Terenci Moix 61-jährig gestorben

4. April 2003, 11:08
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Katalanischer Bestseller-Autor gehörte zu den meistgelesenen spanischen Erzählern der Gegenwart

Barcelona - Der katalanische Bestseller-Autor Terenci Moix ist am Mittwoch im Alter von 61 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona an Herz- und Atemstillstand infolge eines chronischen Lungenleidens gestorben. Der mit zahlreichen Literaturpreisen Moix gehörte zu den meistgelesenen spanischen Erzählern der Gegenwart.

Sein erfolgreichstes Werk "No digas que fue un sueno" (Sag nicht, es war nur ein Traum) wurde in Spanien und Lateinamerika mehr als eine Million Mal verkauft. Auf Deutsch erschien der Roman unter dem Titel "Der Traum der Kleopatra". Er handelt von der Liebesbeziehung zwischen der ägyptischen Königin und Marcus Antonius. Der Autor erhielt für das Werk 1986 den Planeta-Preis, die höchstdotierte spanische Literatur-Auszeichnung. Von dem Schriftsteller, der mit bürgerlichem Namen Ramon Moix i Messeguer hieß, erschien auf Deutsch außerdem der Roman "Kleopatras Tochter".

Die Begeisterung für das alte Ägypten hatte dem Autor den Spitznamen "Der letzte Pharao" eingebracht. Seine Asche soll, wie der Schriftsteller es verfügt hat, im Tal der Könige in Ägypten beigesetzt werden. Moix erklärte seine Leidenschaft für die versunkene Welt der Antike einmal so: "Das Vergessen ist der größte Feind der Menschheit." Die zweite große Liebe des Autors galt dem Kino. Bis wenige Tage vor seinem Tod schrieb Moix an einem Werk über die Filmstars der 60er Jahre. Er hatte seinen Freunden untersagt, ihn zu besuchen, damit er von der Arbeit nicht abgelenkt wurde.

Moix, ein Vorkämpfer für die Rechte der Homosexuellen, war nicht nur ein erfolgreicher, sondern auch ein sehr produktiver Autor. Sein umfangreiches Werk umfasst eine Trilogie von Memoiren, Reiseberichte und Romane wie "El dia en que murio Marilyn" (Der Tag, an dem Marilyn starb) oder "El sexo de los angeles" (Das Geschlecht der Engel). (APA/dpa)

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