Hakenkreuz auf Wagen des jüdischen Gemeindevorstehers

2. April 2003, 09:24
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"Schüren von Hass und Einschüchterung" am Vorabend des EU-Beitritts - Verdächtige festgenommen

Budapest - Unbekannte Täter haben Dienstag Abend ein großes Hakenkreuz auf das Automobil des Vorsitzender des Verbandes der Ungarischen Jüdischen Gemeinden (MAZSIHIZS), Peter Tordai, gemalt, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Mittwoch berichtete. Laut Aussage von Tordai befand er sich zu einem Geschäftsessen in einem Restaurant im zweiten Budapester Stadtbezirk. Als er anschließend zu seinem Wagen auf dem Parkplatz vor dem Restaurant ging, bemerkte er das rund 80 Zentimeter große Hakenkreuz.

Polizei und Feuerwehrexperten untersuchten den Wagen des MAZSIHISZ-Vorsitzenden auf weitere Zerstörungen oder eventuelle Anbringung von Sprengstoff. Tordai erklärte sein Bedauern darüber, dass gewissermaßen am Vorabend des ungarischen EU-Beitrittes eine solche Tat auf Budapester Straßen erfolge, die auf "das Schüren von Hass und Einschüchterung" abziele. Wie der öffentlich-rechtliche ungarische Rundfunk (MR) am Mittwoch berichtet, soll die Polizei vier Männer verhaftet haben, die im Verdacht stehen, Anti-EU-Plakate mit Hakenkreuz und Rotem Stern in Budapest angebracht zu haben. (APA)

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