Überraschung: Hahn wird EU-Schwergewicht

Thomas Mayer, DER STANDARD, 27. November 2009, 12:58
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    foto: reuters/heinz-peter bader

    Hahn wird ein sehr klassisches Ressort bekommen, die Regionalpolitik.

Wochenlang hat die Regierungsspitze davon gesprochen, dass der EU-Kommissar aus Österreich in Brüssel ein "Zukunftsressort" bekommen werde

Wochenlang hat die Regierungsspitze davon gesprochen, dass der EU-Kommissar aus Österreich in Brüssel ein "Zukunftsressort" bekommen werde. Johannes Hahn interessiere sich sehr für die Forschung, meinte Kanzler Werner Faymann erst vor wenigen Tagen in einem Interview. Kanzlerfreundliche Medien behaupteten tagelang, letztlich werde Hahn Umweltkommissar werden.

Daraus wurde nichts. Der Österreicher wird ein sehr klassisches Ressort bekommen, die Regionalpolitik. Und - kurios - er wird damit gleichzeitig eines der echten Schwergewichte in der Kommission werden, weil er mit fast 50 Milliarden Euro einen enormen Teil des EU-Budgets zu verantworten haben wird. Und weil sein Dossier echte Gestaltungsmöglichkeiten, eine strukturverändernde Wirkung, hat. Dabei geht es um die Entwicklung ländlicher Regionen ebenso wie um moderne Stadtgestaltung. Viel Fördergeld ist im Spiel.

Kurios ist diese Entscheidung aus österreichischer Sicht deswegen, weil sie weniger der Power der Regierungsvertreter zu verdanken ist. Sie waren es nicht, die bei Kommissionschef Barroso das durchgesetzt haben, was rausgekommen ist. Vielmehr ist es eine Mischung aus Zwängen, die sich durch die Verteilung zwischen den Mitgliedstaaten, zwischen den neuen Ländern im Osten und den alten im Westen ergeben haben auf der einen Seite.

Auf der anderen Seite dürfte Hahn selber in seinen Gesprächen in Brüssel einiges dazu beigetragen haben, dass Barroso seinen Stein auf dieses Feld gesetzt hat: Österreich gilt als "honest broker", als ehrlicher Makler, bei der Verteilungspolitik. Hahn kommt aus einem Land, das über eine gute verlässliche Verwaltungsstruktur verfügt, so sieht man das beim Neo-Kommissar selbst nüchtern und richtig.

Die Frage ist, ob die Regierung in Wien dieses Zeichen aus Brüssel begreift. Als Aufforderung, die Beziehungen und Bindungen zu den Nachbarn im Osten (sie sind Hauptprofiteur des Hahn-Portefolios) noch auszubauen, zu stärken. Tore auf statt Gitter runterlassen, sozusagen.

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Inno Vision
 
00
14.1.2010, 18:52
Ja enigstens sind wir ihn in Österreich los

nur leider kommt nichts gscheites nach Ich glaube, die meisten der momentanen Minister sind einfach brave Marionetten und je nach Einsatzgebiet werden die Gesetze für Wirtschaftskrminelle gelockert und bei der Justz lzu viel Oder es werden nur ja Sager zum Budget genommen. Die andere Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass sie immer die selblen Probleme sehr emotinal wälzen, um von der Neuen Armut in Österreich abzulenken. Die Armut bestand auch schon vor der Arbeitslosigkeit, weil man von ehrlicher Arbeit bald nicht mehr leben kann in Österreich, die Gehälter sind immer mehr gegenüber Wohnungspreisen etc. zurückgefallen. Zum Beispiel ist es in Tirol kaum möglich einen Grund zu erwerben ohne Erbschaft.

Kahuna
00
30.11.2009, 17:52
Ein weiteres Armutszeugnis der EU

Hahn? Schwergewicht? Der schafft's nicht ins Fliegengewicht...

Egon Erwin Quiche
00
30.11.2009, 17:02

Als eingeschworener Gegner der Europäischen Gemeinschaften finde ich es ja geradezu putzig, daß die Bundesregierung mit dem völlig überforderten, unfähigen und erstaunlich ungebildeten aber karrieregeilen Hahn dem unsympathischen Barroso ein veritables Kuckucksei ins Nest setzt.
Schade nur, daß diese Reste-Mannschaft - sowohl in Wien als auch in Bruxelles, by the way - letztendlich von unseren Steuergeldern erhalten wird.

E.I.L.T.
00
30.11.2009, 16:07
Das geringste Übel...

für Ihn, Uns und die EU - hoffe er hat in Brüssel mehr Glück als in der österreichischen Neidgesellschaft! Jörg Haider hatte hervorragende wissenschaftliche Arbeiten geschrieben, und von seinen Reden möchte ich gar nicht schreiben; macht ihn dies zu einem guten Politiker? Oder der Herr Peter Martin! Weiter unten gepostet der Vergleich zu Fischler, unbeachtet aber gut, auch erst im Nachhinein geschätzt, das wünsche ich UNS ALLEN, auch Gio!

hammerfall
 
00
30.11.2009, 15:50
Hahn will diesen Job gar nicht..

deswegen wird er ihn auch nicht gut machen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer dem Stress gewachsen ist. Einen Eindruck seiner Arbeitsmoral bekommt ja man von der 'Zitierweise' seiner Dissertation.

Roter Baron
00
30.11.2009, 15:11
interessant, dass

die österr. kommissare
immer die jobs kriegen die keiner haben will

Woyt'sa Vadshn?
 
00
30.11.2009, 14:55
Bekommt eigentlich jeder,...

...der seine Dissertation abschreibt, einen tollen EU-Posten?

