EU-Kommissar

Fischler: Regionalressort "größte Überraschung"

28. November 2009 12:57

Hahn wird nach Strukturreformen größtes EU-Budget verwalten - Lob für Rompuy, Kritik an Ashton-Ernennung

Innsbruck/Wien - Der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler (1995-2004) hat die Nominierung seines Parteifreundes Johannes Hahn zum EU-Kommissar für Regionalpolitik als "größte Überraschung" in der Besetzungsliste von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnet. Im Gespräch mit dem Ö1-Mittagsjournal des ORF Radio maß er am Samstag dem zukünftigen Ressort des scheidenden Wissenschaftsministers dabei große Bedeutung zu: Nach Strukturreformen werde das regionalpolitische Budget zum weitaus größten in der EU werden und jenes aus dem Agrarbereich überholen.

Das Regionalressort "ist auf Vernetzung ausgelegt: Landwirtschaft, Energie, Transport, aber auch um soziale Fragen geht es." Hahn müsse also Fähigkeiten zum vernetzten Arbeiten zeigen, dann könne er eine große Rolle in der EU spielen.

"Parlament ist stärker geworden"

In seiner Analyse habe weder der Rat noch die Kommission an Bedeutung in der EU gewonnen, sondern "vor allem das Parlament ist stärker geworden", meinte Fischler. In Bezug auf die Arbeit der Kommission müsse Barroso in seiner zweiten Amtszeit beweisen, dass er tatsächlich Politik machen kann, "mit neuen Ideen und mehr Initiativen. Die Kommission darf nicht nur nachbeten, was die Regierungschefs auf den Gipfeln vorbeten." Einige Neuerungen seien bereits zu erkennen: Positiv wertete Fischler etwa die Einrichtung des neuen Klimaressorts.

Zwiespältig fiel das Urteil des ehemaligen EU-Kommissars in Bezug auf das neue Führungsteam aus: Während er dem neuen belgischen EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy "sehr gute Qualitäten" bescheinigte, um "den Flohzirkus der EU-Regierungschefs unter einen Hut zu bringen", da diese naturgemäß nur ungern Macht abgäben, fand er für die neue Hohe Beauftragte für die EU-Außenpolitik Catherine Ashton vor allem kritische Worte und äußerte Zweifel, ob mit dieser Entscheidung tatsächlich "die richtige Wahl" getroffen worden sei. (APA)

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gerda marder
29.11.2009 15:27
Aaaaaaaaarrrghghhh

das Monsterbaby verfolgt mich sogar hier

skip it
30.11.2009 08:18
na, dann lesen s' halt woanders...

...schau mr amal:

sie muessen
- "derstandard.at" anklicken
- "inland" waehlen
- auf der seite ganz nach unten scrollen
- dann bewusst den artikel anklicken
- "posten" aktivieren
- posten
- posting "bestaetigen".

---------------------

aber hauptsach, der fischler "verfolgt" sie.

harald ecke
 
29.11.2009 15:17
Eine Adelige aus dem Oberhaus

Die wird schon die US-Wünsche erfüllen. Das ist es wohl, was diese mehrheitlich konservative EU, von ihr erwartet, isn't it?

135
 
29.11.2009 15:39
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß

für Regionalpolitik und Kohäsion ein schwacher Kommissar gesucht wurde, zwar mit hohen finanzielle Mitteln ausgestattet, aber wenig Einfluß auf die Gestaltung hat oder haben wird.

Hahn hat keine Erfahrung in regionalpolitischen Fragen und der Kommunikation mit den alten und neuen Staaten der EU.
Er ist überdies völlig von Beamten und Lobbys
abhängig. Seine Unfähigkeit in der Bildungspolitik müßte in Brüssel aufgefallen sein und seine Verweigerung einer Kommunikation mit jungen Menschen.
Seiine Sprachkenntnisse sind unbekannt.
Österreicher zu ein, genügt nicht

1116er
30.11.2009 13:35
keine angst.

die arbeit machen ohnehin die beamten.

didi111
29.11.2009 15:15
Die ÖVP könnte für IHRE Mitglieder ein Grundseminare abhalten:


Thema:

Gefäße;

Es gibt mehrere Arten von Gefäßen.

Beispielsweise verfügt jetzt Gio Hahn über volle EU-Töpfe, welche er verteilen kann,

währenddessen

der Molterer Willi den Schearm auf hat.

http://www.ostarrichi.org/wort-1728... hearm.html

Und das heißt für uns, daß Gefäß nicht gleich Gefäß ist....

mirror
29.11.2009 14:36
Je rückgratloser und inkompetenter der Poitiker,

desto besser für die Konzerninteressen, solche kleingeistige Egomanen für gewisse Stellen im Politshowbiz einsetzen zu lassen.

(Allgemeine Grundregel Nr. 17 des kriminellen, also gängigen Neoliberalismus.)

;-)

Daniel Dillinger
29.11.2009 16:56

Nicht dass ich Ihnen widersprechen möchte, aber in diesem Artikel geht es doch gar nicht um Herrn Faymann.

dr.no3
29.11.2009 15:52
man soll nicht alles auf den neoliberalisnmus schieben

an vielem is auch der liberalismus schuld

itavalda
29.11.2009 14:34

Der Barosso ist ein Genie mit der Ernennung Hahn`s gelingt ,dass dieser den Schaden den er in seinem Land mit völlig falsche Bildungspolitik angerichtet hat mit Entwicklungshilfe selbst wieder auszubügelt.

re flexion
29.11.2009 13:51
Wenn einem

ein Theaterstück absolut nicht gefallen hat, aber man dies nicht so sagen will, dann bezeichnet man es am Besten als interessant oder überraschend.

