Interview Ludwig Adamovich

"Und dann überfällt mich ein heiliger Zorn"

27. November 2009, 17:40
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    foto: standard/hendrich

    Natascha Kampusch tut ihm "bis zu einem gewissen Grad leid", Jörg Haider regte ihn auf, und über Manner-Schnitten urteilen mochte er nicht: Ludwig Adamovich, Ex-VfGH-Präsident.

Ludwig Adamovich erzählt, warum ihn die Causa Kampusch so in Rage brachte, wie er selbst von seiner Herkunft geprägt ist, und was er mit Wilhelm Busch und Yoga zu tun hat

Ludwig Adamovich, Leiter der Kampusch-Kommission, steht zu seinen Aussagen über das Entführungsopfer. Warum ihn die Causa so in Rage brachte, wie er selbst von seiner Herkunft geprägt ist, und was er mit Wilhelm Busch und Yoga zu tun hat, eruierte Renate Graber.

***

STANDARD: Fanget an. Der Meister wartet.

Adamovich (lacht): Mit diesem Zitat aus den Meistersingern haben Freund Korinek (VfGH-Präsident nach Adamovich; Anm.) und ich oft Sitzungen begonnen.

STANDARD: Sonst sind Sie aber weniger Wagerianer als Richard-Strauß- und Mozart-Fan.

Adamovich: Das stimmt, aber die Meistersinger sind ein Gesamtkunstwerk aus Text und Melodie und lange nicht so Ideologie-beladen, wie manche Wagner vorwerfen. Denn es geht ja nicht nur um die deutschen Meister, sondern auch um die sehr persönliche Geschichte zwischen dem alternden Hans Sachs und dem 18jährigen Evchen, die bei ihm in Resignation mündet. Bei ihr wird schon auch klar, dass sie sich das vorstellen könnte mit Sachs, wäre da nicht der junge Ritter auf der Bildfläche erschienen.

STANDARD: In Ihrem Büro hier in der Präsidentschaftskanzlei sieht es aus, als würde gleich der Kaiser auf der Bildfläche erscheinen. Bis auf das moderne Bild hinter Ihnen: Wer ist die Dame?

Adamovich: Eine amerikanische Malerin. Sie hängt hier, weil das Büro drumherum so imperial ist.

STANDARD: Ihr Kleid passt farblich zu Ihrer Krawatte. Sind da Schildkröten drauf? Die Salti schlagen?

Adamovich: Richtig: fröhliche Schildkröten.

STANDARD: Passt gar nicht in mein Bild von Ihnen. Sie gelten doch als einer der letzten Beamten im guten Sinne, einer Ihrer Freunde nennt Sie gar den "letzten Mandarin"...

Adamovich: Das war der Jabloner (Präsident des Verwaltungsgerichtshofs; Anm.). Dabei war ich gar nicht immer Beamter, als VfGH-Richter ist man keiner. Zu einem Beamten gehört die Gehorsamspflicht - und die habe ich mir Gott-sei-Dank abgewöhnen können. Denn ein VfGH-Präsident, der auf Aufträge wartet, wäre eine traurige Figur. Ich bin zwar nicht übertrieben konfliktfreudig, habe aber im Gerichtshof Konflikte durchaus nicht gescheut.

STANDARD: Stichwort Ortstafeln?

Adamovich: Auch. Es gab immer wieder Fälle, in die Ideologie hineingespielt hat, etwa die steuerliche Absetzbarkeit von Unterhaltsleistungen an Kinder. Der VfGH sagte, dass man Menschen mit Kindern anders als Kinderlose behandeln muss, andere meinten, man müsse die Unterscheidung zwischen arm und reich machen.

STANDARD: Sie haben auch Sträuße mit Heinz Fischer gefochten, den Sie nun in Verfassungsfragen beraten?

Adamovich: So war das. Es zeichnet ihn aus, dass er einen Berater nahm, von dem bekannt ist, dass er nicht immer auf seiner Linie war.

STANDARD: Sie sind ungehorsam?

