Erpresser hält Olomouc weiter in Terrorangst

1. April 2003, 19:49
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Straßen und Geschäfte stehen leer, Kinder boykottieren den Weg in die Schule, Passanten sind verängstigt

Olomouc - Noch ist nicht geklärt, ob der Tränengasausbruch in einem Supermarkt am Sonntag sein Werk war, aber der mysteriöse Erpresser sorgt weiterhin für Angst im tschechischen Olomouc (Olmütz). Wie berichtet, waren nach dem Vorfall 18 Menschen mit Atembeschwerden ins Spital gebracht worden. Seitdem herrscht (noch mehr als in den vergangenen Wochen) düstere Atmosphäre in der Stadt: leere Straßen und Geschäfte, wenige Kinder in den Schulklassen, ängstliche Passanten.

Erpressung

Anfang März hatte ein Unbekannter von der Regierung eine Million Kronen (rund 320.000 Euro) in bar gefordert, andernfalls werde er Sprengstoffanschläge auf öffentliche Einrichtungen vornehmen.

Seinen Anweisungen folgend hatte daraufhin ein Polizeihubschrauber das Geld in mehreren Säcken an verschiedenen Orten abgeworfen, um den Täter bei der Übernahme zu fassen. Der Unbekannte holte das Geld aber nicht ab.

Die Behörden warnen die Bevölkerung immer wieder, sich möglichst nicht an stark frequentierten Orten aufzuhalten. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 2.4.2003)

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