Gesetze können Gewalt verstärken

4. Dezember 2009, 09:37
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Eine vielsprachige Intervention gegen strukturelle Gewalt an Migrantinnen setzt die Beratungsstelle LEFÖ in ihrem Clip

Gesetze können Gewalt minimieren - diese jedoch auch verfestigen. Gesetzliche Regelungen sollten strukturelle und individuelle Gewalt reduzieren und den Betroffenen gleichzeitig Schutz bieten. Die Realtität zeigt uns jedoch, dass Gewalt eine jahrhundertelange Geschichte in Europa hat, die bislang nicht unterbrochen worden ist. Die aktuellen Migrationsgesetze und der öffentliche Diskurs über Migration, Migrantinnen und Migranten, reproduzieren und verstärken strukturelle Gewalt sogar noch.

Im Videobeitrag der Migrantinnenselbstorganisation LEFÖ wird das Ineinanderwirken und gegenseitige Verstärken von struktureller Gewalt und gesetzlichen Bestimmungen hervorgehoben. LEFÖ-Mitarbeiterinnen treten vor die Kamera und geben in verschiedenen Sprachen (Spanisch, Französisch, Bulgarisch, Rumänisch, Ungarisch, Portugiesisch, Deutsch) ihrer Überzeugung Ausdruck, dass strukturelle Gewalt gegen Migrantinnen abgebaut werden muss. (red)

Info:

Das Videoprojekt "Klappe auf!" ist eine Aktion im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" 2009. Es wird getragen von den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern, CARE Österreich, Frauensolidarität, LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen, Miteinander Lernen - Birlikte Ögrenelim sowie WIDE - Netzwerk Women in Development Europe.
Der Vor- und Abspann wurde von Doris Mayer gestaltet.
Bearbeitung und Schnitt der Beiträge: Katja Schröckenstein.
Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der MA 57- Frauenabteilung der Stadt Wien realisiert.

Link

Verein LEFÖ - Beratung Bildung und Begleitung für Migrantinnen

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