Adamovich: Nein, aber ich biege meine Meinungen nicht.

STANDARD: Sind Sie ein Facebook-Freund von "Heifi", wie Fischer im Internet heißt?

Adamovich: Nein. Ich bin froh, wenn ich mein Handy beherrsche.

STANDARD: Stehen Sie ihm weiter zur Verfügung?

Adamovich: Ja, wenn er mich will. Daheim wäre mir fürchterlich fad, außerdem ist es sehr schön hier. Schauen Sie aus dem Fenster.

STANDARD: Man denkt sofort an Thomas Bernhard.

Adamovich: Eben.

STANDARD: Sagt "Heifi" wie Ihre Freunde "Fipps" zu Ihnen? Kommt "Fipps" von Wilhelm Buschs Affen?

Adamovich: Ersteres: nein. Zweiteres: ja. Offenbar sah ich so aus.

STANDARD: "Der Fipps, das darf man wohl gestehn, ist nicht als Schönheit anzusehn. Was ihm dagegen Werth verleiht, ist Rührig- und Betriebsamkeit." Schrieb Busch.

Adamovich: Dem ist nichts hinzuzufügen.

STANDARD: Sie selbst nennen sich einen "unorthodoxen Konservativen". Sie wurden unter den Roten groß: Kreisky machte Sie zum Leiter des Verfassungsdienstes, Sinowatz zum VfGH-Chef. 1983 traten Sie aus der ÖVP aus, Michael Graff nannte Sie "Handlanger der Roten".

Adamovich: Aber mit Graff saß ich in der Schiedskommission zur Präsidentenwahl 2004, da haben wir uns wieder gut verstanden.

STANDARD: Sie sind 1983 aus der ÖVP ausgetreten, weil Kreisky Sie damals als Justizminister haben wollte?

Adamovich: Das ist jetzt schon sehr, sehr persönlich, aber bitte. Es war so: Kreisky hat das überlegt, aber ich habe ihm bei diesem Anlass gesagt, dass ich nicht aus der ÖVP weggehen will. Aber dann kam eben die ÖVP und fetzte mich an. Da ist es mir zu blöd geworden, ich habe mich gegiftet und bin wirklich ausgetreten.

STANDARD: Die so genannte Manner-Schnitten-Kommission: Sie sollten entscheiden, ob es zulässig ist, im Wahlkampf Süßes zu verteilen...

Adamovich: ...die Manner-Schnitten-Zuständigkeit haben wir abgelehnt. Noch zu Ihrer Farbenlehre: Ich will mich nicht in ein bestimmtes Kastl einordnen lassen. Natürlich bin ich von meiner Herkunft her konservativ, aber ich bin kritisch, ein bisserl liberal und vor allem klammere ich den sozialen Faktor nicht aus. Obwohl die Grenze nicht immer leicht zu ziehen ist: Bei der Ausländerthematik etwa.

STANDARD: Wie würden Sie mit dem Fall der Familie Zogaj umgehen?

Adamovich: Der Fall zeigt, dass sich Behörden an ihre eigenen Entscheidungen halten, ihre Bescheide vollziehen sollen. Die Familie hätte vor Jahren ausgewiesen werden müssen. Je länger sich jemand im Land aufhält, sei es auch illegal, desto schwerer ist es ethisch vertretbar, ihn hinaus zu schmeißen. Mir missfiel, wie der Fall ausgebreitet wird: Medien, Selbstmord-Drohung. Es gibt viele vergleichbare Fälle, bei denen nicht so ein Theater gemacht wird. Ich frage mich, wie es ausgeschaut hätte, wäre das nicht ein herziges Mäderl, sondern ein finster blickender Schwarzer gewesen. Faktum ist: Zogajs sind lang im Land, man muss prüfen, ob ihnen Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen zugestanden werden kann.

STANDARD: Wie sieht der "kritische Katholik" Adamovich die Frage Kruzifix-aus-dem-Klassenzimmer?

