Huub Stevens (Salzburg-Trainer, der am Sonntag 56 Jahre alt
wurde): "Ein großes Dankeschön an den zwölften Mann, das Publikum,
das uns heute fantastisch unterstützt hat. Aber leider war der
Linienrichter gegen uns. Er hat einen großen Fehler gemacht, der mich
ärgert. Die TV-Bilder sprechen eine deutliche Sprache, dass der
Treffer von Svento nicht abseits war."
Eddie Gustafsson (Salzburg-Tormann und -Kapitän): "Ich bin
enttäuscht, das waren zwei verlorene Punkte für uns. Rapid steht
hinten und wartet auf unsere Fehler, diese sind aber nicht passiert."
Andreas Ulmer (Salzburg-Verteidiger): "Ich glaube nicht, dass wir
zufrieden sein können. Wir wollten die Tabellenführung und drei
Punkte. Das Tor war kein Abseits, das ist schade für uns, aber jetzt
müssen wir damit leben. Mit ein bisschen Glück geht der eine oder
andere Schuss hinein. Schade."
Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden, denn wir
sind mit dem Ziel hergefahren, die Tabellenführung zu behaupten. Das
ist uns gelungen. Es ist nie leicht hier in Salzburg, man hat aber
auch gemerkt, welch großen Respekt beide Teams voreinander haben.
Wenn man in einer Woche gegen die drei großen Rivalen Austria, Sturm
und Salzburg sieben Punkte holt, dann muss man zufrieden sein. Bei
der Attacke an Jelavic hätte man Elfer durchaus geben können."
Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir haben auswärts gegen eine
sehr gute Mannschaft gespielt. Das Remis war das Minimalziel. Ich
habe in meinem ganzen Leben noch nicht gehört, dass der
Schiedsrichter bei einem Elfmeter (beim Foul an Jelavic, Anm.) auf
Vorteil entscheidet, da waren heute wieder ein paar Entscheidungen
dabei..."
Nikica Jelavic (Rapid-Stürmer): "Ich habe zwei Tage nicht
trainiert, es war für mich schwierig, heute zu spielen. Ich bin aber
zufrieden, dass wir einen Punkt gemacht haben."
Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Wir haben das Spiel nach dem frühen Schock gut im Griff gehabt, Sturm hat sich zurückgezogen und nur auf Konter gelauert. Wir haben schon in der ersten Hälfte getroffen, was nach meinen Informationen ein klares Tor war. Das wäre schon das 1:1 gewesen. Das Anschlusstor hat uns neues Leben eingehaucht, dann ist uns vollkommen verdient der Ausgleich geglückt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis."
Christian Mayrleb (LASK-Torschütze): "Der Punktgewinn ist in unserer
Situation sehr wichtig. Wir haben nicht überragend gespielt und auch
wieder dumme Fehler gemacht, wir sind aber super zurückgekommen, das
tut natürlich gut. Wir können mit dem Punkt sehr glücklich sein."
Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Ich hatte nie das Gefühl, dass der LASK ein Tor erzielen könnte. Sie waren zwar feldüberlegen, aber das wollten wir, das war Teil unserer Taktik. Wir haben aber keine Chancen zugelassen und waren klar dominierend bis zum 2:1. Einen Gegner durch solche Fehler wieder zum Leben erwecken, darf einem Routinier wie Kandelaki nicht passieren. Wenn man vorher dreimal nicht gewonnen hat, ist es immer schwierig, das 1:0 hat der Mannschaft aber die nötige Selbstsicherheit gegeben. Es ist sehr schade, dass wir hier zwei Punkte und einen bei Rapid liegen gelassen haben. Ansonsten würde es in der Tabelle schon ganz anders ausschauen."
Daniel Beichler (Sturm-Graz-Torschütze): "Bis zu dem 2:1 haben wir gut gespielt, dann haben wir einen individuellen Fehler gemacht, der auf diesem Niveau nicht passieren darf. Davor war der LASK schon tot. Wir haben in der zweiten Hälfte gut begonnen, waren ballsicher und in der Offensive um einiges besser als in den vergangenen Spielen. Ich war mir beim Stand von 2:0 sicher, dass wir gewinnen werden. Leider hat es aber nicht gereicht. Das zweite Gegentor passt genau in unsere Phase hinein. Gegen einen angeschlagenen LASK darf man eine 2:0-Führung nicht aus der Hand geben."
