Informationsminister: Britischer Landeversuch bei Mosul abgewehrt

1. April 2003, 18:44
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Angeblich viele Soldaten getötet - Rest in Hubschraubern geflohen

Bagdad - Britische Truppen haben nach irakischen Angaben versucht, im Nordirak zu landen . Die Operation in der Nähe der Ölstadt Mosul sei aber von irakischen Einheiten vereitelt worden, sagte Informationsminister Mohammad Said el Sahhaf am Dienstag in Bagdad. Ein großer Teil der britischen Soldaten sei getötet worden, der Rest in Hubschraubern geflohen. Die irakischen Truppen seien von Kämpfern der paramilitärischen Einheit Fedajin Saddam unterstützt worden. Aus Großbritannien liegt zu der Meldung bisher keine Stellungnahme vor.

Wann der angebliche Landungsversuch stattfand, sagte Sahhaf nicht. Der arabische Fernsehsender Al Jazeera hatte berichtet, britische Truppen seien erstmals am Sonntag in der Region gelandet. Am Dienstag zeigte der Sender Bilder von Einheimischen im Nordirak, die mit Waffen und Munition hantierten, die von britischen Truppen stammen sollen.

18 Tote in Bagdad

Sahhaf hatte zuvor mitgeteilt, zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag seien bei Luftangriffen auf Bagdad 18 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. In der südirakischen Stadt Abu El Khasib in der Nähe von Basra sei es zu erbitterten Gefechten zwischen britischen Einheiten und irakischen Truppen gekommen. Die Briten hätten hohe Verluste erlitten, sagte Sahhaf. In der Stadt Nassiriya werde weiter gegen US-Truppen gekämpft. In einem Vorort von Basra sei ein US-Helikopter abgeschossen worden. (APA)

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