Hier die peinlichsten Stellen:
http://www.orf.at/070524-12... index.html

Mann40
00
30.11.2009, 14:51

die Karriere von Hrn. Hahn ist mir absolut unverständlich...ich habe ihn einmal live eine Rede halten gehört (Uniqua Gebäude), jeder Schüler wäre besser gewesen...

schneebrunzer
 
00
30.11.2009, 13:17
So, wie der Gio da drein schaut...

...würd ich sagen, er weiß grad gar nicht wie ihm geschieht. Wetten, dass das seine ganze Amtszeit über so bleiben wird ?!?!

neuer weg
00
30.11.2009, 12:06
ich finds ok

in der eu an wichtiger stelle zu partizipieren kann nicht schaden.
vielleicht hebt es auch die zustimmung in austria.

monella laputa
21
30.11.2009, 08:25
die EU muss wirklich verzweifelt sein..

wenn sie so eine Geldhahn braucht.

Manha de Carnaval
00
30.11.2009, 07:11
Hahn wird EU-Schwergewicht

Wieso - hat er sich Bleiklamotten zugelegt?

NaOida!
00
29.11.2009, 14:28
Hahn you Cock!

Der Große von Gegenüber
00
30.11.2009, 07:32

cock-a-doodle,
I'm off my noodle ...

mistvieh666
 
03
28.11.2009, 22:31

ja, ich mag den mann auch nicht. zivilisiert ausgedrueckt.
aber er hat jetzt einen sehr wichtigen job, den hat er deswegen, weil franz fischler das eu-agrarresort 1995 - 2004 sehr gut geleitet hat und nicht weil er selber ein so toller kerl ist. gut. das solche jobs mit kompetenz nichts zu tun haben ist wohl fuer jeden klar.
wenn er den job verbockt, schadet er oesterreich und nicht sich selbst. solang er diesen job anstaendig macht, werd ich nichts mehr boeses ueber ihn sagen.

Maulwurf/in
13
28.11.2009, 21:31
Eine unnötige Behörde

in einer aufgeblähten bürokratischen Blase....
Die Verwaltung der Verwaltung der Verwaltung....

Christiane Amanpour
 
03
28.11.2009, 14:14
Die Logik ist in beiden Fällen die gleiche ODER Wie man zum Schwergewicht wird

Ein fachlich unbeleckter Mensch, der eine Organisation/Partei/Redaktion hinter sich hat, darf schwätzen. Seine Qualifikationen sind unklar, werden aber nicht weiter überprüft, er ist gegen Kritik immun, trifft falsche Entscheidungen, macht falsche Vorschläge und Voraussagen.

Viele fachlich Versierteren machen die Organisation/Partei/Redaktion auf den Inkompetenten aufmerksam. Nichts geschieht. Er kann weitermachen, wird nach oben geschubst, wo er weiter und mit noch mehr Möglichkeiten falsche Vorschläge & Voraussagen ...

Hahn & Mayer

Christoph ************
00
28.11.2009, 19:05

Er muss sich dem Parlamentshearing im Jänner stellen. Da würde es ihm anstehen mit Kompetenz und Konzepten zu glänzen. Sonst könnte es ein bisserl ungemütlich für ihn werden.

Alkolix
00
30.11.2009, 16:38

braucht es denn eine 2/3 mehrheit?

Ava Tar
17
28.11.2009, 12:51
Abstrusitäten ... allerortens

Während der leitende Redakteur mit 8 Jahren Erfahrung in Brüssel hier von "fast 50 Milliarden" Hahn-Budget schreibt, vermeldet orf.at "Hahn verwaltet künftig ein Budget von 347 Milliarden Euro"

nja, was sind schon 300 Milliarden Euro im Brüsseler Zirkus
selbst wenn man die "50" mal 4 Jahre versteht, sind's immer noch 150 Milliarden Unterschied
aber wozu sich auskennen, worüber man schreibt... ;o)

Die Crux unter'm Strich ist doch, daß ausgerechnet einer der farblosesten, erfolglosesten, für nichts stehenden Politiker unseres Landes so einen verantwortungsvollen Job umgehängt bekommt.

Wenn er nun für die Osteuropäer auch so viel zusammenbringt wie für die ÖVP Wien und für unsere Studierenden, dann geht in Osteuropa das Licht aus.

mistvieh666
 
11
28.11.2009, 22:49

die eu hat ein budget von 129.1 mrd euro (2008).
http://bookshop.europa.eu/eubooksho... 7-146-EN-C
regionalentwicklung und landwirtschaft sind mit jeweils mehr als 50 mrd euro die hauptposten.
wenn man irgendwas nicht versteht:
1. wikipedia deutsch
2. wikipedia englisch
3. google is your friend
4. jammern, das man fuer irgendwas einfach zu bloed ist

Tino1967
 
03
28.11.2009, 15:44
Das Budget für die Regionalförderung

richtet sich nicht nach den EU-Wahlen, sondern ist auf 7 Jahre angelegt! 7x50=350, voila, so einfach ist des Rätsels Lösung!

Im Übrigen bin ich - was die Person Hahn betrifft - ohnehin Ihrer Meinung!

Ava Tar
01
28.11.2009, 15:55

Dann hat er aber nicht 350, der Hahn. Der ist ja nur mal 4 Jahre fix.

Es ist absurd. Dabei sind wir, bei dem Verein, aber die Regeln kennt nicht mal der ORF.

Christoph ************
00
28.11.2009, 19:08

Es wird nicht alle 4 sondern alle 5 Jahre gewählt, die Bestellung der Kommission findet nach den Wahlen zum EP statt. Er ist also sehr wohl 5 Jahre im Amt.

Ava Tar
00
28.11.2009, 20:06

Dann fehlen ja nur noch 100 Milliarden ;o)

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