Adamovich: Diese Entscheidung des Gerichtshofs war zu erwarten. Begründet wurde sie mit dem Recht der Eltern, dass ihre Kinder nicht von Staats wegen gezwungen werden dürfen, unter einem religiösen Symbol, das sie ablehnen, zu lernen. Das ist ein klarer Standpunkt. Ich stelle mir eine andere Frage: Wenn man das Elternrecht so versteht, muss man dann nicht auch eine Schutzpflicht des Staates gegenüber dem Auftreten von Mitschülern mit religiösen Symbolen sehen? Anders gesagt: Wie komme ich als Vater oder Mutter dazu, dass mein Kind neben einem anderen sitzt, das mit irgendwelchen fremden religiösen Symbolen daherkommt?

STANDARD: Das Kopftuch, das Sie meinen, ist ja nicht staatlich verordnet wie das Kreuz an der Wand.

Adamovich: Das stimmt, aber mit der Argumentationslinie des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes kommt man in diese Richtung, die in Frankreich schon besteht.

STANDARD: Und wie stehen Sie zur so genannten Homo-Ehe?

Adamovich: Es steht völlig außer Frage, dass man Diskriminierung verhindern muss und Homoesexuelle zivilrechtlich gleichstellen muss. Aber es ist ja wieder eine Diskriminierung, wenn Homosexuelle nicht zum Standesamt dürfen. Von mir aus soll man ihnen auch dieses Recht geben.

STANDARD: Apropos Theater. Als Leiter der Kampusch-Kommission sorgten Sie per "Krone"-Interview für große Empörung ...

Adamovich: Lassen Sie mich das erklären. Die Kommission hat im Juni 2008 ihren Abschlussbericht abgegeben, darin haben wir festgehalten, dass die Behörden offenen Fragen nicht nachgegangen sind. Und wir haben der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, was uns aufgefallen ist. Aber die fand: Das ist alles nix. Sie hat den Standpunkt mit einer Hartnäckigkeit verfochten, die mit der Zeit Aggression in mir ausgelöst hat. Die bloße Vorstellung, es könne noch etwas anderes im Busch sein als das bisher Ermittelte, wurde sogar offiziell blödsinnig genannt. So was bringt mich in Rage.

STANDARD: Den Satz, es sei "natürlich denkbar, dass diese Gefangenschaft allemal besser war als das, was Kampusch davor erlebt hat": Würden Sie den wieder so sagen?

Adamovich: Nicht in diesen Worten. Wahrscheinlich wäre es vernünftiger gewesen, das nicht zu sagen, aber vom Gewissensstandpunkt her stehe ich zu meiner Aussage.

STANDARD: Kampusch fand Sie "anmaßend", man kann es ihr nachfühlen. Mich hat Ihre Wortwahl erstaunt. Sie sind bekannt für Ihre feine Klinge, und dann sagen Sie, Sie wollten Kampuschs Mutter "nicht auch noch am Gnack haben". Was ist in Sie gefahren?

Adamovich: Ich wollte aufrütteln. Ich war empört. Ich studierte kiloweise Unterlagen, es ist schauderhaft, was sich in der Causa abspielte. Sie konzedieren mir ja freundlicherweise, dass ich nicht zu Ausfälligkeiten neige - aber irgendwo kommt der Punkt und dann überfällt mich ein heiliger Zorn.

STANDARD: Was kann Kampusch für Ihren Zorn, tut Sie Ihnen nicht leid? Sie kennen halt dieses soziale Milieu nicht, in dem der Fall spielt...

Adamovich: Sie unterschätzen mein Einfühlungsvermögen. Kampusch muss einem bis zu einem gewissen Grad leid tun, war schon als Kind in einer extrem unguten Situation, ihr widerfuhr Übles. Aber man kann ihr zutrauen, dass sie irgendwann das Gesetz des Handelns an sich zog. Priklopil war eine traurige Gestalt. Mehr sage ich nicht.

STANDARD: Haben Sie etwas bewirkt?

