Regionalkommissar

Hahn wird zuständig für ein Drittel des EU-Budgets

27. November 2009, 11:37

Regionalkommissar hat in Barrosos Team zentrale Osteuropa-Rolle - Hahn: "Kehre zu meinen politischen Wurzeln zurück"

Als Johannes Hahn am Donnerstag bei Präsident José Manuel Barroso in dessen Büro in Brüssel saß, um neuerlich seine möglichen Kompetenzen in der künftigen EU-Kommission zu besprechen, da konnte sich der Wissenschaftsminister zunächst nicht sicher sein, welchen Job er am Ende bekommen würde.

Umwelt werde es fast sicher nicht, am ehesten eine Kombination aus Forschung, Hochschul- und Bildungspolitik, hatte es im Vorfeld geheißen. Damit hätte sich abgezeichnet, was Regierungsstellen in Wien seit Wochen als "Zukunftsressort" für den Österreicher kolportierten. Aber man sollte ein Auge auf die Regionalpolitik werfen, ließ man die Österreicher wissen. Dafür könnte möglicherweise ein Fenster aufgehen. Das Ressort hätte sich gerne ein osteuropäisches Land gesichert, so wie Polen mit Danuta Hübner im Jahr 2004.

In der Regionalpolitik, da wird sehr viel Geld in Entwicklungsprojekte in strukturschwachen Regionen der Union verteilt. Ein Traum für einen Kommissar. Barroso stellte Hahn schließlich die entscheidende Frage: "Umwelt oder Regionalpolitik?" Die Antwort hätte er sich selber geben können.

Offenbar hat nicht zuletzt der gute Ruf Österreichs in seiner Rolle gegenüber den Nachbarn in Osteuropa dabei eine Rolle gespielt. Die EU-Partner waren einverstanden. Er kehre zu seinen "politischen Wurzeln zurück" , erklärte Hahn am Freitag zur Entscheidung und verwies auf seine Zeit als Wiener Stadtpolitiker. Auch gäbe es einen Zusammenhang zwischen der Rolle des Wissenschaftsministers und der Regionalpolitik: "Regionalpolitik heißt ja nicht nur Kohäsionspolitik, sondern auch Zukunftsorientierung, Weiterentwicklung der Regionen Europas."

Gewaltig ist jedenfalls das Volumen an Budgetmitteln, die Hahn in Brüssel zur Verfügung haben wird: 347 Milliarden Euro sind für seinen Bereich in den Jahren 2007 bis 2013 laut Budget vorgesehen. Das sind 36 Prozent des Gesamtbudgets, der zweitgrößte Topf nach der Agrarpolitik.

Der Regionalförderungskommissar muss in seiner Arbeit drei Ziele verfolgen: wirtschaftliche Konvergenz fördern, also das Aufholen schwacher Regionen gegenüber den stärkeren; Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und mehr Beschäftigung sowie territoriale Zusammenarbeit.

Neben der klassischen Förderpolitik verwaltet er auch sogenannte "Solidaritätsfonds" , aus denen Hilfen im Krisen- und Katastrophenfall freigemacht werden können. Bisher waren das zwei Milliarden Euro. In Hahns künftigen Ressort arbeiten 800 Beamte. Die offizielle Kommissionsstatistik hält fest, dass seit dem Jahr 2000 etwa 600.000 Arbeitsplätze aus Projekten dieses Bereiches geschaffen wurden. Beispiele sind Tourismusprojekte ebenso wie die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben oder das Forschungsinstitut für erneuerbare Energie in Güssing. (Thomas Mayer, DER STANDARD, 28.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 731
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
achtung-start
00
22.12.2009, 21:21

Wir hätten einen Kommissar für die Nationen nicht Regionen gebraucht, der ein Europa der Nationalstaaten fordert, gebraucht.

Die übertragenen Hoheiten an die EU müssten verfassungsgemäß begrenzt sein.

Wir leben nicht mehr unter der österreichischen Bundesverfassung, sonder unter der EU-Grundrechtecharta.

Das ist nicht legal.

Vedralo-Spiralo
00
30.11.2009, 10:45

Wir sollte froh sein, dass nach dem innenpolitischen Ränkespiel der vergangenen Wochen nun doch ein sehr wichtiges Ressort ergattert werden konnte. Österreich hat doch nicht so ein schlechtes Standing wie allgemein erwartet. Jetzt ist zu hoffen, dass Hahn die Erwartungen erfüllen kann. Die Vorraussetzungen hat er sicher dazu.

ceterum censeo faymanem esse d...
00
30.11.2009, 10:16
An alle, die sich über ....


... Faymanns "Geniestreich" freuten, als er Molterer verhinderte:

:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)


ausgestorbenes Schnabeltier1
00
28.11.2009, 23:42
Und woas mocht jetzt da "Schüssla"? Der in Kumpanei mit die Roten die Brosamengesättigten ausbeitat hat?

Kenn i a Trunkenboldspruch: Was is der Unterschied zwischen ana Leibschüssel und dem Schüssel? Aus der Leibschüssel bringans die (…) und sofuat und soweita-i sag eh scho nix mehr.

ausgestorbenes Schnabeltier1
00
28.11.2009, 23:22
I hab Angst um Östereich!!!

ausgestorbenes Schnabeltier1
00
28.11.2009, 23:16
I schnalls net, wer hat den da einidraht?

