OECD: Wachstumserwartung für Europa unter ein Prozent

2. April 2003, 12:10
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Chefökonom Cotis: Rezessionsgefahr mit Kriegsbeginn gesunken

Paris - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumserwartung für Europa auf weniger als 1 Prozent reduziert. Gegenüber der November-Prognose mit 1,8 Prozent Wachstum sei inzwischen eine Halbierung eingetreten, sagte OECD-Chefökonom Jean-Philippe Cotis der in Paris erscheinenden "International Herald Tribune" (Mittwochsausgabe). Zugleich forderte er, die Europäische Zentralbank (EZB) müsse ihre Leitzinsen "deutlich" senken.

Das Risiko einer Rezession ist nach Einschätzung der OECD mit dem Beginn des Irak-Krieges gesunken. Die Alliierten hätten die Kontrolle über große Ölfelder in Irak gewonnen, sagte Cotis. Die Ölpreise seien deutlich gefallen, seit die Alliierten die Kontrolle über die Ölfelder in Irak gewonnen hätten, stellte der OECD-Chefökonom fest. "Dadurch ist die Drohung einer Rezession weiter entfernt als noch vor zwei Monaten."(APA)

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