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Es war schwer. Kärnten hat zu Beginn sehr defensiv gespielt, wir haben keine Lücke gefunden. Mit Fortdauer des Spieles haben wir große Chancen vorgefunden, die aber nicht verwertet. Wir waren die bessere Mannschaft und haben auch verdient gewonnen. Wir tun uns mit dem Toreschießen schwer, das ist augenscheinlich. Das macht uns das Leben schwer. Das 1:0 war befreiend, ich habe schon gefürchtet, dass wir anrennen."
Emin Sulimani (Austria-Torschütze): "In der zweiten Spielhälfte hat der Gegner mehr riskiert. Unser Problem war, dass wir das zweite Tor nicht gemacht haben. Aber wichtig war der Sieg und die drei Punkte."
Joze Prelogar (Kärnten-Trainer): "Austria war die bessere Mannschaft. Mit der zweiten Spielhälfte bin ich zufrieden. Wir müssen bereits sein für das nächste Spiel gegen den LASK. Wir haben eine junge Mannschaft, die kämpft. Wir haben auch probiert, Fußball zu spielen. Nächste Woche haben wir Zeit, zu trainieren, um nächsten Sonntag wieder alles zu probieren. Wir müssen jedes Spiel 150 Prozent geben, nicht 100 Prozent. Wir müssen jetzt einmal die Herbstsaison zu Ende spielen, dann können wir weiterschauen."
Wolfgang Mair (Kärnten-Stürmer): "Wenn man aus einem Meter zweimal nicht ins Tor trifft, ist das nicht nur Pech, sondern eine Frage des Selbstvertrauens."
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Die Mannschaft hat einen
Sieg des Willens gelandet. Mit zehn Spielern haben wir nochmals Gas
gegeben. Pavlov war heute ein wichtiger Einwechselspieler. Er zeigte
gute Aktionen. Der Sieg war ein wichtiger Schritt nach vorne in
Richtung jener Teams, die in der Tabelle vor uns liegen."
Helmut Kraft (Neustadt-Trainer): "Ich bin enttäuscht. Wir haben
wieder nicht auswärts gewonnen, ein Auswärtssieg war die Vorgabe, die
wir uns selbst gestellt haben. Die haben wir nicht erfüllt.
Kapfenberg hat die Torchancen zum Sieg genützt, wir aber nicht. Daher
geht der Sieg von Kapfenberg in Ordnung. Vorm Abstieg fürchten wir
uns nicht. Wenn wir unsere Auswärtsschwäche ablegen, dann bleiben wir
sicher in der Liga."
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Offensive ist leider zu oft über die Mitte gekommen, Seidl und Sedloski haben die Räume sehr eng gemacht. Aber in der ersten Hälfte haben wir viele positive Angriffsaktionen gezeigt. Ich sehe neben den Top Vier fünf, sechs Mannschaften, die eine ungefähr gleiche Qualitätsnorm haben, und bei diesen Mannschaften sind wir in vorderster Front."
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir nicht die richtige Mentalität gehabt. Wir sind von Minute zu Minute passiver geworden. In der zweiten Hälfte war es ein offenes Spiel, letztlich müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. In unsere Offensivaktionen muss mehr Glauben rein, dann können wir vielleicht mehr mitnehmen. Was Borenitsch in den letzten drei Spielen macht, hat alles Hand und Fuß. Er ist unser ruhender Pol."
Herwig Drechsel (Ried-Kapitän): "Uns hat die Sicherheit vorm Tor gefehlt. Wir haben die Chancen teilweise kläglich vergeben, so trauern wir zwei verlorenen Punktern nach. Wenn wir ein Tor geschossen hätten, wäre alles sicher leichter geworden. Wir brauchen uns nicht nach unten zu orientieren, denn wir sind zu stark, um gegen den Abstieg spielen zu müssen."
Thomas Borenitsch (Mattersburg-Tormann): "Dafür bin ich da, um Tore zu verhindern. Im Moment läuft es bei mir gut. Mit dem Punkt können wir zufrieden sein."