Plus apud me vera ratio valebit quam vulgi opinio
 
00
30.11.2009, 10:21
Dös Faymanderl, wennst es genau nimmst!

ausgestorbenes Schnabeltier1
00
28.11.2009, 23:12
Wenn des (...) nur guat geht?!?

rhetorisches Nackerpatzerl
01
28.11.2009, 19:25
Jose Manuel, WARUM?


Einen Bauern wollte er, einen De**en hat er bekommen, und der wird nun ein König?

Die Welt ist nicht ungerecht, sondern schlicht und einfach ..... in den Worten der Studenten ...... es herrscht Bildungsmangel.

ceterum censeo faymanem esse d...
00
30.11.2009, 09:54
Moment, der Jose Manuel...


kann da nix dafür. Den Hahn hat der Faymann zu verantowrten!

mm-10-1
00
28.11.2009, 19:13
weg und weg

und nicht mehr da.

Mustard Mine
02
28.11.2009, 18:57
Hoehe des Budgets...

wieso wird das immer wieder angefuehrt? Der reinste Kindergarten ist das. Bekomm ich kein hohes Budget zum verwalten, schrei ich nach meiner Mama! Ich schaeme mich fuer das rueckstaendige Oesterreich.

monoton
06
28.11.2009, 18:24

ich bin beeindruckt wie hoch dieses lulu gefallen ist nach seiner desaströsen leistung als wissenschaftsminister

Goldmarie
00
28.11.2009, 18:16
Mehr Förderung für Österreich

Wenn Johannes Hahn erst einmal in Brüssel sitzt, dann kann er in Österreich keinen Schaden mehr anrichten.
Denn was sich dieser Mensch bei CERN-Projekt und den Hochschulen geleistet hat, das disqualifiziert ihn als Wissenschaftsminister.
Doch um Entwicklungshilfegelder an Ziel-1-Gebiete der EU zu vergeben wird es schon reichen, denn die Fördersummen werden Gio Hahn von den einzelnen Ländern ja vorgegeben.
Doch vielleicht kann sich Gio in seiner Funktion auch für Österreich einsetzen, denn während Länder wie Deutschland für Brandenburg ........, Spanien für Andalusien ......, Frankreich für die Trauminsel Reunon ...... oder Italien für Sizilien ...... Milliarden an Förderungen erhielten geht das österreichisch Armenhaus Kärnten leer aus!

net-diver
 
00
29.11.2009, 17:13
Das stimmt...

... so nicht. Alleine 2008 waren es auch verschiedenen Töpfen ca. 400 Mio. Euro.

Cuchullain
01
28.11.2009, 18:52
"... geht das österreichisch Armenhaus Kärnten leer aus!"

Na, da haben die Süddodeln schon einiges dazu selbst beigetragen ...

Bernd Senf for Wirtschaftsminister
013
28.11.2009, 18:01

Notiz an mich selbst: Dissertation größtenteils abschreiben, in Unternehmen arbeiten, das aus der Schwäche von Menschen Profit schlägt. Dann werde ich es sicher zu etwas bringen.

Übrigens, immer wenn ich den Hahn sehe ballt sich meine Faust. Kann man nicht bitte das Bild entfernen?

EUdSSR - EU der schamlosen Spesenritter
02
28.11.2009, 18:08
Nur wer ein Parteisoldat ist, der dem frönt, wofür Parteien da sind

also der Vorteilnahme gegenüber der restlichen Bevölkerung, hat Chancen auf die Fleischtöpfe in Brüssel.

Sie sehen also, Ihre angestrebten Qualifikationen reichen noch nicht aus!

Cuchullain
02
28.11.2009, 18:53
"EU der schamlosen Spesenritter"

und glauben sie, dass Frauen das System nicht ausnutzen? ... die haben Scham!

Gegenflieger
03
28.11.2009, 17:46

Mir fällt nur dazu ein.

UM GOTTES WILLEN , Was Rauchen die.
Hahn wird nicht einmal mit Protestierenden Studenten fertig , und jetzt darf er auf höheren
Niveau mehr kaputt hauen.

Rhodentia
05
28.11.2009, 17:59
Durch Rauchen (was auch immer)

kommt man niemals auf die für diese "Entscheidung " notwendige Dosis.

True Earl Grey
11
28.11.2009, 17:45
Die zahlreichen unqualifizierten Postings ....

zur Ernennung von Hahn zeigen, dass parteiisches Denken den Verstand ausschaltet. Rot-weiß-rotes Denken ist für diese Kritikaster ein ein Fremdwort.

Goldmarie
02
28.11.2009, 17:19
Nur Brüssel ist von der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht betroffen

Und zum Einstieg bekommt der verarmte Gio auch gleich noch 3,5% Gehaltserhöhung. Denn Brüssel ist ja zum Unterschied vom Rest der Welt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht von Sparmaßnahmen, Lohnverzicht und Kündigungswellen betroffen.

Herr Gscheidl
12
28.11.2009, 17:07

Solche (Fehl-)Entscheidungen erleichtern es mir nicht gerade, meinem Bekanntenkreis auszureden, die FPÖ zu wählen.

Peter Hammer 06
04
28.11.2009, 17:24
Ein Rat von mir: Wechseln'S Ihren Bekanntenkreis!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 731
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.