Pentagon will TV-Reporter von der Berichterstattung ausschließen

1. April 2003, 18:53
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Fox stimmte Abberufung angeblich zu

Das Pentagon hat den US-Fernsehsender Fox aufgefordert, einen Reporter aus der Berichterstattung über den Golfkrieg abzuberufen. Der die Truppen der 101. Luftlandedivision als so genannter "eingebetteter" Journalist (embedded correspondent) begleitende Geraldo Rivera soll nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums gegen die Bestimmungen des Einsatzes verstoßen haben. Rivera habe über militärische Details berichtet, indem er eine Skizze mit geplanten Truppenbewegungen in den Sand gezeichnet habe, sagte Oberstleutnant Dave Lapan in Washington. Der Sender habe der Abberufung des Reporters zugestimmt.

Bereits vergangene Woche musste der amerikanische Reporter Phil Smucker, der unter anderem für die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" tätig ist, auf Verlangen der US-Armee eine Marineinfaterie-Einheit verlassen. Ihm war zu detaillierte Berichterstattung vorgeworfen worden.

Derzeit sind rund 600 Journalisten in allierte Militäreinheiten im Irak-Krieg "eingebettet". Dabei gilt für die Reporter ein besonderer Verhaltenskodex. Unter anderem ist geregelt, welche Informationen verbreitet werden dürfen und welche nicht. In letzter Instanz entscheiden die Kommandanten der Einheiten, ob und welche Information als vertraulich oder nicht vertraulich eingestuft werden. "Reporter ohne Grenzen" hat die US-amerikanischen Behörden aufgerufen, den Journalisten, die in die Einheiten der amerikanischen Armee eingegliedert wurden, freie Berichterstattung zu ermöglichen. (APA/AP)

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