Mehr Schutz für Greifvögel

1. April 2003, 16:16
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Im Burgenland soll verstärkt kontrolliert, aufgeklärt und informiert werden - nach Anschlägen mit Giftködern

Eisenstadt - Nach Giftköderanschlägen auf Greifvögel wird es im Burgenland zu verstärkten Kontrollen sowie zu einer Aufklärungs- und Informationskampagne kommen, kündigte Naturschutz-LR Paul Rittsteuer (V) am Dienstag in Eisenstadt an. Auch an die Aussetzung einer Prämie, die zur Ausforschung der Täter führen soll, ist geplant. Heuer hat es im Bezirk Neusiedl am See bereits einige Funde von vergifteten Greifvögeln bzw. Verdachtsfälle gegeben. Die Opfer waren ein Seeadler und drei Bussarde.

"Es ist an der Zeit, wirksame Gegenmaßnahmen zu setzen, um diese sowohl für den Naturschutz wie auch für den Naturtourismus negativen Fälle künftig zu verhindern", stellte Rittsteuer fest. Er initiierte daher einen Runden Tisch, um mit Experten aus allen betroffenen Bereichen geeignete Schritte zu beraten. Erwiesen ist, dass die Tiere mit Carbofuran vergiftet wurden. Was die Täter und deren Motive betrifft, gibt es allerdings noch viele offene Fragen. Den Giftlegern soll vor allem auch klargemacht werden, dass die Anschläge kein Kavaliersdelikt sind.

In den Gebieten rund um die bisherigen Fundstellen werden beeidete Jagdaufseher und amtliche Naturschutzorgane verstärkt kontrollieren. Außerdem sollen Kadaver gesammelt und in der Bundesanstalt Mödling auf Gifteinwirkung hin untersucht werden. So will man genauere Informationen über die Häufigkeit und räumliche Verteilung der Auslegung von Giftködern gewinnen. (APA)

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