Adamovich: Sicher, Priklopolis Freund H. musste einräumen, dass er gelogen hat. Es hat sich herausgestellt, dass die Mehrtäter-Idee nicht völlig abwegig war. Nun ist der Staatsanwalt am Zug.

STANDARD: Und Sie stehen bald vor Gericht: Kampuschs Mutter hat Sie wegen Ehrenbeleidigung geklagt.

Adamovich: Ich werde mich zu wehren wissen, werde erklären, wie ich zu dieser Idee kam. Und ich kann Ihnen sagen: Aus heiterem Himmel ist das nicht geschehen.

STANDARD: Für Sie sind in der Justiz "auch Optik und Anschein wichtig". Wie finden sie die Optik derzeit?

Adamovich: Sie ist nicht ideal.

STANDARD: Kärnten ignoriert den VfGH-Ortstafel-Entscheid von 2001 noch immer. Die Justiz tritt Landeschef Dörfler nicht näher, flapsig gesagt, weil der Nicht-Jurist das alles nicht verstehe. Auch nicht ideal?

Adamovich: Fragen Sie lieber nicht.

STANDARD: Sie sagten einmal, Richter seien "nicht die personifizierte Gerechtigkeit". Gibt es Gerechtigkeit?

Adamovich: Mein Gott.

STANDARD: Wen soll ich fragen, wenn nicht Sie?

Adamovich: Darüber diskutieren wir jetzt schon seit mehr als 2500 Jahren. Wenn man sich wie Hans Kelsen mathematisch an die Frage annähert...

STANDARD: Sie mochten Mathematik nie...

Adamovich: Ja, und sie hat vor allem im Juristischen nichts verloren. Jedenfalls: Wenn man das so macht, muss man fast zum Ergebnis kommen, dass es eine absolute Gerechtigkeit nicht gibt, nur eine relative.

STANDARD: Und was glauben Sie?

Adamovich: Ich sehe drei Schichten. Es gibt einen Bereich, in dem kann man als verantwortungsvoller Mensch nur sagen: Das ist gerecht, und das ist ungerecht. Im zweiten Bereich gibt es ein Spektrum, in dem mehrere Lösungen gerecht sind, und im dritten ist die Entscheidung, was gerecht ist und was ungerecht, eine reine Gewissensfrage.

STANDARD: Zurück zu Ihrem Verhältnis zu Kärnten. Jörg Haider meinte anlässlich des Ortstafel-Erkennisses, "wenn einer Adamovich heißt, muss man schauen, ob er eine Aufenthaltsbewilligung hat".

Adamovich: Blöde Randbemerkung.

STANDARD: Hat Sie aber empört.

Adamovich: Hat mich völlig kalt gelassen. Meine Vorfahren stammen aus Slawonien - nicht Slowenien -, waren Gutsbesitzer, Offiziere und zählten immer zum deutschsprachigen Kulturkreis. Mich regte auf, dass Haider gelogen hat, behauptete, ich hätte der Landesregierung das Gespräch verweigert, dabei war er selbst bei mir. Die Stirn muss man erst einmal haben.

STANDARD: Ist das auf Ihrem Ring eigentlich Ihr Familienwappen?

Adamovich: Ja, das gibt es seit Anfang des 18. Jahrhunderts. Oben der Löwe, unten der Halbmond, erinnert an die Türkenkriege.

STANDARD: Weil wir bei Ihrer Herkunft sind: Ihr Vater war unter Schuschnigg kurz Justizminister, von den Nazis kaltgestellt, Uni-Rektor, im Verfassungsdienst, 1946 bis 1955 VfGH-Chef. Sie machten fast idente Karriere, obwohl Sie wie Ihre Vorfahren mütterlicherseits in die Medizin wollten. Hat der Vater Sie ins Jusstudium gedrängt?

