100. Geburtstag von Willi Forst

2. April 2003, 12:12
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Vier Highlights der Filmgeschichte am 5. und 6. April - "So endete eine Liebe", "Die Sünderin", "Wiener Mädeln" und "Kaiserjäger"

Mit vier Highlights der Filmgeschichte würdigt der ORF kommenden Samstag und Sonntag (5./6.4.) Willi Forst, dessen Geburtstag sich am 7. April zum 100. Mal jährt. Auf dem Programm von ORF 2 stehen am 5.4. Karl Hartls Romanze "So endete eine Liebe" (9.30 Uhr) mit Paula Wessely, das Drama "Die Sünderin" (13.10 Uhr) mit Hildegard Knef und "Wiener Mädeln" (14.35 Uhr), eine Story um das Schicksal des populären Komponisten Carl Michael Ziehrer. Am 6.4. wird um 15.20 Uhr die Militärkomödie "Kaiserjäger" ausgestrahlt.

Für "So endete eine Liebe" brachte Forst 1934, ein Jahr nach seinem Regiedebüt "Leise flehen meine Lieder", zum ersten Mal Paula Wessely vor die Kamera, ehe er im selben Jahr mit dem Fin-de-Siècle-Melodram "Maskerade" endgültig ihren Ruhm begründete. Als Herzog Franz von Modena soll Forst der 19-jährigen Tochter (Wessely) von Kaiser Franz II. die Nachricht überbringen, dass Napoleon gedenkt, sie zu ehelichen. Doch diese erkennt in Franz ihre Jugendliebe. In weiteren Rollen sind Gustaf Gründgens, Franz Herterich und Rose Stradner zu sehen.

"Die Sünderin"

Forsts erster Nachkriegsfilm "Die Sünderin" (1951) sorgte rund um seine Erstaufführung mit Nacktszenen und den Tabuthemen Euthanasie und Prostitution für einen der größten Filmskandale der deutschen Filmgeschichte. Knef spielt die junge Prostituierte Marina, die ihr horizontales Gewerbe aus Liebe zu einem sterbenskranken Maler (Gustav Fröhlich) ausübt, um seine schwierige Operation zu bezahlen. Als das Ableben ihres Geliebten naht, erlöst sie ihn von seinen Schmerzen - und wählt anschließend den Freitod.

"Wiener Mädeln"

In "Wiener Mädeln" will Forst als der junge Komponist und Dirigent Carl Michael Ziehrer endlich aus dem Schatten des großen Johann Strauß (Edmund Schellhammer) treten. Vor der Kamera standen auch Hans Moser, Dora Komar, Judith Holzmeister, Vera Schmid und Curd Jürgens, der während der Dreharbeiten in den ausklingenden Kriegswirren in letzter Minute noch eingezogen wurde.

"Kaiserjäger" entstand 1965, ein Jahr bevor sich Forst mit "Wien, du Stadt meiner Träume" vom Filmgeschäft verabschiedete. Locker und leicht inszenierte Forst die Geschichte der Komtesse Antonia (Erika Remberg), die von ihrem Großvater (Attila Hörbiger) mit militärischem Drill erzogen wurde, da ihr Vater sich lieber einen Stammhalter gewünscht hätte. Als die Offiziere des Regiments der Kaiserjäger ein Manöver auf dem Schloss veranstalten, droht die Lüge über den "Hardbergschen Sohn" aufzufliegen. Mit dabei in der 50er-Jahre-Version einer "Bodyswitch"-Komödie sind auch Judith Holzmeister, Adrian Hoven, Gunther Philipp, Senta Wengraf und Oskar Sima. (APA)

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    Der ORF erinnert an Willi Forst mit dessen Filmen

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