliert sind alle möglichen emulatoren

am besten mal die videos anschaun

LCD
00
29.11.2009, 00:10

Cool, wenn ein Amiga-Emulator drauf laufen wüde, aber meinen A500 und A1200 werde ich trotzdem sicher nicht einmotten.
Für Spectrum-Emulation genügt schon NDS.

Beneloth
 
00
29.11.2009, 02:31

Amiga Emu wirds ziemlich sicher drauf geben, steht im Pandorawiki schon als "working build" drin:
http://pandorawiki.org/Projects_... evelopment

Jetzt heissts nur noch abwarten bis die ersten 4000 Stück wirklich fertig und sind und ausgeliefert werden.

fizcaraldo
01
28.11.2009, 22:45

Das Design mag nicht jedem gefallen, aber es ist funktional. Volle Tastatur bei der Größe eines Nintendo DS. Wer ein voll durchgestyltes Gerät will muss eben das doppelte zahlen und bekommt dafür sein Apfel Logo drauf. Ich will spielen und unterwegs surfen. Genau dafür ist es gedacht.
Quake 3 läuft schon drauf: http://tr.im/G3jb
Die Arbeit am N64 Emulator schreitet auch voran. Sogar einen (noch langsam) laufenden Dreamcast Emulator gibts: http://www.pandorasource.de/comment.p... t.news.211

werwolfi
02
28.11.2009, 22:13
yay! haben will! :o)

Prof. Vogel
00
28.11.2009, 21:21
4000 Geräte..

.. das scheint ja eher sowas wie ein Beta-Release zu sein.

Die 2. Serie hat vielleicht ein hübscheres Design und weniger Kinderkranktheiten (Powermanagement und so).

Das Konzept der offenen Spielkonsole sind ich extrem geil. Dann muss man auch keine PSP cracken und kein EiFon Jailbracken, um kostenlose Dinger zu spielen.

h 90
00
29.11.2009, 04:20

Powermanagment wird eine Software Sache sein, also egal ob erste oder 2 Serie.

qummunismus.at
02
28.11.2009, 20:19
cooool!

extrem coool! ich glaub ich will so ein teil :-)

q.

fizcaraldo
00
28.11.2009, 22:54

Ein paar Stück sind noch verfügbar. Bestellt werden kann aber nur per E-Mail: http://www.gp2x.de/shop/impr... 4k83c2ijk6

maruh
00
28.11.2009, 20:28

ich glaube nicht mehr, ich weiss das ich so ein teil haben will!!
*g*

Funk1
21
28.11.2009, 19:45
Worst Design ever

fizcaraldo
01
28.11.2009, 22:55

Das kommt eben dabei heraus wenn man Funktionalität dem Aussehen vorzieht. Ich finds gut so.

hagane
00
29.11.2009, 09:16

Das eine muss das andere nicht ausschliessen.
Daran erkennt man dann gutes Design, was dieses Gerät definitiv nicht hat. Ist das so dermaßen schlimm? Nein, ist es nicht.

haggle.123
51
28.11.2009, 19:08

Leider unhantlich groß und misslungenes Design. Kein Lifestyle-Gerät sondern eher Nerd-Gadget.

fizcaraldo
00
29.11.2009, 09:39

Das Ding ist nicht größer als ein Nintendo DS...

rudlxy
00
28.11.2009, 23:53

Für was braucht man ein "Lifestyle-Gerät" ?

hagane
20
29.11.2009, 09:20

für nichts... genausowenig wie 99% aller artikel die man sich anschafft. uuuuiiii so eine neue erkenntnis aber auch...

rudlxy
00
1.12.2009, 11:11

Die "Lifestylegeräte" die sie sich vielleicht kaufen.

Mal überlegen ob ich so ein ding habe, mein altes Handy geht glaub ich nicht mal neu als "Lifestylegerät" durch.

h 90
00
29.11.2009, 04:21

zum Angeben

fizcaraldo
00
28.11.2009, 22:59

Unhantlich groß? Es ist so groß wie ein Nintendo DS. Sieh selbst: http://www.pandorasource.de/modules/v... s/162.html

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.