135
 
29.11.2009 13:32
Fischler hat zumeist im Konjunktiv gesprochen

Vor allem "..Hahn könnte" und die Kompetenz Hahns eher als
Koordinationskompetenz bezeichnet.
Fähikeiten des Betroffenen hat er kaum erwähnt, sondern ist auf das Landwirtschaftsressort und Molterer
ausgewichen, dessen Bestellung als Landwirtschaftskommissar aber keineswegs feststand und eher unwahrscheinlich war, weil eineErbpacht Österreichs darauf nicht besteht

Wie immer es auch ist,die Landwirtschaftspolitik der EU gehört dringend reformiert...Wäre das durch Molterer möglich gewesen?

dr.no3
29.11.2009 13:27
was kan in seinem leben passieren

was in nicht überrascht

"ui schau jetzt wirds finster draußn"

ein Versprechen fürs Leben
29.11.2009 12:26
Farce a la EU

Er ist überrascht, aber natürlich höchst kompetent und der beste Mann. Er wusste zwar nicht, was er bekommt, er ist aber immer der höchst kompetente und der beste, den die EU zu bieten hat, für was auch immer er ernannt wird.
Bei jedem McJob wird man vom Personalisten auf Herz und Nieren geprüft, aber die EU ist anders.

chris.from.vienna
29.11.2009 11:54
ja ja, die überraschung ...

... wer was bekommen hat. das ist halt die folge des systems der eu, welches ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. anstatt vorher abzuklären, wer welches ressort bekommt und dann die für den aufgabenbereich fähigste/kompetenteste person auszuwählen geht's genau umgekehrt. mich würde interessieren, ob andere länder ähnliche kanditaten wie hahn weg nach brüssel nominiert haben. dann könnte ich es ja verstehen, dass barroso aufgrund der tollen auswahl auch wichtige ressorts mit solchen leuten besetzen muss. für hahn wäre es gut, im vergleich mit anderen könnte er in diesem fall schon mal glänzen. mich allerdings können sie durch solche aktionen nicht begeistern. vielleicht ja auch ein grund, warum die eu in Ö so gut dasteht.

skip it
30.11.2009 08:23
wenn sie, chris, tatsaechlich "from vienna" sind,...

...ist ihre ueberraschung nur schwer nachvollziehbar: wie, meinen sie, wird eigentlich HIERZULANDE eine regierung gebildet?

zit.: "anstatt vorher abzuklären, wer welches ressort bekommt und dann die für den aufgabenbereich fähigste/kompetenteste person auszuwählen geht's genau umgekehrt"

wenn sie deshalb von "der eu" enttaeuscht sind, sollten sie sich von oesterreich eigentlich mit schaudern abwenden.

weiters moecht ich net ihre reaktion sehen, wenn "die eu" oesterreich vorschriebe, WEN das land denn zu entsenden hat.

Chris Quast
29.11.2009 14:30

natütlich habens das, was hasst den du für eine vorstellung von politik und deren anforderungsprofil.

du sprichst dich ja für eine von politikern losgelöste kommision von fachmänner aus. die sind dann aber wieder keine politiker und haben in der regel von diesem geschäft keine ahnung.

und glaubst du alle anderen kommisare die jetzt ein 2. mal dran kamen waren/sind in ihren beiden ressorts jeweils profis (alle alten bekamen ja neue resorts) ? würde mich schon wundern wenn manche in einem eine ahnung haben/hatten.

Daniel Dillinger
29.11.2009 12:50

Einen Aufgabenbereich für den Hahn geeignet wäre, gibt es nicht. Ich gehe davon aus, dass seine Kollegen aus den anderen EU-Staaten über ähnlich Qualitäten verfügen (Öttinger zum Beispiel war ja mittlerweile in Deutschland de facto untragbar und musst weggelobt werden).
Da aber die Arbeit ohnehin von den Beamten in den jeweiligen Kommissionen erbracht wird, ist es relativ egal, welches Polit-Subjekt gerade der jeweilige Chef ist.

grazistanders
29.11.2009 12:00

hahn soll mal schleunigst paar milliarden nach österreich abzweigen, die eu ist sowieso ein geldverschleierautomat, will gar nicht wissen wieviel mafiosis schon im eu parlament sitzen, da fallen die milliarden wohl nie auf.

Scala2
29.11.2009 11:14
Fishler for Prasident

so go
29.11.2009 11:01
DAS BUDGET AUS DEM AGRARBEREICH

Damit ist wohl jene Milliarde Euro gemeint, die wir JEDEN TAG als Subvention auf die internationalen Märkte werfen?

Das vielleicht wichtigste Mittel der USA und Europa um die 3. Welt weiterhin im Würgegriff zu halten.

criticer
29.11.2009 11:03
volltreffer

genau das is gemeint.

die größte schande der EU

Alkolix
29.11.2009 12:29

haben sie eine bessere idee?

christian becker
29.11.2009 10:31

Jetzt wird es aber dramatisch, der Dolm soll so ein Budget verwalten? Hat bei den Unis und auch schon vorher nie was zammenbracht und jetzt das! Schön langsam glaube ich, dass das mit Absicht der nationalen Politiker geschieht, die diese Entsendungsentscheidungen treffen, um so automatisch EU Ressentiments zu schüren. Damit kann man dann wieder auf dem 'Heimmarkt' punkten und mit dem schiefen Finger auf Brüssel zeigen.
Man könnte nur mehr kotzen.

Der Cygeuner
29.11.2009 11:01
Ich nehme mal an ...

... dass die EU-Techokraten (resp. die Leute, die das Geld zum allergrössten Teil bereitstellen, d.h. niemand aus Österreich), das Heft nicht ganz aus der Hand geben werden.

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