Adamovich: Nein, ich war in den Naturwissenschaften zu schlecht. Ein Urgroßvater war einer der Pioniere der Gerichtsmedzin, wurde auch nobilitiert. Er hat das medizinische Bulletin nach Kronprinz Rudolfs Tod mitunterzeichnet, liegt neben Billroth in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof. Dadurch, dass ich mich nicht mit voller Überzeugung ins Juristische begeben habe, habe ich mir kritische Distanz bewahrt.

STANDARD: Sie lieben auch die Psychologie. Erwin Ringel schrieb zu Ihrem 60er, es sei "fast unwirklich, dass ein Einzelkind im Schatten dieser gewaltigen Eiche kein Schwammerl wurde".

Adamovich: Stimmt auch. Mein Vater war als Vaterfigur großartig-schrecklich. Er war zwölf Jahre im Jesuiten-Internat in Kalksburg, immer Vorzug, immer Klassenprimus.

STANDARD: Oje, Sie Armer.

Adamovich: Eben. In der Nazizeit war er zwangspensioniert und daher daheim, seit damals habe ich ein gestörtes Verhältnis zur Mathematik. Jedes Mal, wenn mein Vater in meiner Arbeit einen Fehler entdeckt hat, hat er, wumm, mit der Faust auf den Tisch geschlagen. Das fördert die Konzentration nicht unbedingt.

STANDARD: Man sagte damals gern: "Gott ist größenwahnsinng geworden: Er glaubt, er ist Adamovich".

Adamovich: Ja, das sagte man. Aber mein Vater war bei alledem im Beruf unglaublich fleißig und erfolgreich.

STANDARD: Sein Schreibtisch hätte aber nie so ausgesehen wie Ihrer?

Adamovich: Nein. Mein Vater war zwanghaft, furchtbar pedantisch.

STANDARD: Trotzdem wohnten Sie bis vor kurzem in der elterlichen Wohnung. Wie erklärt das der Psychologe Adamovich?

Adamovich: Es ist ein permanenter, nie endender Kampf des Sohnes um die Eigenständigkeit. Den heiligen Zorn hatte mein Vater übrigens auch. Er war aber cholerisch.

STANDARD: Dagegen wappnen Sie sich mit Yoga und Tai-Chi. Bei der morgendlichen Tai-Chi-Gruppe am Heldenplatz sind Sie nicht dabei?

Adamovich: Das nicht.

STANDARD: Letzte Frage: Worum geht's im Leben?

Adamovich: Um vieles. Letzten Endes darum, dass wir mit unserer Verantwortung umgehen können - und die endet nicht im Diesseits. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.11.2009)

Zur Person

Ludwig Adamovich (77) war Chef des Verfassungsdiensts im Kanzleramt, von 1984 bis 2002 Präsident des Verfassungsgerichtshofs - Positionen, die sein Vater Ludwig auch inne hatte. Adamovich jun. trat 1983 aus der ÖVP aus, sieht sich als Liberal-Konservativen. Er berät Bundespräsident Heinz Fischer, leitet seit 2008 die Evaluierungskommission der Causa Kampusch.

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Prozess gegen Adamovich am 24. Dezember

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 269
1 2 3 4 5 6
Tschuri Cazzino
 
04
29.12.2009, 08:55
"Nein, ich war in den Naturwissenschaften zu schlecht."

oder anders ausgedrückt: Es hat intellektuell nur zum Juristen gereicht - dort aber gleich bis zur Spitze.
Leider merkt man das. Adamovich ist ein Symptom für das hiesige Rechtswesen.

Kuldip K.
 
00
So "zerstreut" wieder dieser Typ ist...

...ist auch die österleichische Verfassung.

Fetz Pepi
15
9.12.2009, 09:18

wie immer bei Adamovich , guter Klang und inhaltsleer, .., die Frage wie er dazu kommt Frau Sirny völlig begründungslos anzupatzen, hat man ihm nicht gestellt.

suboptimal
 
04
28.12.2009, 21:09
Das hat etwas mit der Qualität der Journalisten zu tun.

