Österreich im weltweiten Vergleich fit für Internet-Handel

2. April 2003, 12:21
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Alpenrepublik auf Platz 14, hinter Deutschland, aber vor Frankreich und Italien - Schweden auf Platz eins

Österreich ist relativ fit für den Internet-Handel. In einem jüngsten Ranking der Economist Intelligence Unit (EIU), der Forschungsabteilung des britischen Wochenmagazins "The Economist", liegt Österreich mit 8,09 von 10 erreichbaren Punkten auf Platz 14 unter 60 untersuchten Ländern. Deutschland liegt einen Platz vor Österreich, während andere namhafte Staaten wie Frankreich (19), Italien (21) und Japan (24) hinter der Alpenrepublik liegen.

Schweden und Dänemark vor den USA

Eine Überraschung gab es heuer bei der seit dem Jahr 2000 durchgeführten "E-Readiness"-Studie bei den Plätzen in der Pole Position: Schweden und Dänemark finden sich nun auf den ersten beiden Plätzen und haben die USA, den bisherigen Spitzenreiter, damit auf Platz drei verdrängt. Auf Platz drei finden sich neben den USA ex aequo auch die Niederlande und Großbritannien.

Asien, Südamerika und Afrika weit zurück

Auf den neun besten Plätzen sind ausschließlich Länder aus Nordeuropa, Nordamerika und Australien gereiht. Asien, Südamerika und Afrika liegen nach wie vor weit zurück, allerdings haben Hongkong und Südkorea "signifikante Fortschritte" gemacht, betont das Wirtschaftsmagazin. Die asiatischen Spitzenreiter, Hongkong und Singapur, liegen auf Platz 10 bzw. 12.

dot.com-Krise noch nicht vorüber

Das 2000 eingesetzte "schmerzhafte Wegsterben" von dot.com-Unternehmen ist laut "The Economist" noch immer nicht vorüber, vor allem in den USA. Die globale Konjunkturschwäche habe zu einem Rückgang der privaten und öffentlichen IT-Ausgaben geführt. Dennoch schreite die "Internet-Revolution" weltweit weiter voran.

Kleinere Länder bieten bessere Infrastruktur

Westliche Industrieländer dominieren nach wie vor das Ranking. Einige große Staaten wie die USA, Deutschland und Japan seien aber zuletzt von kleineren, wendigeren Ländern wie etwa Schweden, Hongkong und Singapur überholt worden. Kleinere Ländern könnten vielfach besser landesweite Infrastrukturprojekte umsetzen, so die Studie.

Im Zuge des "E-Readiness"-Rankings untersuchte "The Economist", in welchem Ausmaß das wirtschaftliche Umfeld eines Landes Internet-Handel unterstützt. Bewertet wurden dabei unter anderem die Zahl der Telefonanschlüsse genau so wie der Fortschritt im Bereich Internet-Security oder der Schutz des geistigen Eigentums.(APA)

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