Am Umgang mit den Adamovich-Gschichterln kann man gut messen, wer Journalist ist und wer kritikloser Schreiberling. Auf der einen Seite ist dieses Interview empörend, auf der anderen Seite demontiert er sich selbst unverfälscht im Originalton zu dem, was er ist:

nämlich ein zu Recht verurteilter Rufmörder, der eines der schrecklichsten Verbrechen in Österreich zu einer "liebevollen Beziehung" (Originalzitat) umdeutet und aus dem TÄTER eine traurige Gestalt bastelt,

der ab einem Zeitpunkt, den uns Adamovich noch mitteilen wird, zum willenlosen Opfer von Frau Kampusch wurde.

dieStimmeAUSdemHintergrunD
20
30.11.2009, 12:36
es leben die Freimaurer....

und .... alle anderen, aber eben nicht sooo gut!!

Veridad
00
30.11.2009, 14:15
ist der ein Freimaurer?

dieStimmeAUSdemHintergrunD
00
30.11.2009, 15:34
wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit...

wenn man das durchliest?

http://de.wikipedia.org/wiki/Freimaurerei

Schneeglöckchen
 
12
30.11.2009, 10:23
Täter/Opfer Umkehr

Folgendes fiel mir gerade ein:

"Die Juden sind unser Unglück" selbstbemitleidete sich das "Opfer" Himmler, daß dieser Juden töten "mußte".

Herr Schnaberl
03
30.11.2009, 09:27
Österl. Kellereiwirtschaft.

mike sierra
00
29.11.2009, 23:35
Was hat das Ganze mit Wirtschaft zu tun?

Weil die Interviewerin aus diesem Ressort stammt?
Betriebsblindheit!

suboptimal
 
212
29.11.2009, 22:59
Man sollte auch mal in den Keller von dem kranken Troll

mit dem ausgeprägten Verständnis für Kinderschänder schauen.

Irgendwo muss er ja sein, der große Kinderschänderring, wegen dessen Aufdeckung der "Chefermittler" seit 2 Jahren ausschließlich das Opfer anschüttet und uns hier ernsthaft einreden will, dass der schwerkriminelle Täter - simsalabim und "irgendwann" - das Opfer des Opfers wurde. *lol*

Diese Inflation von Interviews mit dem Herrn Wichtig haben wir hoffentlich bald überstanden. Im Falter waren sie nicht so unkritisch, da haben sie ihn mehr als Aufhänger für die Darstellung der Polizeifehler benützt – und auf die Deckungsgleichheit seiner Theorien mit denen des entmündigten Geistheilers aus Deutschland hingewiesen.

santamonica
106
29.11.2009, 18:26
ich denke, dass wir adamovic dankbar sein sollten, dass er sein amt unparteiisch, sozial und korrekt geführt hat. er war einer der wenigen einflussreichen persönlichkeiten die mit ihren aktionen sich weder von haider noch sonst wem beeindrucken

liessen. auch im fall kampusch hat die öffentlichkeit das recht auf die ganze wahrheit. was frau kampusch betrifft, sie soll bitte nicht die wehleidige spielen, sie hat mit ihrem leid genug geschäft gemacht und hätte das nicht müssen, wenn sie nicht mehr in der öffentlichkeit stehen wollte. nur dann würde ich die öffentlichen äusserungen von adamovic ablehnen.
übrigens : ich finde gut, dass frau kampusch nach ihren schrecklichen erfahrungen wenigstens finanziell abgesichert zu sein scheint. meine kritik richtet sich nach dem messen mit zweierlei mass

Tschuri Cazzino
 
02
27.12.2009, 22:47
Zum einen hat natürlich die Öffentlichkeit keineswegs das Recht

auf die ganze Wahrheit im Fall Kampusch. Wenn Sie sich einen runterholen wollen, dann bitte nicht auf Kosten der Privatsphäre eines Verbrechensopfer. Zum anderen hat Adamovich auch im "heiligen Zorn" kein Recht andere mit Dreck anzupatzen, was mittlerweile erstinstanzlich festgestellt wurde.

Strudelteig
13
30.11.2009, 23:40
Selten solch ein hündisches Statement gelesen.


Haben Sie denn bedacht, dass es hier um einen Menschen geht, dem die gesamte Jugend incl. des Rechts auf Bildung und Ausbildung gestohlen wurde? Haben Sie bedacht, wie man als 10-Jährige leidet, Mutter, Vater Freunde auf einen Schlag zu verlieren, nicht an die Sonne dürfen, im Bewegungsradius eingeschränkt zu seín, gefangen unter der Autorität eines fremden Mannes zu stehen, nicht ausreichend zu essen zu bekommen, keine Spielkameraden zu haben?

Welchen Vorstellungen dieser intelletuell . verwelkende und emotional verarmende Greis nachzuhängen vermag, wäre dann ebenso wie Ihre diesbezüglichen Defizite irrelevant, wäre er nicht Verfassungsrichter gewesen; gerade das macht mich betroffen und empört mich.

graeslein
 
13
30.11.2009, 17:35


Also meine Dankbarkeit hinsichtlich Personen, die für ihre Leistungen ausreichend aus dem Steuertopf dotiert werden und von deren Pension andere nur träumen können, hält sich in Grenzen.

Das gilt selbst dann, wenn jemand aus Gründen der Selbstdarstellung irgendwelche Ehrenamterl übernimmt. Wer aber sein Ehrenamt mißbraucht, um seine Aggressionen gegen ein unschuldiges Opfer auszuleben, und den Bock zum Gärtner macht (Priklopil, der Ritter der traurigen Gestalt)dem bin ich dafür nicht dankbar, sondern folge meinem Charakter, der sich auf Seiten der Schwachen unerserer Gesellschaft einfach wohler fühlt.

dieStimmeAUSdemHintergrunD
02
30.11.2009, 15:28
...aufgeklärt soll werden...

warum die Polizei kurz nach der Entführung, weder sofort dem Hinweis mit dem weißen Bus nachgegangen ist, und weder noch "richtig" gesucht wurde(wie es fast zeitgleich in Deutschland, bei Vermissten voranging) und weder noch der W.P. durch auffällige "Merkmale" ins Visier kam?
1. Besitzer eines weißen Bus
2. kein Alibi für die Tatzeit
3. seltsame Gewohnheiten wie z.B Tiere quälen
4. DER Hinweis des Hundeführers (Eigenbrödler usw.)

sehr seltsam die ganze Vorgehensweise der Polizei!
ZUM KOTZEN...

Kuldip K.
 
39
29.11.2009, 21:41
Das einzige, worauf die Öffentlichkeit wirklich ein Recht hätte, ist zu erfahren...

...wieoft dieser Bock sich politisch bespringen hat lassen !!!

schwadronowski
61
29.11.2009, 17:22
die fr sirny wird das noch sehr blöd finden, den adamovich verklagt zu haben

Tschuri Cazzino
 
05
27.12.2009, 22:50
Meinen Sie?

Also ich kann mir Schlimmeres ausmalen, als einen Prozess zu gewinnen.

schwadronowski
00
28.12.2009, 09:10
erstens hat sie ihn noch nicht gewonnen

zweitens ist manchmal die frage, welchen preis man für einen prozessgewinn zahlt

Tschuri Cazzino
 
04
28.12.2009, 13:59
Doch hat sie.

Und welchen Preis meinen Sie?

die Großmutter
12
30.11.2009, 17:59

Für diese untergriffigen Quatschereien gehört er zu Rechenschaft gezogen.

Kaputt Nick
 
19
29.11.2009, 21:46
droht da jemand ?

dieBestatter - bösartigste Version
01
29.11.2009, 15:25
selbstzensur

selbstzensur

Walter Bimini
913
29.11.2009, 13:17
der kerl verträgt es anscheinend nicht, daß er nicht mehr wichtig ist.

beamte sind ja gerne frech und unverschämt und gleichzeitig kriecher. was tun sie nicht alles für die karriere. nirgends erlebt man so feige menschen wie bei den beamten.

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